So unterschiedlich können angestrebtes und erreichtes Ziel voneinander entfernt sein. Sowohl der TSV Lonnerstadt als auch der SV Sambach hatten vor der Mini-WM in Bamberg das Viertelfinale als Ziel ausgegeben. Doch während die einen nur ein einziges Tor erzielten und nach der Vorrunde die Heimreise antreten mussten, fingen sich die anderen überhaupt nur ein Gegentor ein. Und das auch erst im Endspiel, das 2:1 gewonnen wurde.
"Bei uns hat es heute fußballerisch überhaupt nicht gestimmt", gab Lonnerstadts Trainer Pascal Leisner etwas geknickt zu. Seine ambitionierten Jungs, die als Argentinien ins Rennen gingen, brachten nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Bosnien (1. FC Kirchleus) nichts Zählbares mehr zustande. Woran das lag, vermochte der Trainer nicht auszumachen.
Vielleicht übten die zur Abkühlung bereit gestellten Planschbecken zu viel Anziehungskraft aus, als dass sich die Lonnerstadter Jungs noch auf das Wesentliche hätten konzentrieren können.
In der Pause vor dem letzten Gruppenspiel blieb jedenfalls keines der blau-weiß gestreiften Leibchen trocken. Viel zu sehr waren die Jungs damit beschäftigt, sich gegenseitig in die Mini-Pools zu schubsen, durch den Strahl der Wasserschleuche zu rennen oder sich mit zu Wasserbomben umfunktionierten FT-Luftballons zu duellieren. Wer wollte es ihnen angesichts der brütenden Hitze verdenken?
"Dafür hatten wir die schönsten Trikots", gewann Betreuer Volkmar Raber der Sache noch etwas Positives ab. Außerdem nutzte der TSV-Tross die durch das frühe Ausscheiden gewonnene Freizeit, um noch einen Abstecher ins Freibad und in den Voggendorfer Biergarten zu machen.
Auch für das junge Team des SV Wachenroth ging das Turnier früh zu Ende. Stefan Schernich hatte seine Mannschaft - genau wie das Patenland Honduras bei der echten WM - von vornherein als Außenseiter gesehen. Und über diese Rolle kamen die Jungs trotz viel Einsatzwillen nicht hinaus. Die Gegner waren einfach zu stark. Doch trotz ernüchternder Ergebnisse überwog die Freude, dabei gewesen zu sein.