Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Der Höchstadter EC hat einen Durchhänger

Zwei Tage nach dem deutlichen, aber erklärbaren 1:6 gegen den Tabellenführer werden die Alligators in Memmingen abgewatscht.
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Anders als im Hinspiel, als die Alligators um Ondrej Nedved (l.) mit 5:2 den ersten Heimsieg der Saison feierten, konnten sie dem Rückspiel in Memmingen nicht ihren Stempel aufdrücken. Foto: Archiv
Anders als im Hinspiel, als die Alligators um Ondrej Nedved (l.) mit 5:2 den ersten Heimsieg der Saison feierten, konnten sie dem Rückspiel in Memmingen nicht ihren Stempel aufdrücken. Foto: Archiv

Nach der 1:6-Pleite gegen den Tabellenführer aus Regensburg hatte Martin Ekrt, Trainer der Höchstadt Alligators, sein Team dafür kritisiert, die taktische Vorgaben, die in der gemeinsamen Videoanalyse erarbeitet worden war, nicht umgesetzt und den Gegner nach einem torlosen ersten Drittel so erst ins Spiel gebracht zu haben. Seine Wort scheinen nicht verfangen zu haben, denn zwei Tage später - beim ewig jungen Duell in Memmingen - kam der Oberliga-Aufsteiger auch nicht richtig in Tritt.

Oberliga Süd: ECDC Memmingen - Höchstadter EC 7:2 (2:1, 2:1, 3:0)

Früh musste HEC-Kapitän Martin Vojcak für einen Bandencheck auf die Strafbank - das folgende Powerplay nutzte Daniel Huhn prompt zum 1:0 (2.) . Mit der Führung und 1400 Fans im Rücken drückten die Memminger in der Folge mächtig aufs Tempo, schnürten die Gäste ein und erhöhten durch Dominik Piskor folgerichtig auf 2:0 (11.). Der HEC verzettelte sich in weiteren Strafen, Philipp Schnierstein im Tor verhinderte Schlimmeres. Kurz vor der Pause verkürzte Ales Kreuzer nach Vorarbeit von Max Cejka (17.) und das gab den Gästen Schwung für das zweite Drittel, in dem es ausgeglichen zuging.

Der HEC überstand vier Minuten Unterzahl und glich durch Florian Szwajda sowie der Mithilfe eines Memmingers aus (33.) Das Spiel war jetzt völlig offen, doch ein Doppelschlag durch Milan Pfalzer (39.) und Saku Salminen (20.) brachte die Mittelfranken erneut ins Hintertreffen. Zwei Wirkungstreffer von denen sich der HEC nicht mehr erholte.

Zwar erspielten sich die Alligators hier und da noch Möglichkeiten, doch die Durchschlagskraft ließ zu wünschen übrig. Ganz anders die effektiven Allgäuer, die mit einem weiteren Doppelschlag - diesmal durch Markus Lillich (50.) und Kapitän Daniel Huhn (52.) - für die Entscheidung sorgten. Damit war der Drops gelutscht. Höchstadt gab sich geschlagen und fing sich - bei abfallender Spannung - noch einen weiteren Treffer von Lillich ein (59.). Mehr Gegentore hat der HEC im bisherigen Saisonverlauf nicht kassiert.

Früher im Einsatz als geplant

Den deutlichen Niederlagen zum Trotz feiern die Höchstadter Fans die überraschende Rückkehr von HEC-Urgestein Daniel Sikorski, der nach 340 Tagen ohne Eishockey am Freitag sein 477. Pflichtspiel im Alligators-Trikot bestritt - früher als geplant, wie Trainer Martin Ekrt bei der anschließenden Pressekonferenz verriet: "Daniel hat jetzt zwei Wochen trainiert und eigentlich wollten wir noch drei Wochen warten, bis er aufläuft. Aber durch den Ausfall von Markus Babinsky musste er eben jetzt schon ran. Dass er nicht bei 100 Prozent sein würde, war klar. Aber Daniel wird sich steigern und wird uns mit seiner Routine vor allem im Überzahlspiel weiterhelfen können", zeigte sich der Coach überzeugt von der Verpflichtung des inzwischen 40-Jährigen, der nach seiner Auszeit wieder für Eishockey brennt.

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