Fußball

FC Herzogenaurach ist einer von sechs Neuen

Ein Drittel der Landesliga Nordost ist neu. Der Aufsteiger und der Baiersdorfer SV greifen am Freitag in den Spielbetrieb ein.
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Kevin Rockwell (am Ball) peilt mit dem FC Herzogenaurach den Klassenerhalt an.  Foto: Baumann/Archiv
Kevin Rockwell (am Ball) peilt mit dem FC Herzogenaurach den Klassenerhalt an. Foto: Baumann/Archiv
Die Fußball-Landesliga Nordost startet heute in die neue Spielzeit - mit dem Derby zwischen dem SV Memmelsdorf und Aufsteiger FC Eintracht Bamberg. Die Staffel hat gegenüber der Vorsaison ein stark verändertes Gesicht: Als Bayernliga-Absteiger ist der TSV Kornburg dazugekommen, neben Bamberg und dem FC Herzogenaurach sind drei weitere Neulinge am Start: SC Großschwarzenlohe, FC Vorwärts Röslau und FC Coburg.

"Bei den Aufsteigern sind sehr interessante Traditionsmannschaften wie Herzogenaurach, Coburg und Bamberg dabei", sagt Werner Thomas, Trainer des TSV Neudrossenfeld. Durch die dazugekommenen Teams wachse die Liga laut Thomas noch enger zusammen, auch in der Spielstärke. Aus Herzogenauracher Sicht werden vor allem die Begegnungen mit dem Baiersdorfer SV und Vizemeister TSV Nürnberg-Buch interessant, beide Klubs liegen nur rund 20 Kilometer entfernt.


Karches trifft auf Ex-Verein

Das erste Liga-Duell zwischen den "Pumas" und den "Krenkickern" seit 15 Jahren (am 1. September) erhält zusätzliche Brisanz, da FC-Spielertrainer Jakob Karches von 2009 bis 2015 selbst die Schuhe für den BSV schnürte, ehe er den Jugend-Klub von Lothar Matthäus von der Kreisliga in die Landesliga führte, in der Herzogenaurach zuletzt 1989 vertreten war. Zum Auftakt sind die beiden Rivalen schon am Freitag gefordert. Baiersdorf empfängt Großschwarzenlohe (19 Uhr), der FC erwartet den SV Mitterteich (18.30 Uhr).

Alle seine Testspiele - mit Ausnahme eines 0:0 in Bruck - gewann der FC, so dass der Übungsleiter positiv auf die Saison blickt. Allerdings droht Marco Amling, morgen mit einer Zerrung auszufallen. Zudem fehlen Jens Reinhardt, Sebastian Dörrich und Maik Schmitt verletzt. "Das schwächt uns, aber wir haben fast immer 22 Spieler im Training, so dass ich sowieso überlegen muss, wen ich mitnehme und wen nicht", erklärt Karches gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info.

Der Aufsteiger hat mit Yannick Jassmann und Tim Spielmann zwar nur zwei Zugänge, da niemand den Verein verließ, hat sich der Kader aber vergrößert. "Tim war bei jedem Training und hat auch schon sein erstes Tor für uns geschossen. Yannick hat sich zuletzt gegen Kalchreuth mit einem Treffer belohnt", berichtet Karches.

Am Freitag könnte auch Michael Thomann mit von der Partie sein, der sich nach seiner Kreuzbandverletzung in der Wintervorbereitung wieder im Mannschaftstraining befindet. "Fit war und ist er ja immer", sagt der 32-Jährige zu einem möglichen Comeback des besten Herzogenauracher Torschützen der vergangenen Saison (17 Tore). Beim letzten Test gegen den SC Adelsdorf am Montag wurde der 29-Jährige in der 69. Minute eingewechselt.

Mit Mitterteich haben die "Pumas" zur Herzogenauracher Kirchweih einen etablierten Landesligisten zu Gast. "Ich erwarte den SV als unangenehmen, kampfstarken und robusten Gegner", berichtet Karches, der hofft, dass die Spielweise in der Landesliga seiner Mannschaft eher entgegenkommt: "In der Bezirksliga haben sich die Teams gegen uns zuletzt nur noch hinten reingestellt."

Der Modus der Landesligen bleibt unverändert: Der Meister steigt in die Bayernliga auf, der Vize darf in die Relegation. Die beiden letzten Teams steigen ab, die Mannschaften auf den Plätzen 15 und 16 nehmen an der Abstiegsrelegation teil. Zudem muss der Vierzehnte in die Relegation, falls dieser im Vergleich mit den vier anderen Landesligen nicht der Beste ist.

Fünf Vereine gehen mit einem neuen Trainer an den Start: die SG Quelle Fürth, der SC Schwabach, der SC Feucht, der FC Coburg und der TSV Sonnefeld. Ein Topfavorit ist schwer auszumachen, allerdings werden Feucht und Buch von der Konkurrenz am häufigsten genannt. Dahinter folgt Neudrossenfeld mit sieben Nennungen.


BSV ohne neun Stammspieler

Genauso wenig wie Herzogenaurach befindet sich Baiersdorf unter den Favoriten. Im Gegensatz zu den "Pumas" gab der BSV aber neun Spieler an meist höherklassige Teams ab und holte überwiegend Akteure aus tieferen Ligen und aus der Jugend. "Wir werden sehen, wie schnell es uns gelingt, diese Spieler zu integrieren", sagt Trainer Thomas Luckner, der morgen auf Chris Lehmann (Muskelbündelriss) und Wurm (Bänderanriss) verzichten muss.

Das Auftaktprogramm mit drei Aufsteigern und drei Teams, die in der Abschlusstabelle zwischen den Plätzen 8 und 12 gelandet waren, zwingt Baiersdorf eigentlich zu Erfolgen. "Großschwarzenlohe hat mit Spielertrainer Florian Bauer und Torwart Dominik Brunnhübner Regionalliga-Erfahrung", sagt Luckner. dme/rup


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