Eishockey

Der Höchstadter EC ist bayerischer Meister

Mit einem souveränen Sieg im Duell mit dem direkten Verfolger aus Dorfen haben sich die Alligators Platz 1 in der Bayernliga gesichert.
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Das Rennen um Platz 1 in der Eishockey-Bayernliga ist seit gestern entschieden. Das Duell zwischen dem Höchstadter Michal Petrak (re.) und dem Dorfener Lukas Miculka (nicht auf dem Bild) um die meisten Scorerpunkte geht am Sonntag in die letzte Runde.
Das Rennen um Platz 1 in der Eishockey-Bayernliga ist seit gestern entschieden. Das Duell zwischen dem Höchstadter Michal Petrak (re.) und dem Dorfener Lukas Miculka (nicht auf dem Bild) um die meisten Scorerpunkte geht am Sonntag in die letzte Runde.
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In einem hochklassigen Bayernliga-"Finale" behielt der Höchstadter EC gegen den ESC Dorfen mit 5:2 die Oberhand und ist vorzeitig bayerischer Eishockey-Meister. Der Aufstieg in die Oberliga wird allerdings erst in der Verzahnungsrunde vergeben, die der HEC längst erreicht hatte. Das letzte Hauptrundenduell am kommenden Sonntag in Pegnitz ist somit bedeutungslos.


EA Schongau - Höchstadter EC 2:9

Am Freitag hatten sowohl der HEC als auch Dorfen die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass es am Sonntagabend zum alles entscheidenden Gipfeltreffen kam. Während der ESC bei Verfolger Landsberg nach Rückstand mit 6:4 die Oberhand behielt, hatten die Panzerechsen in Schongau eine deutlich leichtere Aufgabe, die sie souverän lösten. Mit krankheitsbedingt veränderten Reihen mussten sich die Alligators bei der Eislaufabteilung erst einmal sortieren, so dass die Anzeigentafel nach dem ersten Drittel 0:0 anzeigte - nicht zuletzt dank des konzentrierten Einsatzes von Torhüter Philipp Schnierstein.

Nach der Pause fingen sich die Höchstadter vor nur 150 Zuschauern. Knapp eineinhalb Minuten nach Anpfiff ließ Tomas Urban die mitgereisten Fans erstmals jubeln. Eine weitere Minute hämmerte Markus Babinsky den Puck von der blauen Linie Richtung Tor, Jiri Mikesz erhöhte aus dem Gewühl heraus. Schongau gab sich zwar noch nicht geschlagen, Weinfurtner verkürzte nach schöner Kombination, aber kurz vor Ende des Drittels lupfte Michal Petrak die Scheibe zum 1:3 am Torhüter der Hausherren vorbei.

Im letzten Abschnitt wurde es einseitig, Thilo Grau, Babinsky und Vitalij Aab trugen sich noch in die Torschützenliste ein. Die Gastgeber hielten selbst in doppelter Überzahl nicht mehr mit. Spielertrainer Daniel Jun, erneut Petrak und Max Cejka erhöhten und verpassten nur knapp ein zweistelliges Ergebnis, ehe die EA 43 Sekunden vor Ende Ergebniskosmetik betrieb.


Höchstadter EC - ESC Dorfen 5:2

Ohne Lukas Lenk (Schulterprellung) und den erkrankten Ales Kreuzer nahmen es die Gastgeber mit dem Team um Topscorer Lukas Miculka auf, der bei der Wahl des Internetportals Bayernhockey die meisten Stimmen für den Spieler des Monats Dezember erhielt. Beide Reihen starteten offensiv, die ersten zehn Minuten gingen aber ohne Tore und Zeitstrafen vorüber. Als der ESC zum ersten Mal in Unterzahl war, schlug Jun auf Zuspiel von Aab und Urban eiskalt zu. Das 2:0 gelang dem Coach im Fallen. Gut eine Minute vor Ablauf des ersten Drittels musste Schnierstein zum ersten Mal hinter sich greifen.

Trotzdem übernahmen die Alligators im zweiten Abschnitt wieder das Kommando, dem ESC fehlte bei den Abschlüssen die Genauigkeit. So lieferten sich die Kontrahenten einen offenen, aber fairen Schlagabtausch mit nur je einer Spielerstrafe. Auch wenn es im mittleren Durchgang keine Tore gab, war die Partie eines Spitzenduells und Endspiels um die bayerische Meisterschaft würdig. Die fast 1400 Zuschauer am Kieferndorfer Weg bekamen großartiges Eishockey zu sehen.
In den letzten 20 Minuten machte der HEC alles klar. Schon 41 Sekunden nach Bully erzielte Aab allein vor dem Gästetorwart Yeingst das 3:1. Tomas Urban erkannte eine Lücke und traf aus der Distanz zum 4:1. Zwar verkürzte Waidhausen auf 2:4, doch Jun machte knapp sechs Minuten vor Schluss alles klar.
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