LKR Erlangen-Höchstadt
Eishockey

Deutlicher Derbysieg

Die Alligators schlagen in der Bayernliga den EHC Nürnberg mit 8:0. Stephan Hiendlmeyer stand nach seiner Verletzung das erste Mal in dieser Saison auf dem Eis.
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Andre Lenk (links), der sich diesmal nicht in die Torschützenliste eintragen durfte, setzt sich gegen einen Nürnberger durch. Foto: Picturedreams
Andre Lenk (links), der sich diesmal nicht in die Torschützenliste eintragen durfte, setzt sich gegen einen Nürnberger durch. Foto: Picturedreams
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Souverän löste der Höchstadter EC die Derby-Aufgabe gegen den EHC 80 Nürnberg. Zu keiner Minute ließen die Alligators Zweifel aufkommen, dass sie das Eis als Sieger verlassen werden. Lediglich die Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe gegen Spielertrainer Daniel Jun kurz vor Schluss ist ein kleiner Wermutstropfen auf einen ansonsten tollen Sieg.
Vom ersten Bully weg wollten die Alligators vor 500 Zuschauern zeigen, wer beim Derby der Herr im Haus ist. Der HEC machte viel Alarm und zwang die Nürnberger gleich in die erste Strafzeit, die jedoch torlos vorüberging. Danach war es weiter Einbahnstraßen-Eishockey vom Feinsten, was Höchstadt bot. Folgerichtig fiel auch das 1:0. Thilo Grau spielte einen Pass von hinterm Tor auf Daniel Sikorski, der zum 1:0 einnetzte (8.). Im Anschluss wollte Nürnberg mitspielen, was jedoch nur zu noch mehr Dominanz der Hausherren führte. Ein sehenswerter Angriff über Grau und Spielertrainer Daniel Jun landete bei Ryan Cornforth, der auf 2:0 erhöhte (14.). Auch die Alligators mussten danach eine Strafzeit überstehen, taten dies erfolgreich und kamen noch vor der Drittelpause zum 3:0, als Jun die Verwirrung in der Nürnberger Abwehr ausnutzte und den Puck in den Winkel lupfte (19.).
Im zweiten Drittel legte die zweite Reihe des HEC los wie die Feuerwehr. Es war noch keine Minute gespielt, da traf der Ex-Nürnberger Markus Babinsky zum 4:0. Die Vorlage gab Stephan Hiendlmeyer, der nach Verletzung sein erstes Saisonspiel für die Alligators machte. Kurz darauf hatte Christian Eyrich Glück, dass ein Bandencheck von ihm nicht von den Referees geahndet wurde. Dagegen lief der Konter über Cornforth und Hiendlmeyer, den Petr Gulda unhaltbar abschloss (23.). Fünf Minuten später war es erneut Gulda, der diesmal in Überzahl das 6:0 auf Pass von Jun erzielte. Kurz vor der Drittelpause kam etwas Derby-Atmosphäre in diesem ungleichen Duell auf, als Daniel Goblisch und Patrick Hörl aneinandergerieten. Auch Sascha Petrojannis mischte sich ein. Die Folge waren 2+2-Minuten für Goblirsch und Hörl sowie zwei Minuten für Petrojannis.
Auch im letzten Drittel ließen die Alligators nicht nach Durch tolle Abwehrarbeit eröffneten sich immer wieder Chancen. So hätte sich Rückkehrer Hiendlmeyer beinahe noch in die Torschützenliste eingetragen, doch er scheiterte frei vor dem Nürnberger Keeper. Es dauerte bis zur 51. Minute, ehe es wieder etwas Zählbares gab. Andre Lenk setzte sich an der Bande gut durch und passte auf Jun, der aus dem Slot zu 7:0 vollendete. Fünf Minuten vor Spielende setzte sich Verteidiger Richard Stütz gut durch, ließ für Jun liegen und sperrte seinem Chef den Weg frei. Dieser bedankte sich mit dem 8:0-Endstand.
Da die Schiedsrichter viele Chekcs laufen ließen, wurde die Partie zum Ende hin vor allem von Nürnberger Seite her immer ruppiger. Dies ließ sich kurz vor Schluss Spielertrainer Jun nicht mehr gefallen und wehrte sich, was in einer Schlägerei mit Dominik Härtlein gipfelte. Hier kannten die Referees dann allerindgs keine Gnade mehr und verhängten gegen beide eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe. kem/mst
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