85 Minuten waren gestern Nachmittag gespielt, da schien die Meisterfrage in der Fußball-Kreisklasse 1 Erlangen/Pegnitzgrund endgültig geklärt. Die SpVgg Zeckern bekam einen Elfmeter zugesprochen und hätte damit Platz 1 unter Dach und Fach bringen können. Doch Johannes Göpfert versagten die Nerven und die Meisterfeier muss verschoben werden. Klar, bei schönem Wetter feiert sich der Aufstieg schöner. Aber Vorsicht: In den nächsten Tagen ist ebenfalls eher mit Herbst als mit Sommer zu rechnen. Einen Teilerfolg hat dagegen der SC Adelsdorf gefeiert, der mit dem 5:1-Erfolg die Heßdorfer Reserve zum Absteiger stempelte und nicht mehr von Platz 2 zu verdrängen ist. In Frauenaurach schwindet die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

TV48 Erlangen II - Hammerbacher SV 2:2

Die ersatzgeschwächten Gäste bestimmten zunächst das Geschehen und gingen folgerichtig in Führung, als Ortiz nach weitem Pass von Leitermann den Ball zum 0:1 ins lange Eck bugsierte (24.). In der Folge verpassten es Dassler und Ortiz, den Vorsprung weiter auszubauen. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb der HSV am Drücker, doch Leitermann traf nur den Pfosten. Umso überraschender dann der Ausgleich, als Tribula einen Eckball volley verwertete (60.). Davon wurden die Gastgeber beflügelt und legten zehn Minuten später nach, als der gerade eingewechselte Koch nach Vorlage von Conradty mit seinem ersten Ballkontakt zum 2:1 erfolgreich war. Doch Hammerbach antworte prompt: Nach einem Freistoß von Varga sprang Leitermann am höchsten und traf per Kopf zum 2:2 (75.).

SpVgg Heßdorf II - SC Adelsdorf 1:5

Trotz der angespannten Personalsituation mit 15 Verletzten hatten die Gäste kaum Mühe mit der Heßdorfer Reserve, die noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hatte, nun aber als Absteiger feststeht. Der mit drei Jugendspielern und drei Mann aus der zweiten Mannschaft gespickte SCA ging durch einen Freistoß von Kaufmann in Führung (10.), nach 25 Minuten legte Geyer das 0:2 nach. Zwar kam Heßdorf zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer (30.), doch noch vor der Pause stellte Brenner per Strafstoß den alten Abstand wieder her (43.). Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste Herr der Lage und Leuner machte mit einem Doppelpack (62., 67.) alles klar.

SV Tennenlohe II - SG Siemens Erlangen 3:5

Die Gäste gaben sich beim Tabellenletzten keine Blöße, hatten auf dem schwer bespielbaren Platz zunächst aber Glück, dass SVT-Stürmer Birkholz nur die Latte traf (6.) und sechs Minuten später ein Rückpass der Heimelf in einer Pfütze liegen blieb und Boris Noutchomwo nur noch abzustauben brauchte. / Tore: 0:1 Noutchomwo (12.), 0:2 Huber (21.), 0:3 Berisha (35.), 1:3 Birkholz (51.), 1:4 Wojtkowiak (55.), 1:5 Wojtkowiak (62.), 2:5 Birkholz (65.), 3:5 Vasiloulis (80.).

Baiersdorfer SV II - TSV Vestenbergsgreuth 4:1

Gegen ersatzgeschwächte Gäste entschied der BSV das Wasserballett bei böigem Wind und Regen auf tiefem Geläuf aufgrund der besseren Chancen für sich. Tully brachte die Hausherren mit einem Schuss ins lange Eck in Front (16.), Ralf Ortloff (36.) und Vuculescu per Kopf (37.) sorgten nach Vorarbeit des jeweils anderen mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung. Nach dem Seitenwechsel erzielte Bedirbey zwar den ersten Gästetreffer (60.), doch die Baiersdorfer Reserve blieb Herr der Lage und Messingschlager erzielte den Treffer zum 4:1-Endstand (70.).

SpVgg Zeckern - FC Großdechsendorf 2:2

Die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste begegneten dem Spitzenreiter, der nicht seinen besten Tag erwischte, vor allem in Hälfte 1 auf Augenhöhe und waren meist über Standards gefährlich. Doch es blieb beim torlosen Unentschieden. Nach der Pause investierte Zeckern dann mehr, Eschbaum setzte sich schön durch und erzielte das 1:0 (50.). Glaser, der zunächst noch am Gästekeeper scheiterte (52.), nutzte wenig später einen Torwartfehler zum 2:0 (55.). Doch der FC gab nicht auf und kam durch einen Kopfball zum Anschlusstreffer (66.). Dann tat sich lange nichts, ehe ein Dechsendorfer im Getümmel den Ball zum 2:2 ins Tor bugsierte (81.). Dabei blieb es letztendlich auch, weil SpVgg-Verteidiger Göpfert einen Strafstoß neben das Gehäuse setzte (85.).

SpVgg Erlangen II - SC Oberreichenbach 2:2

Auf dem schwer zu bespielenden C-Platz entwickelte sich eine umkämpfte, aber faire Begegnung, bei der auch der Schiedsrichter eine sehr gute Leistung zeigte. Michael Martin brachte die Gäste per Kopf in Führung (25.), doch noch vor der Pause schlug die "Spieli" mit einem herrlichen Freistoßtreffer zurück (42.). Nach der Pause profitierte die Heimelf davon, dass der Ball in einer Pfütze liegen blieb, der SCO-Keeper so nicht mehr an die Kugel kam und ein Erlanger nur einschieben musste (65.). Die Gäste gaben sich aber nicht geschlagen und Spielertrainer Jörg Nagengast sicherte den Punktgewinn (80.), der Oberreichenbach zum Klassenerhalt reichen dürfte.

ASV Möhrendorf - ASV Weisendorf 3:5

Einen starken Auftritt legte die Heimelf in den ersten 30 Minuten hin und ging folgerichtig durch Treffer von Skalla (2.) und Mader (18.) mit 2:0 in Führung. Doch dann nahmen sich die Gastgeber eine Auszeit und brachten Weisendorf so zurück ins Spiel: Grabert (35.) und Höps (43.) sorgten noch vor dem Seitenwechsel für den Ausgleich. Danach zeigten die Gäste wesentlich mehr Engagement und gingen nach einem herrlichen Spielzug über mehrere Stationen durch Grabert mit 3:2 in Führung. Weisendorf blieb nun am Drücker und legte durch Schmerler (65.) und Grüner (84.) entscheidend nach. Möhrendorf fand in der zweiten Hälfte nicht mehr zu seinem Spiel, der Treffer zum 3:5 von Mader (89.) war nur noch Ergebniskosmetik.

TSV Frauenaurach - Türkiyemspor Erlangen 0:4

Nach nur einem Punkt aus den sieben Partien zuvor, standen die Vorzeichen nicht gut für den TSV. Und es kam wie befürchtet: Frauenaurach sah auch gegen die Erlanger kein Land. Jetzt steht den Gastgebern das Wasser bis zum Hals und es helfen eigentlich nur noch drei Siege, um dem Abstieg vielleicht doch noch zu entgehen.