Herzogenaurach
Extremsport

Der Fokus liegt heuer auf zwei 100-Kilometer-Läufen

Der Bad Lauterberger Marcel Höche zog aus beruflichen Gründen von Niedersachsen nach Herzogenaurach, und auch sportlich hält ihn mittlerweile einiges hier.
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Stadionrunden oder Straßenläufe sind nichts für Marcel Höche. Er tobt sich lieber im Wald oder auf unwegsamen Gelände aus. Fotos: privat
Stadionrunden oder Straßenläufe sind nichts für Marcel Höche. Er tobt sich lieber im Wald oder auf unwegsamen Gelände aus. Fotos: privat
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Vor rund drei Jahren machte der 22-Jährige sein Abitur in seiner Heimatstadt im Harz, die ähnlich groß ist wie Herzogenaurach, bevor er die Chance bekam, für Adidas dual zu studieren. War er in den Harzer Wäldern damals noch als ambitionierter Mountainbiker unterwegs, zwang ihn das Studium zum Umdenken: Durch das ständige Pendeln zwischen der Universität in Stuttgart und dem Adidas-Hauptsitz in Herzogenaurach hatte er das Fahrrad nicht mehr permanent zur Hand und verfiel nach und nach dem Lauffieber.


Schnell gelangen erste Erfolge

"Ich hatte kein Auto und bin mit dem Koffer rumgereist. Den Wettkampfsport wollte ich allerdings nicht aufgeben, sodass ich mir öfter und öfter die Laufschuhe schnürte", sagt Höche. Schnell wurde der Sportler besser und machte sich daran, den ersten Ultramarathon in seiner Altersklasse zu gewinnen.
Während ihn Wettkämpfe auf der Bahn oder Stadtläufe eher weniger interessierten, empfand er eher extremere Rennen als sehr reizvoll. Nach kurzer Zeit räumte Höche mit dem Team der TS Herzogenaurach im Extrem-Hindernislauf oder Extrem-Crosslauf ab, zu dem unter anderem "Getting Tough The Race" nahe Erfurt, "No Gutts No Glory" oder auch "Runterra" zählen. In Deutschland und Österreich gab es einige Podiumsplätze.
Um sich auf den Jahreshöhepunkt, einen 24-Stunden-Extrem-Crosslauf in Las Vegas, den "World's Toughest Mudder", vorzubereiten, startete er bei einem Zwölf-Stunden-Lauf, in dem er mit 112 absolvierten Kilometern eine Weltjahresbestleistung in seiner Altersklasse (U23) aufstellte. Daneben wurde Höche im Sechs-Stunden-Lauf mit 76,7 Kilometern deutscher Meister (U23). Außerdem rannte er pro Woche bis zu 200 Kilometer in und um Herzogenaurach, bis zu fünf Stunden am Tag. "Im Dohnwald kannte ich jeden Weg, jede Kurve, Stein und Ast auswendig", schmunzelt Höche. Der Aufwand machte sich bezahlt: In Amerika holte das Herzogenauracher Team Platz 2.


Höche läuft auch in Begleitung

Vor wenigen Wochen ergab sich eine weitere große Chance für den jungen Extremsportler: Ab nun ist er nicht nur Angestellter bei Adidas, sondern wird gleichzeitig auch sportlich von seinem Arbeitgeber unterstützt.
2016 stehen unter anderem 100-Kilometer-Läufe im Zugspitzgebiet und im nordvietnamesischen Regenwald auf dem Plan. Wer Interesse an diesem Extremsport bekommen hat, kann Marcel Höche bei dessen Trainingsläufen um Herzogenaurach begleiten.

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