Tischtennis

Der TTC Höchstadt ist deutscher Vizemeister

Nach den Siegen bei der mittelfränkischen und bayerischen Meisterschaft hat sich der TTC auf nationaler Ebene die Silbermedaille geholt.
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Die deutschen Vizemeister vom TTC Höchstadt (v. li.) Christian Friedrich, Stefan Müller, Tobias Leithold und Wolfgang Klaus Foto: privat
Die deutschen Vizemeister vom TTC Höchstadt (v. li.) Christian Friedrich, Stefan Müller, Tobias Leithold und Wolfgang Klaus Foto: privat
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Pünktlich zu den Spielen außerhalb des Ligabetriebs ist Harald Flutschka krank oder verletzt. Diesmal plagte den Kapitän der Höchstadter Tischtennis-Männer eine Sehnenscheidenentzündung im Schienbein. Diese hielt den 50-Jährigen aber nicht davon ab, seine Teamkollegen zur deutschen Meisterschaft nach Baiersbronn im Nordschwarzwald zu begleiten, wo Tobias Leithold, Christian Friedrich, Wolfgang Klaus und Stefan Müller unter 20 Mannschaften auf Kreisliga-Ebene die Silbermedaille gewannen.


600 Spieler in sechs Hallen

Parallel fanden Wettbewerbe für Bezirksliga-Vereine sowie für Teams der Landes- und Verbandsligen statt - jeweils für beide Geschlechter. "Es waren 600 Teilnehmer am Start. Gespielt wurde in zwei Dreifach-Turnhallen, die vier Kilometer voneinander entfernt waren", berichtet Flutschka. Ein Katzensprung verglichen mit der Anfahrt, die die Höchstadter an den vier Tagen von ihrer Ferienwohnung aus zu bewältigen hatten. "Laut Internet sind es zwölf Kilometer Luftlinie. Tatsächlich waren es aber 38 Kilometer über Serpentinen, so dass einigen von uns schlecht wurde", erzählt der Sassanfahrter.

An der Platte merkte man den TTClern den umgewühlten Magen nicht an. In den Gruppenspielen gegen den PSV Kassel (Hessen), den Post-TSV Halle (Sachsen-Anhalt) und den Escheburger SV (Schleswig-Holstein, alle 4:1) sowie gegen die SG Geltow (Brandenburg, 4:2) ließen die Mittelfranken nichts anbrennen. Dass die Konkurrenten überhaupt punkteten, lag vor allem daran, dass die Höchstadter mit ihrer Doppelbesetzung experimentierten und in dieser Kategorie "nur" eine 50-Prozent-Quote aufwiesen. Gespielt wurde im Modus "best-of-seven". Drei Einzeln folgte das Doppel, anschließend fanden - je nach Bedarf - drei weitere Einzel statt.

Im Viertelfinale schaltete der TTC den SC Polonia Hannover aus Niedersachsen aus. Der einzige Punktverlust resultierte aus der 1:3-Niederlage von Friedrich/Müller. Als das Höchstadter Duo gefordert war, lieferte es aber. In der Vorschlussrunde trug das Duo Leithold und Friedrich nach 1:2-Punktrückstand einen Zähler zum 4:2 gegen die Lokalmatadoren aus St. Ilgen bei. "Wir haben taktisch klug aufgestellt: Deren Nummer 1 hatte mit dem Noppenbelag von Tobias Probleme", sagt Flutschka.

Im Endspiel trafen nicht nur die beiden stärksten Mannschaften aufeinander, sondern auch die mit der größten Fan-Schar im Rücken. "Charlottenburg hatte etwa 60 Leute dabei. Bei uns waren es etwa 25", erzählt Flutschka. Dieses Kräfteverhältnis schlug sich aufs Ergebnis nieder: Der Meister der 1. Kreisliga Erlangen unterlag den mit drei ehemaligen Zweitliga-Akteuren angetretenen Berlinern mit 0:4, wobei sich Höchstadt drei Mal erst im Entscheidungssatz beugen musste. "Dafür, dass unser Ziel lediglich die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft war, ist der zweite Platz ein Riesenerfolg", bilanziert der 50-Jährige, der auch die Organisation und die Stimmung unter den konkurrierenden Teams lobt.


Erlangen hat zwei Mal Pech

Der TV 48 Erlangen wirkte bei den 20 stärksten Männerteams mit. In seiner Vorrundengruppe gelang dem Nord-Bayernligisten aber nur ein Sieg gegen den ESV Lokomotive Zwickau aus Sachsen (4:1). Gegen den TTC Heppenheim (Hessen) und den TTV Auggen (Baden-Württemberg) zogen die Erlanger mit 3:4 den Kürzeren. Zusammen mit dem 0:4 gegen den TTC Kirn (Rheinland-Pfalz) verpasste der TV die K.o.-Phase.
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