Eishockey

Die Alligators liefern sich einen großartigen Kampf gegen Regensburg

Gegen den Tabellenführer der Oberliga-Meisterrunde verpassten die Höchstadt Alligators zwar das Wunder, zeigten sich aber als Einheit.
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War gegen Regensburg einer der auffälligeren Spieler: Ondrej Nedved. Foto: Picturedreams
War gegen Regensburg einer der auffälligeren Spieler: Ondrej Nedved. Foto: Picturedreams

Vier Tage nach der Trainerentlassung von Martin Ekrt setzten die Alligators ein Zeichen gegen den Tabellenführer der Oberliga-Meisterrunde, die Eisbären Regensburg. Höchstadt verlor zwar mit 5:7, die Mannschaft zeigte aber einen großartigen Kampf. Die Fans honorierten das mit minutenlangem Applaus nach dem Schlusspfiff.

Oberliga, Meisterrunde

Höchstadter EC - Eisbären Regensburg 5:7 (2:1, 3:4, 0:2)

"Auf geht's, HEC! Auf geht's, HEC! Auf geht's, HEC", schallte es von Anfang an durch die Halle. Die Höchstadter Eishockey-Fans setzten ein Zeichen. Für den Zusammenhalt. Für die Mannschaft, die wie entfesselt aufspielte. Erst glich Vitalij Aab (3.) den Führungstreffer der Regensburger (1.) aus, dann schoss Ondrej Nedved das 2:1 (16.). Gegen den Tabellenführer. In Unterzahl. Vor einer fantastischen Kulisse.

Die Regensburger kamen bissig aus der Pause und glichen nach 12 Sekunden aus, nach eineinhalb Minuten stand es 2:3 (22.). Zu einfach ließ sich die Höchstadter Defensive ausspielen, die Eisbären kamen zu leicht zum Abschluss. Dann trauten sich die Höchstadter wieder etwas: Nedved spielte den Puck hinter dem eigenen Tor auf Thilo Grau, der war gedanklich schneller als die Eisbären und scheiterte erst an deren Goalie (29.). In doppelter Überzahl gelang den Alligators schließlich der Ausgleich durch Nedved (32.). Der HEC war wieder da - und kassierte in Überzahl das 3:4 durch Nikola Gajovsky (33.). Das spornte die Fans an, sie schrien den Puck quasi ins Netz zum erneuten Ausgleich. Auf Zuspiel von Jari Neugebauer und Nedved erzielte Michal Petrak das 4:4 (35.). Und nicht nur das, der HEC ging erneut in Führung. Diesmal bereiteten Neugebauer und Jiri Mikesz den Treffer von Richard Stütz vor (36.). Die hielt allerdings nicht lange, die Regensburger glichen erneut aus. Mit 5:5 ging es in die Drittelpause.

Wieder kamen die Gäste bissiger aus der Pause und Gajovsky traf zum 5:6 (41.). Das Spielgeschehen verlagerte sich bis zur 50. Minute zunehmend in die Höchstadter Gefahrenzone. Trotzdem ertönten weiterhin die Trommeln der Höchstadter Fans. "Höchstadt! ... Höchstadt! ... Höchstadt! ... Fipsi! ... Fipsi! ... Fipsi", skandierten die Fans. Philipp Schnierstein, der mit "Fipsi" gemeint war, vereitelte eine Regensburger Chance nach der anderen. Erst in den letzten zehn Minuten wurden die Alligators wieder gefährlich, zwangen den Tabellenführer zwei Minuten vor dem Ende sogar zu einer Auszeit. Der abschließende Treffer der Regensburger trübte die Stimmung nicht: Gegen den Tabellenführer war es nicht um die Punkte gegangen. Sondern um ein Zeichen. Das hatten alle in der Halle gesetzt. Auf geht's, HEC!



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