Eishockey

Die Alligators haben jetzt zwei Matchbälle

Der Höchstadter EC behält in Erding zum zweiten Mal die Oberhand und führt in der Best-of-seven-Serie des Play-off-Viertelfinales nun mit 3:1.
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Michal Petrak behielt im Penaltyschießen die Übersicht und bescherte dem Höchstadter EC mit seinem Treffer den Sieg. Foto: Picturedreams
Michal Petrak behielt im Penaltyschießen die Übersicht und bescherte dem Höchstadter EC mit seinem Treffer den Sieg. Foto: Picturedreams
Jetzt steht die Tür zur Eishockey-Oberliga weit offen. Nach dem deutlichen 6:2 vom Freitag triumphierte der Höchstadter EC ohne Spielertrainer Daniel Jun, der eine Spieldauerstrafe absitzen musste, nach Penaltyschießen auch in Erding und führt im Play-off-Viertelfinale (Best of seven) mit 3:1. Ein Sieg fehlt jetzt noch, um das Saisonziel - den Traum vom Aufstieg - zu verwirklichen.


TSV Erding - Höchstadter EC  n. P. 4:5

Die Hausherren starteten mit viel Tempo in die Partie, gewillt, die Scharte von Freitag auszuwetzen. Doch der HEC hielt dagegen und kam ebenfalls zu Möglichkeiten. Nickligkeiten, Handgemenge und Strafzeiten brachten den Spielfluss hier und da jedoch zum Erliegen. Die Alligators wussten eine doppelte Überzahl nicht zu nutzen, auf der anderen Seite zogen sie kurz hintereinander zwei Strafen. Im Powerplay traf Deubler durch die Schoner von Goalie Philipp Schnierstein zum 1:0 (15.).

Die Aischgründer suchten nach einer Antwort, die sie jedoch erst im zweiten Drittel fanden: Ondrej Nedveds Versuch von der blauen Linie schlug im Powerplay zum 1:1 ein (26.). Die Alligators setzten nun nach: Auf Pass von Michal Petrak hielt Ales Kreuzer bei Überzahl drauf, der Puck prallte an den Helm von Jiri Mikesz und von dort zum 1:2 ins Tor (28.). Keine drei Minuten später legte Vitalij Aab auf Petrak ab - und es stand 1:3 (31.). Erding war jedoch nicht geschockt: Nachdem der TSV kurz zuvor noch am Pfosten gescheitert war, zielte Michl im Gegenzug genauer und traf zum 2:3. Wenig später verhinderte Marc Roth mit viel Einsatz den Ausgleich, ansonsten ließ die HEC-Verteidigung, die seit einem Bandencheck in der 10. Minute ohne den danach verletzten Max Cejka auskommen musste, wenig zu. Weil in der Offensive aber die zündende Idee fehlte, blieb es zur Drittelpause bei der knappen Gästeführung.

Das gliche Bild sahen die Zuschauer auch im Schlussabschnitt - bis zur 47. Minute. Bei Höchstadter Powerplay versuchte es Kreuzer wieder aus der Distanz, Martin Vojcak hielt den Schläger rein und fälschte erfolgreich zum 2:4 ab. Doch der Drops war noch nicht gelutscht: Bei doppelter Unterzahl reagierte Schnierstein zweimal famos, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Der fiel aber trotzdem: Michl traf aus dem Gewühl heraus (54.). Erding warf jetzt alles nach vorn, tauschte den Torhüter gegen einen weiteren Feldspieler und wurde 70 Sekunden vor Schluss belohnt, als Krzizok die Überzahl zum 4:4 nutzte.

In der anschließenden Verlängerung zog der TSV ein weiteres Powerplay auf, doch Schnierstein hielt seinen Kasten sauber und wurde im Penaltyschießen zu Helden: Er parierte die drei Erdinger Versuche, während auf Seiten des HEC Petrak die Nerven behielt und traf.


Die Statistik zum Spiel

TSV Erding - Höchstadter EC  n. P. 4:5 (1:0, 1:3, 2:1)

TSV Erding: Tor: Steinmann, Gerlspeck; Verteidigung: Wagner, Lorenz Wallek, Schwarz, Jeske, Mitternacht, Bernhardt; Angriff: Zimmermann, Pfeiffer, Krzizok, Borrmann, Krämmer, Spindler, Poetzel, Michl, Deubler

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Metz; Verteidigung: Nedved/Roth, Wiedl/Babinsky, Cejka/Vojcak, Ribarik; Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, A. Lenk/Mikesz/Kreuzer, Seibel/Tratz/Grau, Revaj

SR: Christoph Ober, Markku Lindholm, Stefan Velkoski
Zuschauer: 975

Tore: 1:0 Marco Deubler (15.), 1:1 Ondrej Nedved (26.), 1:2 Jiri Mikesz (28.), 1:3 Michal Petrak (31.), 2:3 Philipp Michl (31.), 2:4 Martin Vojcak (47.), 3:4 Philipp Michl (54.), 4:4 Krzizok (59.)
Strafminuten: 16 / 16 + 10 (L. (Lenk)
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