Herzogenaurach
Handball

Dezimierte TS Herzogenaurach erkämpft Unentschieden

Die TS Herzogenaurach holt im Auswärtsspiel gegen die TSG Ketsch II ihren vierten Saisonpunkt.
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Laura Brockschmidt lieferte in Ketsch eine herausragende Partie ab. Foto: Sportfoto Zink
Laura Brockschmidt lieferte in Ketsch eine herausragende Partie ab. Foto: Sportfoto Zink

Die Drittliga-Handballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach haben sich nach einem Rückstand in der ersten Halbzeit zurückgekämpft und bei der TSG Ketsch II ein 25:25-Unentschieden errungen. Mit nur zwei Feldspielerinnen auf der Auswechselbank zeigten die Herzogenauracherinnen ein starkes Spiel und fuhren einen weiteren wichtigen Punkt für den Klassenerhalt ein.

3. Liga Ost

TSG Ketsch II - TS Herzogenaurach 25:25

Trainer Andreas Ottlo und seine Mannschaft konzentrierten sich in der Trainingswoche trotz der Unruhen um den zurückgetretenen Cheftrainer Hans-Jürgen Kästl auf das Sportliche. Allerdings setzten sie zunächst nicht alles um, was sie sich für das Auswärtsspiel in Ketsch vorgenommen hatten: Schon nach sechs Minuten lag die Turnerschaft mit 1:5 gegen das Juniorteam des Erstligisten zurück. Bis Mitte der ersten Hälfte stellten sie zwar dem druckvollen Badener Positionsangriff eine starke Abwehr entgegen, doch es fehlte den Herzogenauracherinnen in der Offensive an Durchschlagskraft und Genauigkeit bei den Torabschlüssen. Die Ketscher Damen spielten ihren Tempohandball aus und erzielten mit Abschlüssen aus der ersten und zweiten Welle einfache Tore. Beim Stand von 9:4 bat Ottlo sein Team zur Bank.

Nach einem 5:1-Lauf erzielten die Herzogenauracherinnen in der 19. Minute durch Rechtsaußen Saskia Probst den Anschlusstreffer zum 10:9. Von da an gestaltete die Turnerschaft das Spiel ausgeglichen. Zwar hielt die TSG die Fränkinnen immer mit ein oder zwei Toren auf Abstand, doch Herzogenaurach steckte nie auf und belohnte sich nach 29 Minuten mit dem Ausgleichstreffer zum 14:14 durch Laura Brockschmidt. Die Rückraumspielerin, die aufgrund des dünnen Kaders 60 Minuten auf dem Spielfeld gefordert war, zeigte eine starke Leistung: Sie trug nicht nur neun Treffer bei, auch in der Abwehr stellte sie mit Kristin Lang einen überragenden Innenblock. Trainer Andreas Ottlo war nach dem Spiel stolz auf die Leistung seiner Mannschaft: "Ich ziehe den Hut. Was jede Spielerin heute geleistet hat, verdient großen Respekt."

Nach dem Halbzeitstand von 15:14 starteten die Fränkinnen frisch in die zweite Hälfte. Mit drei Treffern in Folge übernahmen sie erstmals die Führung, die von nun an immer wieder wechselte. Zunächst war das Momentum auf Seiten der Turnerschaft, die zehn Minuten vor Schluss mit 22:21 führte. Ketsch zog nach und warf sich fünf Minuten vor Abpfiff wieder in Front, konnte den Abstand jedoch auch nicht mehr erhöhen. Herzogenaurach glich 40 Sekunden vor Abpfiff zum letzten Mal aus - gleichzeitig auch das letzte Tor der Partie. Torhüterin Milena Deppisch, die gemeinsam mit ihrer Partnerin Juliane Gerling erneut eine starke Leistung zeigte, entschärfte den letzten Freiwurf der Ketscher Bären.

TSH: Deppisch, Gerling - Quetsch, Hopp (4), Brockschmidt (9), Probst (6/3), Schneidereit, Lang (2), Theobald (4), Neumann

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