Niederlindach
Handball

Dezimierter HSG gehen beim Titelkandidaten die Kräfte aus

Die HSG Erlangen/Niederlindach verliert gegen das Spitzenteam SG Auerbach/Pegnitz mit 20:25.
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Lukas Stübinger war mit acht Treffern bester Schütze der HSG. Belohnen konnte sich der Gast für seine gute Leistung aber nicht. Foto: HSG
Lukas Stübinger war mit acht Treffern bester Schütze der HSG. Belohnen konnte sich der Gast für seine gute Leistung aber nicht. Foto: HSG

Für die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach lag die Überraschung lange Zeit im Bereich des Möglichen. Am Ende spielte der gastgebende Aufstiegsaspirant Auerbach/Pegnitz aber seine Klasse aus.

Bezirksoberliga Ostbayern

SG Auerbach/Pegnitz - HSG Erl./Niederlindach 25:20

Nach der Punkteteilung im ersten Heimspiel der Saison wartete in der gut gefüllten Auerbacher Helmut-Ott-Halle eine schwierige Aufgabe auf die HSG. Die Personalsorgen von Cheftrainer Klaus Watzinger wurden vor dem Duell mit dem früheren Drittligisten nicht kleiner: Mittelmann Dennis Gilg laboriert an Kniebeschwerden, Rückraumspieler Marco Loncar kämpft mit einer Knöchelverletzung. Rechtsaußen Kevin Gumbert ging seinen Verpflichtungen als Damentrainer nach, Linksaußen Tobias Wilferth nahm krankheitsbedingt nur als Betreuer auf der Bank Platz. Zudem konnten Maximilian Willert und Josef Stübinger die Reise in die Oberpfalz aus privaten Gründen nicht antreten. Dafür rückte erneut Rainer Rowold als in den Kader und mit Stefan Rühl, der normalerweise in der HSG-Reserve aufläuft, saß ein erfahrener Akteur auf der Bank. Immerhin hatte Hannes Binder seine Erkältung rechtzeitig auskuriert.

Die ersten fünf Minuten gehörten den Gastgebern: Die HSG fand weder offensiv noch defensiv in ihr System und benötigte einige Gegentore als Wachmacher. Nach dem 3:1 für Auerbach steigerte sich die Verteidigung der Gäste aber, im Angriff hielten Max Erhardt und Lukas Stübinger die HSG im Spiel. Es folgte die wohl stärkste Spielphase der Niederlindacher. In einem offenen Schlagabtausch boten die Gäste den favorisierten Hausherren ordentlich Paroli und blieben an Auerbach dran. Robin Schmieding überzeugte auf der linken Außenbahn, Lukas Hückel im Tor zeichnete sich mehrfach aus. Zur Pause stand ein verdientes 12:12 zu Buche.

Mit zwei schnellen Treffern zogen die Gastgeber im zweiten Abschnitt auf 14:12 davon. Die HSG Niederlindach wirkte fahrig in der Defense, im Angriff fehlte die Kreativität. Zwar glich Binder mit seinem ersten HSG-Tor nochmals aus, die eingeschränkten Wechselmöglichkeiten waren den Mittelfranken aber immer stärker anzumerken. Die Rote Karte gegen Björn Hauer (48.) dünnte den dezimierten Kader weiter aus. Bis zur 53. Minuten hielt die HSG durch eine starke, geschlossene Teamleistung den Rückstand mit zwei Toren relativ gering, doch in den letzten fünf Minuten verließen die Mannschaft ihre Kräfte. Die SG Auerbach blieb ihrem Spielstil treu, baute immer mehr Druck auf und gewann letztlich souverän mit 25:20.

In einem hochklassigen BOL-Spiel hielten die Watzinger-Schützlinge gut mit, ehe durch die fehlenden Wechselmöglichkeiten die Körner aufgebraucht waren. Den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft stellte das Team aber ebenso wie eine Menge Moral unter Beweis.

Am Samstag (20 Uhr) geht es für den Tabellenfünften mit einem Heimspiel weiter. Zu Gast in der Emmy-Noether-Halle ist die SG Regensburg II, die den dritten Tabellenplatz belegt.

HSG: Hückel, Käppner - Binder (1), Brunner (1), Erhardt (3), Hauer (1), Laubmann (1), Rowold (n.e.), Rühl (1), Sackmann, Schmieding (4/1), Stübinger (8/1)

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