Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Die Alligators machen zu wenig Druck

Die Alligators verlieren das Frankenderby gegen Selb mit 1:3, auch, weil sie die Überzahl-Situationen nicht nutzen.
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Martin Ekrt, Trainer der Höchstadt Alligators, forderte vor dem Frankenderby von seinem Team, präsenter vor dem gegnerischen Tor zu sein. Gegen Selb klappte das zwar phasenweise, trotzdem verloren die Alligators mit 1:3. Foto: Christian Fölsner
Martin Ekrt, Trainer der Höchstadt Alligators, forderte vor dem Frankenderby von seinem Team, präsenter vor dem gegnerischen Tor zu sein. Gegen Selb klappte das zwar phasenweise, trotzdem verloren die Alligators mit 1:3. Foto: Christian Fölsner

"Wir müssen bereit sein, ein tolles Spiel zu liefern", hatte HEC-Trainer Martin Ekrt vor dem Spiel gegen Selb gesagt. Auch forderte er von seinem Team, präsenter vor des Gegners Tor zu sein. Das gelang den Höchstadtern zwar phasenweise, an der 1:3-Niederlage änderte es jedoch nichts.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - Selber Wölfe 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)

Die 988 Zuschauer sahen ein rassiges Frankenderby: Es ging zwischen beiden Vereinen ziemlich zur Sache, nicht nur auf sportlicher Ebene. Bereits nach 30 Sekunden setzte Oleg Seibel den ersten Schuss auf Selbs Goalie Niklas Deske ab. Michal Petrak legte sogar eins drauf und traf nach Vorlage von Ales Kreuzer und Seibel zum 1:0 für die Alligators (3.). Nachdem Höchstadts Vitalij Aab wegen Behinderung auf die Strafbank musste, gingen die Wölfe hart ins Spiel. Doch der HEC überstand die Unterzahl schadlos. Danach wurde es hitzig. Eine Strafzeit jagte die andere - auf beiden Seiten. In der zehnten Minute waren die Selber nur noch zu dritt gegen fünf Höchstadter. Doch das Überzahlspiel konnten die Hausherren nicht nutzen. Die Gäste blieben im ersten Drittel vor dem Tor ungefährlich und so ging es mit einem knappen Vorsprung in die Drittelpause.

Spieß umgedreht

Im zweiten Drittel waren es die Gäste, die nach 30 Sekunden aufs Tor schossen - doch im Gegensatz zu den Alligators trafen sie. Landon Gare erzielte das 1:1 auf Vorarbeit von Ian David McDonald. Die Hausherren gaben sich aber nicht auf: Ondrej Nedved versuchte es allein und umkurvte das Tor von Deske, der passte aber auf (25.). Petrak (27.) nutzte seine Möglichkeit genauso wenig wie Martin Vojcak, der einen Hauch zu spät abzog und nur das Außennetz traf (29.). In doppelter Überzahl für die Alligators parierte Deske einen Schuss von Kreuzer (31.). Selb befreite sich, der HEC setzte neu an, doch auch Aab scheiterte an Deske. Kurz vor der Pause erhöhte Selb durch Florian Ondruschkas Treffer auf 2:1, Petrak erhielt mit der Sirene zwei Minuten wegen Spielverzögerung.

Diese Unterzahl überstand der HEC im letzten Drittel aber schadlos. In der Folgezeit gehörte das Spiel den Selber Wölfen, die Philipp Schnierstein im Tor ziemlich beschäftigten. In der 49. Minute sahen die Zuschauer einen Höchstadter Angriff, den die Alligators aber nicht zu Ende brachten. Einen Schuss von Kreuzer fing Deske ab (50.). Lange waren sie mit den Angriffen der Selber beschäftigt, nun greifen die Höchstadter wieder an. Doch ausgerechnet in der Drang-Zeit musste Kreuzer für zwei Minuten auf die Strafbank (55.). Doch Selbs McDonald gesellte sich nach wenigen Sekunden zu ihm, sodass vier gegen vier auf dem Eis standen. In der letzten Minute nahm Trainer Ekrt seinen Goalie vom Eis, das allerdings brachte genau das Gegenteil: Gare traf 16 Sekunden vor dem Ende zum 3:1.

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