Herzogenaurach
Handball

Die Hoffnung liegt auf der Relegation

Die Frauen der TS Herzogenaurach haben in Haunstetten keine Chance und können den direkten Klassenerhalt in der 3. Liga Süd nicht mehr schaffen.
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Die TSH-Damen um Laila Schneidereit (r.), Saskia Probst (hinten) wurden in Haunstetten schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Foto: Archiv
Die TSH-Damen um Laila Schneidereit (r.), Saskia Probst (hinten) wurden in Haunstetten schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Foto: Archiv
Der Traum vom direkten Klassenerhalt ist geplatzt. Den Handballerinnen der TS Herzogenaurach bleibt nun noch die Chance über die Relegation die 3.Liga zu halten. Beim Tabellenführer TSV Haunstetten setzte es eine deutliche Klatsche - aber selbst ein Sieg wäre wertlos gewesen. Der TSV Kandel, der den rettenden neunten rang innehat, holte gegen Waiblingen-Korb zwei Punkte und kann von der TSH nicht mehr eingeholt werden.


TSV Haunstatten - TS Herzogenaurach 26:17

Hochkonzentriert und mutig gingen die Gäste in die Partie. Über eine hervorragend arbeitende Abwehr mit einer wie üblich starken Torhüterin Martina Ebersberger agierte die TSH aud Augenhöhe:. Der Favorit aus Haunstetten legte vor, die Franken glichen bis zum 6:6 immer wieder aus. Dann wurde die 21. Minute eingeläutet - und bis zur Pause sollte dem Team von Trainer Klaus Watzinger kein Torerfolg mehr gelingen. Perfekt herausgespielte Chancen wurden nicht verwandelt oder von Torhüterin Magdalena Frey entschärft. Haunstetten setzte sich - vor allem über Linksaußen Sarah Irmler - Tor um Tor ab. Die Sirene unterbrach den Sturmlauf der Gastgeberinnen beim Stand von 12:6.


Watzingers Pragmatismus

Das bot den Herzogenauracherinnen Gelegenheit, sich zu sammeln. Aufgrund der sich abzeichnende Niederlage nutzte Watzinger die Partie nun, um seine Mannschaft auf die Relegation vorzubereiten. So bekam die zweite Torfrau, Juliane Gerling, 30 Minuten Spielzeit und konnte sich in dieser mit einigen Paraden beweisen. Auch im Angriff setzten sich die Herzogenauracher wieder vermehrt gegen die robuste Abwehr des Gastgebers durch. Doch die routinierte und individuell stark besetzte Haunstetter Mannschaft ließ ein Dahinschmelzen des Rückstands nicht zu.

Martina Ebersberger zollte dem Gegner nach dem Spiel Respekt: "In Haunstetten ist es schwer einen so hohen Rückstand aufzuholen. Gegen diese Mannschaft kannst du nur gewinnen, wenn alles passt. Diesmal waren sie zu stark für uns." Spielerisch zeigten die Schuhstädter erneut, dass sie leistungsstarken Handball spielen können. Trainer Klaus Watzinger, der auf der Bank von Mental-Coach Frank Pedersen statt vom privat verhinderten Mirko Scholten unterstützt wurde, war trotz der Pleite durchaus zufrieden: "Viele Mannschaften loben uns für unseren schönen Handball. Moral und Einstellung passen. Das Team hat bis zum Ende alles gegeben, leider ohne den Erfolg, den man sich wünscht."


Spielmodus steht noch nicht fest

Das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag hat für den Tabellenplatz der TSH keine Bedeutung mehr. Mit Rang 10 hat sie sich für die Teilnahme an der Relegation qualifiziert. Die genauen Regularien und der Spielmodus werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.
Die Plätze an der Tabellenspitze der 3. Liga Süd hingegen sind noch heiß umkämpft. Für den Spitzenreiter aus Haunstetten waren die zwei Punkte gegen die TSH enorm wichtig. Die Verfolger Bietigheim und Metzingen gewannen ihre Partien und sitzen den Schwaben mit einem Punkt Rückstand im Nacken. Am letzten Spieltag können zwei bayerische Teams Haunstetten im Kampf um die Meisterschaft unterstützen. Regensburg empfängt den TuS Metzingen II, während Bietigheim II in Herzogenaurach seine Visitenkarte abgibt.

TSH: Ebersberger (30. Gerling) - Stephan (1), Wedrich (5/1), Bestle (2), Mittasch (2), Probst (2), Schneidereit, Lang (1), Merz (1), Theobald (2), Küffner, Neumann (1)
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