Adelsdorf
Fußball

Ein Duo betritt Neuland

Florian Gräf und Heiko Pfeifer, die beim SC Adelsdorf trotz guter Arbeit abgelöst werden, heuern als Spielertrainer beim TSV Schlüsselfeld an.
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Florian Gräf (am Ball) und Heiko Pfeifer werden den SC Adelsdorf nach einer Saison wieder verlassen und übernehmen als Spielertrainer-Duo den TSV Schlüsselfeld. Fotos: Archiv
Florian Gräf (am Ball) und Heiko Pfeifer werden den SC Adelsdorf nach einer Saison wieder verlassen und übernehmen als Spielertrainer-Duo den TSV Schlüsselfeld. Fotos: Archiv
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Vor dem Start ins Fußballjahr 2018, der am Sonntag mit einem 1:1 beim SC Reichmannsdorf gut gelang, haben die Verantwortlichen des TSV Schlüsselfeld die Weichen für die Zukunft gestellt. Auf Dominik Dempert folgt ein Spielertrainer-Duo, das jede Menge höherklassige Erfahrung mitbringt, aber im Spielkreis Bamberg Neuland betritt.

"Wenn jemand gefunden wird, dann trete ich gerne zurück und übernehme eine Aufgabe im Schlüsselfelder Jugendbereich." Schon im Zwischenbilanz-Interview mit unserem Partnerportal anpfiff.info hatte Dempert keinen Zweifel daran gelassen, dass er im Sommer das Zepter gern weiterreichen würde. Immerhin stand er beim TSV - mit eineinhalb Jahren Unterbrechung - sechs Spielzeiten lang in der Verantwortung.

Auf den ausdrücklichen Wunsch des 40-jährigen Keepers seien die Schlüsselfelder Verantwortlichen auf die Suche nach einem Nachfolger gegangen - und wurden nun gleich doppelt fündig: Mit Florian Gräf und Heiko Pfeifer übernimmt ein Spielertrainer-Duo den Kreisligisten, das im Kreis Bamberg weitgehend unbekannt ist.


SCA bescheinigt gute Arbeit

Kein Wunder, schließlich sind die beiden Mittelfranken, die beide mehr 100 Spiele in der Bezirksoberliga oder höher bestritten haben, Neulinge im Trainergeschäft und aktuell für den Bezirksligisten SC Adelsdorf verantwortlich.

Erst im Sommer hatte das Duo die Aufgabe beim Aufsteiger übernommen und trotz der aktuell prekären Tabellensituation (Rang 16) von den Vereinsverantwortlichen gute Arbeit attestiert bekommen. Der SCA hatte in der Hinrunde viel mit Verletzungspech zu kämpfen und erst in den Wochen vor der Winterpause zeigen können, was in ihm steckt. Kann das Team an diese Leistungen anknüpfen, ist der Klassenerhalt durchaus noch zu schaffen.

Umso überraschender kam deshalb die Meldung, dass nach der Saison wieder Schluss ist für Gräf und Pfeifer. Der SCA hatte sich die Chance nicht nehmen lassen wollen, Eigengewächs Andi Mönius zusammen mit Dennis Weiler vom Bayernligisten Jahn Forchheim zurück in den Aischgrund zu holen.

"Natürlich waren wir enttäuscht. Aber im Fußball gehen immer mal wieder Türen auf, und deshalb können wir die Entscheidung des Vereins nachvollziehen. Wir gehen im Guten auseinander - am besten mit dem Klassenerhalt", sagt Florian Gräf, der als Spieler sowohl mit dem SC Eltersdorf als auch mit dem FC Schweinfurt den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, und bei Greuther Fürth (Bayernliga), beim TSV Neustadt/Aisch (Landesliga) sowie beim FSV Stadeln viel Erfahrung sammelte.


Pfeifer reist aus Nürnberg an

Der 31-Jährige und der gleichaltrige Heiko Pfeifer, die sich in Stadeln kennenlernten, wollen die Saison in Adelsdorf ordentlich zu Ende bringen. Sie sind überzeugt davon, dass die Mannschaft das Zeug dazu hat, auch nächste Saison Bezirksliga zu spielen. "Sonst hätten wir die Aufgabe gar nicht übernommen. Gegen Türkspor wollten wir am Mittwoch sehen, wo wir stehen. Jetzt bräuchten wir eine Serie von drei, vier Erfolgen am Stück. Dann hätten wir eine gute Basis für den Saisonendspurt", betont Gräf.

Für den Scheinfelder, der bei der Martin Bauer Group in Vestenbergsgreuth arbeitet, ist der Weg zum neuen Verein deutlich kürzer. Heiko Pfeifer, der in Nürnberg lebt, muss für ein Training allerdings fast 60 Kilometer Anfahrt in Kauf nehmen - ganz zu schweigen von den Reisen zu den künftigen Gegnern im Bamberger Raum. Kein Problem für den gelernten Innenverteidiger, der in 51 Landesliga-Spielen für Stadeln, in zwei Jahren bei der SG Nürnberg/Fürth und bei zahlreichen Einsätzen in Bezirks- und Bezirksoberliga schon ganz andere Strecken zurückgelegt hat.

"Außerdem haben wir uns bei der Suche nach einer neuen Aufgabe keinen Druck gemacht. Der Kontakt zum TSV Schlüsselfeld kam - wie das so oft ist - über Bekannte zustande. Wir haben uns getroffen, gemerkt, dass es passt, und zugesagt", erzählt Gräf, den beim TSV eine erfahrene Mannschaft erwartet, die durch Talente aus dem eigenen Nachwuchs ergänzt wird. "Es wird eine Herausforderung, weil wir über die künftigen Gegner noch nichts wissen. Im Moment konzentrieren wir uns aber noch voll auf den SCA."
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