Fußball

Erlanger Fans müssen sich am Sonntag entscheiden

Zwei Derbys des ersten Spieltags der Bayernliga Nord finden fast gleichzeitig statt. Bruck erwartet Forchheim, der ATSV Erlangen tritt gegen Eltersdorf an.
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Hayri Özdemir (re.) ließ sich gegen den Club sicherheitshalber auswechseln. Sein Einsatz am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Jahn Forchheim ist nicht sicher.  Foto: Sportfoto Zink
Hayri Özdemir (re.) ließ sich gegen den Club sicherheitshalber auswechseln. Sein Einsatz am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Jahn Forchheim ist nicht sicher. Foto: Sportfoto Zink
Intensiver kann eine Fußball-Saison kaum beginnen. Im letzten Testspiel empfing der FSV Erlangen-Bruck den Bundesliga-Aufsteiger FC Nürnberg (2:5), eine Woche später ist am Sonntag um 13 Uhr zum Auftakt der Bayernliga Nord die SpVgg Jahn Forchheim zu Gast. "Ich freue mich natürlich sehr auf das Spiel", sagt Adem Selmani gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info. Der 28-Jährige lief in den vergangenen fünf Jahren für Forchheim auf und hofft auf einen Einsatz des muskulär angeschlagenen Hayri Özdemir, der bereits ein Jahr zuvor die Seiten gewechselt hatte. "Dann werden wir für den Jahn bereit sein", glaubt Selmani.


Wandert die Serie nach Erlangen?

Zwar gehe er mit besonderem Ehrgeiz in die Partie, "im Moment bin ich aber noch ganz cool, das kommt immer erst kurz vor dem Spiel", erklärt die Offensivkraft, die im Trikot der SpVgg nur eine Niederlage gegen Bruck hinnehmen musste und diese Derby-Serie jetzt mit Erlangen fortsetzen will. Sein Trainer Normann Wagner geht von einer engen Kiste aus: "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Ich denke, die Tagesform und der größere Wille entscheiden." Verzichten muss Wagner auf Zugang Genc Bajrami - einer von sieben FSVlern mit Forchheimer Vergangenheit -, der sich im Duell mit dem Club schon nach wenigen Minuten verletzte.

Apropos Verzicht: Da die Begegnung zwischen dem ATSV Erlangen und dem SC Eltersdorf nur eine halbe Stunde später angepfiffen wird, können die beteiligten Akteure das jeweils andere Duell nicht sehen. "Ich hätte mir gerne das andere Spiel angeschaut, so wie wahrscheinlich die Spieler aller vier Mannschaften. Das tut einfach weh", sagt Selmani. Auch die neutralen Zuschauer müssen sich am Sonntag für eine der beiden Partien entscheiden.

Auch im Stadtderby gibt es ein großes Ehemaligentreffen. Allen voran ATSV-Coach Shqipran Skeraj und Abteilungsleiter Jörg Markert liefen einst für Eltersdorf auf. Dazu war mit Sebastian Marx, Vignon Amegan, Philipp Mandelkow und Ken Kishimoto ein weiteres Quartett schon beim Nachbarn aktiv, wobei die beiden Letztgenannten am Sonntag fehlen. "Ich hatte damals drei super Jahre beim SCE. Und was in der Vergangenheit war, ist vorbei", sagt Skeraj nüchtern. Zwar bemängelt auch der 32-Jährige die Ansetzung des Parallelderbys, dennoch freue er sich auf die Partie: "Wir haben hart gearbeitet, um in der Bayernliga zu spielen. Und wenn du gleich gegen einen der Favoriten spielst, ist das umso schöner."

Das Eröffnungsspiel der siebten Spielzeit der Bayernliga Nord bestreiten die SpVgg Bayern Hof und Vorjahresaufsteiger DJK Gebenbach bereits am Freitag um 18.30 Uhr. Als Absteiger aus der Regionalliga Bayern ist der SV Seligenporten dazugekommen. Der ASV Neumarkt kehrt nach einem Jahr in der Südstaffel in den Norden zurück. Neben dem ATSV Erlangen rückten der TSV Abtswind als Meister der Landesliga Nordwest und der ASV Vach über die Relegation von unten auf. Alle drei Neulinge haben in ihrer Vereinsgeschichte noch nie in der Bayernliga gespielt.


Eltersdorf am häufigsten genannt

Einen klaren Favoriten wie Viktoria Aschaffenburg in der vorigen Saison ist dieses Mal nicht auszumachen. Die Umfrage bei den 18 Klubs ergab mehrere Titelaspiranten, darunter Vizemeister TSV Aubstadt, bei dem am Samstag Vach zu Gast ist. Auch der Würzburger FV (3.) wurde mehrfach genannt. Die meisten Stimmen, nämlich 15, erhielt Eltersdorf, das die Tabelle 2017/18 lange anführte. Seligenporten ist angesichts des Kaderumbruchs inklusive neuem Coach schwer einzuschätzen.

Fünf weitere Klubs gehen mit neuem Übungsleiter in die Saison: FC Sand, ASV Neumarkt, DJK Ammerthal, FC Würzburger Kickers II und Abtswind. Nur der Tabellenletzte steigt direkt in die Landesliga ab, für die Teams auf den Plätzen 14 bis 17 sowie auf Rang 2 ist Relegation angesagt. Wie die Profis haben die Klubs noch bis zum 31. August Zeit, ihren Kader zu verstärken.


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