Herzogenaurach
Basketball

Die Shorthorns steigen auf

Die Bayernliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach gewinnen gegen die TuSpo Heroldsberg mit 82:28. Als Meister steigen sie in die Regionalliga auf.
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Ein Kollektiv: Die Shorthorns gewinnen das letzte Saisonspiel souverän und steigen in die Regionalliga auf. Foto: TS Herzogenaurach
Ein Kollektiv: Die Shorthorns gewinnen das letzte Saisonspiel souverän und steigen in die Regionalliga auf. Foto: TS Herzogenaurach
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Der Aufstieg der Bayernliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach in die Regionalliga ist perfekt. Mit 82:28 besiegten die Shorthorns völlig überforderte Heroldsbergerinnen und sicherten sich damit den ersten Tabellenplatz und somit das Aufstiegsrecht in die Regionalliga. "Wir sind überglücklich, dass wir nach dem durchwachsenen Saisonstart noch solch eine Wende hinbekommen haben", sagte ein freudestrahlender Markus Schönmüller, Trainer der Shorthorns. "Wir haben eine absolut überragende Rückrunde gespielt und uns damit den Traum vom Aufstieg erfüllt. Ich bin auf die gesamte Mannschaft extrem stolz, dass sie allen Umständen zum Trotz, seien es Verletzungen, Schwangerschaften oder Krankheiten, immer wieder neue Wege gefunden hat, erfolgreich Basketball zu spielen."

Die zuletzt überragende Centerspielerin Regine Brox war mehr als zufrieden: "Es ist einfach schön, wenn man so eine erfolgreiche Saison tatsächlich mit den Aufstieg abschließen kann. Die letzten zwei spielfreien Wochen waren hart auszuhalten, da man immer das letzte Saisonspiel im Hinterkopf hatte. Aber wir haben es geschafft und so sind wir überglücklich, diese Leistung abgerufen zu haben."

Auch Aufbauspielerin Barbara Hartz zeigte sich euphorisch: "Wir als Team und Trainer Markus Schönmüller haben uns dieser Saison kontinuierlich weiterentwickelt und es hat Woche um Woche mehr Freude gemacht, mit diesem Team zu spielen. Dass es dann so endet, ist natürlich umso schöner." Mit 12:2 Siegen gewannen die Aurachstädterinnen denkbar knapp das Aufstiegsrennen, denn die Tabellenzweiten aus Schwabach weisen dieselbe Bilanz auf, haben jedoch den direkten Vergleich gegen die TSHlerinnen verloren und müssen daher noch ein weiteres Jahr in der Bayernliga verbleiben. Der Gegner aus Heroldsberg wird in der kommenden Saison aller Voraussicht nach in der Bezirksoberliga antreten, da sie den vorletzten Tabellenplatz einnehmen und damit eigentlich absteigen müssten. Da es insbesondere im Damenbasketball aber häufig dazu kommt, dass eine Mannschaft ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt, bleibt zumindest noch ein kleines Fünkchen Hoffnung.

TuSpo Heroldsberg - TS Herzogenaurach 28:82

Dabei sah das erste Viertel im letzten Saisonspiel gar nicht so gut aus für die TSH. Die Shorthorns starteten extrem nervös, während die Heroldsbergerinnen mit Leichtigkeit agierten. Miriam Selzle zog immer wieder erfolgreich zum Korb. In der Offensive lief es für die Shorthorns jedoch besser als in der Abwehr und sie fanden in Raluca Chioran und Regine Brox ihre Punktegarantinnen. So stand es nach dem ersten Viertel 16:16.

Die Shorthorns waren nach der Pause plötzlich eine komplett andere Mannschaft. Sie spielten fortan mit höchster Intensität und Aggressivität und die Heroldsbergerinnen waren wie paralysiert. Die TSH erkämpfte sich Ballgewinn um Ballgewinn. Als die Sirene zur Halbzeitpause erklang, rieben sich alle Beteiligten die Augen: Die Heroldsbergerinnen hatten tatsächlich keinen einzigen Punkt im zweiten Viertel erzielt und lagen so mit 16:36 im Rückstand. "Irgendwie hat sich all die Nervosität und angestaute Energie in diesen zehn Minuten gelöst und wir konnten laufen und verteidigen, wie wohl noch nie in dieser Saison", sagte Shorthorns-Kapitänin Yvonne Schauf zum zweiten Viertel. "Es fühlte sich etwas magisch an und danach wussten wir, dass wir das Spiel nicht mehr verlieren würden."

Auf eine Heroldsberger Trotzreaktion wartete die TSH im dritten Viertel vergeblich, vielmehr ging es ähnlich weiter. Laura Angerstein, Julia Volk und Jana Sophie Distler trafen aus allen Lagen und die TSH zog sukzessive davon. Auch die Nachwuchsspielerinnen um Lisa Sommerfeld und Lina Zöbelein überzeugten und leisteten ihren Beitrag.

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