Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Erster Saisonsieg für den Höchstadter EC

Die Höchstadt Alligators haben im vierten Spiel den ersten Sieg in der jungen Oberliga-Saison geholt. Gegen den EV Füssen gab es ein knappes 2:1.
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Thilo Grau, hier gegen Sonthofens Ondrej Havlicek im ersten Saisonspiel, absolvierte am Freitag sein 400. Pflichtspiel für den HEC.Archivfoto: Picturedreams
Thilo Grau, hier gegen Sonthofens Ondrej Havlicek im ersten Saisonspiel, absolvierte am Freitag sein 400. Pflichtspiel für den HEC.Archivfoto: Picturedreams

Im 400. Pflicht spiel des Ur-Höchstadters Thilo Grau hat der Höchstadter EC vor 613 Zuschauern seinen ersten Saisonsieg gefeiert und erstmalig einen Rückstand gedreht.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - EV Füssen 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Ohne Goalie Patrick Golombek (Rückenprobleme) und Adam Suchomer (Kieferverletzung) gingen die Alligators in die Partie. Wegen seines Spieldauerstrafe aus dem Lindau-Spiel musste auch Maximilian Ottezuschauen. Dafür holten die Höchstadter kurzerhand Ersatz von den beiden Kooperationspartnern aus Nürnberg und Ingolstadt. Als Ersatztorhüter saß der 17-jährige Jonas Vogt (Nürnberg) an der Bande, Michael Pröbstel (18, Ingolstadt) vervollständigte die Defensive. Neuzugang Nick Dolezal wurde vom Verteidiger zum Stürmer umfunktioniert.

Es gab nur eine Strafe im gesamten ersten Spielabschnitt - und die ging gegen den HEC und war folgenschwer. Wegen zu vieler Spieler auf dem Eis musste Max Cejka auf die Strafbank und Füssen ging in Führung. Der Fernschuss von Christian Krätz (Assist Lubos Velebny) flog an Nico Henseleit vorbei ins Netz (3.).

Trotz der Führung spielte Füssen nicht wirklich druckvoll und Höchstadt kam zu einigen Abschlüssen. Cejka scheiterte nach einem Solo aus spitzem Winkel, Grau und Robin Maly vergaben aus zentraler Position. In den letzten Minuten des ersten Drittels wurde Füssen stärker und Henseleit musste eine starke Parade gegen Maximilian Dropmann auspacken, um den knappen Rückstand zu halten.

Der zweite Abschnitt begann mit einigen Höchstadter Großchancen. Vitalij Aab und Grau hätten den Ausgleich erzielen können, zogen gegen den Füssener Goalie aber den Kürzeren. Auf der anderen Seite hätte es in der 23. Minute hingegen 0:2 stehen können, hätte sich nicht Richard Stütz in den Schuss geworfen. Nach einer weiteren Aab-Chance spielte der HEC in Unterzahl, da Jiri Mikesz wegen unkorrekten Körpereinsatzes zwei Minuten Strafe erhielt. Die Alligators verteidigten die Situation allerdings bemerkenswert souverän und blieben ohne Gegentor. Eine eigene Überzahlphase nach der ersten Strafe gegen Füssen schenkten sie allerdings durch unnötige, einfache Fehler her.

Höchstadt blieb weiter ohne Tor, doch auch bei Füssen stand nach der Sirene noch die Eins. Das lag zum einen an einem glücklichen Abseitspfiff der Schiedsrichter, ohne den ein Füssener blank vor Henseleit auf getaucht wäre, und an Henseleit selbst: Erst hielt er herausragend bei einem Fernschuss von Velebny, dann machte er im Getümmel sein Tor dicht (39.).

Nach 30 Sekunden im dritten Drittel stand es 1:1: Die Höchstadter hatten einige Sekunden Powerplay mitgenommen und nach einem Schuss von Vitalij Aab von der linken Seite landete der Puck im Tor. (Assists: Robin Maly und Jiri Mikesz). Das nächste Powerplay ergab nicht mehr als eine Chance durch Michal Petrak (44.). In der 48. Minute musste Jari Neugebauer wegen Hakens auf die Strafbank, was aber ohne Folgen blieb. Kurz darauf zeigte der HEC seinen besten Spielzug: An der rechten Bande im Angriffsdrittel erkämpfte Patrik Rypar die Scheibe, Neugebauer legte quer auf Maly, der zimmerte den Puck an die Latte und Rypar staubte gedankenschnell aus spitzem Winkel ab (51.). Es war die erste HEC-Führung der Saison.

Zwei Minuten später fälschte Rypar einen Schuss aus der Distanz gefährlich ab, doch Füssens Goalie reagierte stark. Samuel Payeur verschaffte Höchstadt weitere zwei Minuten in Überzahl wegen Stockschlagens und der HEC vergab mehrere Riesenchancen: Aab schoss an die Latte und Michal Mlynek scheiterte am überragend reagierenden Goalie Maximilian Meier. Sekunden später zielte Mikesz freistehend rechts vorbei.

Obwohl die Gäste in der letzten Minute den Goalie vom Eis nahmen, reichte es für den HEC zum ersten Saisonsieg. Mlynek verpasste Sekunden vor dem Ende allerdings den einfachen Treffer ins leere Tor.

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