In der Fußball-Bezirksliga Mittelfranken Nord gab es am Wochenende ein Reihe von Überraschungen. So verlor der Spitzenreiter ASV Pegnitz zuhause gegen die SG Nürnberg-Fürth und der Tabellenzweite TV 48 Erlangen musste sich in Hüttenbach geschlagen geben. Auf den vierten Platz vorgerückt ist der ATSV Erlangen durch den Sieg im Verfolgerduell in Veitsbronn/Siegelsdorf. Die SpVgg Heßdorf festigte durch den 6:0-Kantersieg den Mittelfeldplatz und kann sich nun wieder nach vorne orientieren, denn der der Abstand zu den Gefahrenplätzen konnte auf zehn Punkte vergrößert werden. Mit dem zweiten Sieg in Folge konnte der TSV Röttenbach die rote Laterne abgeben hat aber immer noch acht Punkte Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz, denn neben Hüttenbach konnte auch der ASV Fürth optimal punkten. Zurückgefallen ist der SC Rupprechtstegen, der nach der 0:3 Niederlage in Fürth langsam aufpassen muss, um nicht doch noch in Abstiegsgefahr zu geraten. Die Partie Tennenlohe gegen Stein fiel aus.

TSV Röttenbach - Post SV Nürnberg 3:1


In einem fairen und ausgeglichenen Spiel feierte der TSV Röttenbach auf Grund einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen verdienten Sieg. Die erste Torchance spielte vor 180 Zuschauern jedoch in der 8. Minute Paulus vom Post SV Nürnberg heraus. Doch der Röttenbacher Keeper Schauer war auf dem Posten. In der Folge übernahmen die Hausherren aber mehr und mehr das Kommando und in der 27. Minute brachte Bauer den Ball nach einer Flanke von Kovacic zum 1:0 im generischen Tor unter. Das bedeutete gleichzeitig den Halbzeitstand. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSV spielbestimmend.
Und zehn Minuten nach Wiederanpfiff stand erneut Bauer goldrichtig und erhöhte - diesmal nach Vorarbeit von Göhr - auf 2:0. In der 65. Minute war es wieder Bauer, der alleine vor dem Tor des Post SV Nürnberg auftauchte. Diesmal bracht er den Ball jedoch nicht im Gehäuse unter, was den Gästen Auftrieb gab. Plötzlich drückten die Nürnberger entschlossen in die Hälfte des TSV und Borndörfer besorgte den Anschlusstreffer (79.). Die nun hektische Schlussphase war von vielen Verletzungspausen geprägt und so packte der Schiedsrichter fünf Extraminuten drauf. Doch die Gäste fanden kein Rezept mehr, die Röttenbacher Defensive zu überwinden. Im Gegenteil: Keles machte mit seinem Treffer zum 3:1 in der 94. Minute den Sack endgültig zu.

SpVgg Heßdorf - Bayern Kickers Nürnberg 6:0


In den Anfangsminuten überrannten die Heßdorfer ihren Gegner förmlich. Es waren gerade zehn Minuten gespielt, da führte die SpVgg schon mit 3:0. Leist wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Marxer zum 1:0 (1.). Kaum dass sich die Kickers von diesem Schock erholt hatten, schickte Marxer Adler auf die Reise und dessen Flanke verwandelte Leist sicher (4.). Sechs Minuten später erhöhte Vogel nach Pass von Marxer mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern auf 3:0. Auch danach kannte das Spiel nur eine Richtung, doch die Heßdorfer versäumten es, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Aber in der 24. Minute war es wieder soweit: Waldemar Adler schloss ein schönes Solo mit dem 4:0 ab.
In der zweiten Halbzeit schaltete die SpVgg Heßdorf einen Gang zurück und so kamen die Kickers etwas besser ins Spiel und hatten in den Anfangsminuten zwei gute Torchancen. Doch Keeper Heinlein war auf dem Posten. Ab der 60. Minute nahmen dann die Heßdorfer das Heft wieder in die Hand und kamen auch zu Torchancen. Sebastian Bräunig wurde aber im Strafraum gefoult und den fälligen Elfmeter verwandelte erneut Stefan Marxer. Mit einem schönen Spielzug überwanden die Hausherren dann die gesamte Nürnberger Hintermannschaft einschließlich Torwart Bidner und Mario Linsenmeyer schob den Ball zum 6:0-Endstand ins leere Tor.