Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

HEC macht es unnötig spannend

Nach dem deutlichen 6:2-Erfolg gegen Geretsried gehen die Alligators in Pfaffenhofen verschwenderisch mit den Chancen um, so dass es zum Schluss eng wird.
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Daniel Jun brachte die Alligators kur vor der ersten Drittelpause mit dem Treffer zum 2:1 wieder auf die Siegerstraße.
Daniel Jun brachte die Alligators kur vor der ersten Drittelpause mit dem Treffer zum 2:1 wieder auf die Siegerstraße.
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Nachdem die Alligators Höchstadt in der Eishockey-Bayernliga am vergangenen Freitag beim 6:2-Heimsieg gegen den ESC Geretsried die Kräfte etwas schonen konnten, mussten sie sich am Sonntagabend wieder etwas mehr mühen, um erfolgreich zu sein. Das lag aber weniger an der Bissigkeit der gastgebenden Icehogs als vielmehr an der mangelhaften Chancenverwertung, wodurch es unnötig spannend wurde. Aber sei's drum: Der HEC gewinnt auch auch das achte Saisonspiel und grüßt weiter von der Tabellenspitze.


EC Pfaffenhofen - Höchstadter EC 2:4

Der Tabellenführer machte von Beginn an Dampf und ging bereits nach drei Minuten in Führung, als André Lenk in Position gebracht wurde und zum 0:1 traf. In der Folge kannte die Partie erst einmal nur eine Richtung. Tomas Urban und Ales Kreuzer hatten Riesenchancen, doch der nächste Treffer wollte nicht fallen. Mitte des Drittels befreiten sich die Icehogs etwas, kamen aber trotzdem wie aus dem Nichts zum Ausgleich, weil sich Stefan Huber davongestohlen hatte (14.). Doch der HEC war nicht geschockt, übernahm sogleich wieder das Kommando und nutzet eine Unterzahl-Situation zu seinem Vorteil: Daniel Jun ließ die 150 mitgereisten Fans, die im Gästeblock dicht gedrängt standen, nach Vorarbeit von Kreuzer jubeln.

Die Gäste waren sich ihrer Sache wohl sicher, denn im zweiten Drittel ließen sie etwas ruhiger angehen. Weil aber Pfaffenhofen damit nichts anzufangen wusste, tat sich in den ersten zehn Minuten recht wenig. Erst eine Riesenchance nach einem Konter weckte die Teams wieder auf. Kreuzer scheiterte am gut reagierenden Weiner im Tor der Icedogs (33.), wenig später verpasste der HEC - mal wieder in Unterzahl - den dritten Treffer.

So blieb es vor dem Schlussabschnitt weiter eng, und die Alligators mussten etwas tun, um endlich für Klarheit zu sorgen. Also blieben sie im Vorwärtsgang, und belohnten sich im Powerplay: Nach Pass von Vitalij Aab zog Michal Petrak von der blauen Linie ab. Sein Schuss prallte ab, doch Markus Babinsky war zur Stelle und staubte zum 1:3 ab (47.). Damit war die Entscheidung aber noch nicht gefallen. Pfaffenhofen stemmte sich gegen die Niederlage, und machte es tatsächlich noch einmal spannend, als Robert Neubauer den Anschlusstreffer markierte (56.). Die Hausherren wollten jetzt mehr, besprachen in einer Auszeit die Taktik, die jedoch nicht aufging. Als letztes Mittel wurde der Torhüter eine halbe Minute vor Schluss vom Eis genommen, um Überzahl zu schaffen. Doch auch dieser Schuss ging nach hinten los: Nach Pass von Jiri Mikesz beseitigte Aab mit einem Treffer ins verwaiste Tor drei Sekunden vor der Sirene letzte Zweifel.


Die Statistik zum Spiel

EC Pfaffenhofen - Höchstadter EC 2:4 (1:2, 0:0, 1:2)

EC Pfaffenhofen: Tor: Weiner, Mende; Verteidigung: Oexler, Welter, Csirmaz, Fardore, Hofbauer, Pielmeier, Landstorfer; Angriff: Maier, Bauer, Neubauer, Gebhardt, Chemello, Thebing, Seibert, Birk, Huber, Semmler

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Glaser; Verteidigung: Urban/Stütz, Vojcak/Babinsky, Ribarik/Roth; Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, Jun/A. Lenk/ Kreuzer, Tratz/Grau/Mikesz, Seelmann

SR: Roland Wittmann, Stefan Futterknecht, Matthias Zeck
Zuschauer: 350

Tore: 0:1 André Lenk (3.), 1:1 Stefan Huber (14.), 1:2 Daniel Jun (19.), 1:3 Markus Babinsky (47.), 2:3 Robert Neubauer (56.), 2:4 Vitalij Aab (60.)
Strafzeiten: 12 / 12
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