Herzogenaurach
Basketball

Die Longhorns haben den längeren Atem - und Larry Hall

Mit einem wichtigen Sieg in München setzen sich die Herzogenauracher im oberen Tabellendrittel der 1. Regionalliga fest
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Larry Hall war von den Münchnern kaum zu stoppen und war für mehr als ein Drittel aller TSH-Punkte verantwortlich. Foto: herzopress/Archiv
Larry Hall war von den Münchnern kaum zu stoppen und war für mehr als ein Drittel aller TSH-Punkte verantwortlich. Foto: herzopress/Archiv

Die Regionalliga-Basketballer TS Herzogenaurach kehrten am Samstagabend in die Erfolgsspur zurück und entführten zwei Punkte von den Münchener Hellenen, die sich zuletzt im Aufwind befanden. Ein wichtiger Erfolg für die Mittelfranken, die sich punktgleich mit dem Vierten auf Tabellenrang 5 wiederfinden. Weil es in der Liga - abgesehen von den beiden Teams an der Spitze und den beiden auf den untersten Plätzen - eng zugeht, wiegen Siege gegen direkte Kontrahenten etwas schwerer.

"Gerade auswärts haben wir uns zu Beginn der Saison bisweilen schwer getan, aber mittlerweile haben wir eine gute Mentalität entwickelt. Dementsprechend fahren wir zufrieden nach Hause", sagte Longhorns-Trainer Nikola Jocic, dessen Team weiter fokussiert und intensiv zu Werke gehen will. "Wir wollen immer besser werden, was man insbesondere an unseren jungen Spielern sieht. Mittlerweile können wir auf eine tiefe Rotation zurückgreifen."

1. Regionalliga: OSB Hellenen München - TS Herzogenaurach 69:78

Dabei sah es zu Beginn gar nicht so gut für die TSH aus. Die weite Anfahrt steckte den Longhorns in den Knochen, die ungewohnte Lücken in der Verteidigung offenbarten. München wusste dies nur bedingt zu nutzen, beim Stand von 8:6 entschied sich Gästetrainer Jocic trotzdem zu einer Auszeit. Er stellte um, was dem Spiel seiner Mannschaft guttat. Larry Hall führte die Seinigen an, traf zwei schnelle Dreier und führte die Longhorns zu einer 15:12-Führung.

Im zweiten Viertel fanden beide Mannschaften einen besseren Offensiv-Rhythmus. Für die Gastgeber spielten sich Robel Atobrhan und Omari Knox, welcher allerdings insgesamt gut von Larry Hall und Robert Merz kontrolliert wurde, in den Vordergrund. Mit viel Tempo zogen sie zum Korb und schlossen dort häufig auch gegen mehrere Verteidiger ab. Für die TSH übernahmen vor allem der erneute starke Patrick Horstmann und Mike Kaiser die Punkteproduktion, so dass es weiter eng blieb und die Gäste zur Pause mit zwei Punkten vorn lagen (32:30).

Müde Münchner

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein absolut hochklassiges Spiel. Beide Teams drückten mächtig aufs Gaspedal. Larry Hall bewies, dass er mittlerweile voll und ganz bei der TSH angekommen ist, und markierte Punkt um Punkt. Am Ende sollte er mit 24 Zählern Topscorer der Herzogenauracher sein. Unterstützung fand er in Robert Merz, der nun einige Würfe aus der Mitteldistanz traf. Doch die Hellenen blieben im Spiel, da sie nun ihre Stärken unter dem Korb in Person von Jermaine Lippert forcierten. Der 2,05 Meter große Musterathlet setzte Power und Masse ein, um sich durchzutanken. Trotzdem blieben die Longhorns knapp in Front (52:49).

Im Schlussabschnitt machte sich bemerkbar, dass sich bei der TSH in den vergangenen Wochen einiges getan hat. Die jungen Wilden hatten den Leistungsträgern über die ersten drei Viertel viel Last abnehmen können. Und diese zahlten den gewährten Kredit mit einem Feuerwerk zurück. Hall, Kaier, Merz, Horstmann und Übbing erhöhten die Schlagzahl, während die Münchner der voranschreitenden Müdigkeit Tribut zollen mussten.

Die Longhorns erkämpften sich in der Verteidigung etliche Ballgewinne, die sie flugs in Fast-Break-Punkte ummünzten. So setzten sie sich sukzessive ab, der zurückgekehrte Vedran Nakic feuerte den Landeshauptstädtern, die kein Mittel mehr fanden, noch drei Dreier um die Ohren, so dass der Gästesieg in trockenen Tüchern war.

TSH: Hall (24), Horstmann (10), Übbing (4), Merz (8), Kaiser (9), Eismann (2), Schlindwein (2), Kwilu (4), Bauer (2), Nakic (13)

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