Herzogenaurach
Handball

Gedern/Nidda ist der TSH eine Nummer zu groß

Die Damen der TS Herzogenaurach verlieren bei der HSG Gedern/Nidda verdient mit 26:33. So früh in der Saison sind sie noch nicht in der Lage, einem Meisterschaftsfavoriten gefährlich zu werden.
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Jana Lichtscheidel und die TS Herzogenaurach warten noch auf den ersten Saisonsieg. Foto: Sportfoto Zink
Jana Lichtscheidel und die TS Herzogenaurach warten noch auf den ersten Saisonsieg. Foto: Sportfoto Zink

Nichts zu holen gab es für die Drittliga-Handballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach in Nidda. Nach gutem Beginn fehlte den TSH-Damen die Konstanz, und so verloren sie das Auswärtsspiel gegen den Zweitligaabsteiger mit 26:33.

3. Liga Ost

HSG Gedern/Nidda - TS Herzogenaurach 33:26

In den ersten Minuten setzten die Herzogenauracherinnen das um, was sie sich vorgenommen hatten: Mit druckvollen Angriffen zogen sie die gegnerische Abwehr auseinander und brachten ihren Rückraum in aussichtsreiche Wurfpositionen. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase (3:3) stellte sich die HSG besser auf die Abläufe der TSH ein und zwang die Gäste zu Fehlpässen und unnötigen Ballverlusten. Die Turnerschaft versuchte alles, um das Spiel offen zu gestalten, benötigte jedoch zu viele Angriffe für den Torerfolg. Die Treffer der formstarken Saskia Probst und von Laura Brockschmidt waren zu wenig. Auch eine Auszeit von Trainer Hans-Jürgen Kästl brachte keinen Umschwung. Die Turnerschaft verstrickte sich in zu viele Einzelaktionen und verpasste es, ihre Angriffe mit der nötigen Geduld auszuspielen. Zudem haderten die TSH-Spielerinnen mit der Linie der Schiedsrichter, die immer wieder Schrittfehler und Stürmerfouls pfiffen.

Die Gastgeberinnen hingegen nutzten die Herzogenauracher Schwächephase ab der 15. Minute und zogen immer weiter davon. Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung, bei der sich elf Spielerinnen in die Torschützenliste eintrugen, hielten sie die TSH bis zur Pause auf Distanz (17:9). In der zweiten Halbzeit gelang es den Herzogenauracherinnen wieder besser, sich am Spielgeschehen zu beteiligen. Besonders Lisa Neumann arbeitete unaufhörlich und erzielte vier ihrer fünf Treffer in der zweiten Halbzeit. Doch der Rückstand war bereits zu hoch, um die Heimmannschaft ernsthaft unter Druck setzen zu können.

Mit Blick auf die Anfangsphase der zweiten 30 Minuten zieht Trainer Hans-Jürgen Kästl dennoch ein positives Fazit: "Wir verzeichnen einen Aufwärtstrend und sehen gegenüber dem ersten Saisonspiel schon zahlreiche Fortschritte. Insgesamt reicht unsere Verfassung und Form noch nicht, um den Topteams gefährlich zu werden."

Während die HSG Gedern/Nidda zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten zählt und unter professionellen Bedingungen trainiert, steht die TSH nach dem personellen Umbruch wieder am Anfang einer Entwicklung. So nutzte das Trainerteam die letzten zehn Minuten, um auch den Nachwuchsspielerinnen Maxime Luber und Vanessa Heinrich Spielzeit zuzugestehen. Besonders erfreulich ist, dass Kristin Lang nach ihrer schweren Knieverletzung ein paar Minuten auf dem Feld stand. Auch wenn sie sich erst wieder an Spieltempo und die -härte gewöhnen muss, soll sie bald ihren Teil dazu beitragen, die Abwehr zu stabilisieren und im Angriff das Spiel über den Kreis zu forcieren.

Das schwere Auftaktprogramm geht am kommenden Sonntag zuhause weiter. Zu Gast ist dann das Spitzenteam der TSG Eddersheim.

TSH: Deppisch, Gerling - Luber, Dresslerova, Quetsch, Hopp (2), Heinrich (1), Brockschmidt (6), Probst (7), Schneidereit, Lichtscheidel (5/1), Lang, Theobald, Neumann (5)

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