Niederlindach
Handball

Ein Tor fehlt der HSG zum Klassenerhalt

Die Handballerinnen der HSG Erlangen/Niederlindach müssen nach einer dramatischen Relegation den bitteren Gang in die tiefste Spielklasse antreten.
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Den Niederlindacherinnen um Vivien Gumbert (li.) und Leonie Büttner (2. von re.) fehlte am Ende ein Tor zum Klassenerhalt. Foto: Picturedreams
Den Niederlindacherinnen um Vivien Gumbert (li.) und Leonie Büttner (2. von re.) fehlte am Ende ein Tor zum Klassenerhalt. Foto: Picturedreams
Dramatisches Ende einer Bezirksliga-Saison für die Handball-Frauen der HSG Erlangen/Niederlindach. Nach nur drei Siegen aus 14 Partien mussten die Mädels als Vorletzter der ostbayerischen West-Staffel in die Relegation gegen den Abstieg. Dort trafen sie in Hin- und Rückspiel auf den Siebten der Bezirksliga Ost und entschieden das Hinspiel in Hannberg mit 17:14 für sich. Im Rückspiel in der Oberpfalz keine 24 Stunden später kassierte die HSG eine Niederlage mit ebenfalls drei Toren Unterschied und muss nur aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore den Gang in die Bezirksklasse antreten.


HSG Erlangen/Niederlindach - HC Sulzbach-Rosenberg II 17:14

Nach einer durchwachsenen Saison ging es für die HSG in der Relegation um den Klassenverbleib. In den vergangenen Wochen hatte sich das Team intensiv auf diese beiden Spiele vorbereitet, und glücklicherweise konnte das Trainergespann Kevin Gumbert und Robin Schmieding auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Das Hinspiel in der heimischen Seebachgrundhalle begann nicht gerade berauschend. Schnell geriet die HSG in Rückstand und fand im Angriffspiel keine klaren Chancen. Erst durch eine Umstellung auf eine offensive Abwehrformation beim Stand von 1:4 fanden die HSG-Damen ins Spiel. Vor allem Carmen Essl hielt das Team im Rennen, riss das Spiel an sich und steuerte ein Dutzend Treffer bei. Zudem wurde durch viele gut ausgespielte Überzahlaktionen der Vorsprung bis auf 17:12 ausgebaut. Lediglich in den letzten fünf Minuten ließ die Konzentration bei den Niederlindacherinnen etwas nach - Sulzbach verkürzte auf 17:14. Somit ging es mit nur drei Toren Vorsprung zum Rückspiel in die Oberpfalz.
HSG: Fischer - Büttner, Essl (12/4), Fretschner, Gimberlein, Gumbert (1), Götz, Hartung (1), Lai, Röckelein, Stimpfle (2), Tully, Wirth, Zenkel (1)


HC Sulzbach-Rosenberg II - HSG Erlangen/Niederlindach 11:8

In Sulzbach dominierten - mehr noch als im Hinspiel - die Abwehrreihen. Die Gastgeberinnen schalteten den HSG-Angriff durch eine kompakte 6-0-Abwehr nahezu komplett aus. Aber auch die offensivere Variante der Gäste mit einer über beide Spiele bärenstarken Sabrina Fischer im Tor (sechs von zehn Siebenmetern pariert) funktionierte sehr gut. So war letztendlich der harmlose Angriff entscheidend, dass es nicht für den Klassenverbleib reichte. Nach einem 5:5 zur Halbzeitpause setzte sich die HC-Reserve auf 11:7 ab (52.). Danach gelang der HSG nur noch ein Tor, aber der entscheidende Treffer wollte nicht mehr fallen. So hielt die Sulzbacher Torhüterin den letzten Versuch und somit ihre Mannschaft in der Liga.
Trotz großem Kampf müssen die Niederlindacher Damen nun den bitteren Gang in die unterste Liga antreten. Sie müssen dort versuchen, das große Potenzial der jungen Mannschaft zur Entfaltung zu bringen. Die HSG bedankt sich bei allen mitgereisten Fans und verabschiedet sich vorläufig in die Sommerpause.
HSG: Fischer - Büttner (1), Essl (2/1), Freund, Fretschner, Gimberlein (1), Gumbert (1), Götz (1/1), Hartung, Lai, Stimpfle (2), Tully, Wirth, Zenkel
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