Frimmersdorf
Fußball

Der FC Frimmersdorf hat wieder (k)ein Schwein gehabr

"Solche Schweine!", könnte man flapsig sagen, wenn man sieht, was eine Horde Wildschweine am Hauptplatz des FC Frimmersdorf angerichtet hat.
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Eine Spur der Verwüstung hinterließ eine Rotte Wildschweine auf dem Hauptplatz des FC Frimmersdorf. privat
Eine Spur der Verwüstung hinterließ eine Rotte Wildschweine auf dem Hauptplatz des FC Frimmersdorf. privat

Den FC Frimmersdorf trifft es derzeit knüppeldick. Erst zog sich Markus Winkelmann beim Gastspiel in Thüngfeld einen Schien- und Wadenbeinbruch zu, wenige Stunden später suchte eine Rotte Wildschweine das Sportgelände des Vereins aus der Fußball-A-Klasse Bamberg 3 heim.

"Wir werden versuchen, den Platz irgendwie herzurichten, so dass bald wieder Heimspiele stattfinden können", sagte Abteilungsleiter Günther Dorsch. unserem Partnerportal anpfiff.info. Für die kommende Partie am Sonntag gegen den SV Walsdorf II müsse der FC aber zum TSV Vestenbergsgreuth ausweichen, da auch der B-Platz nicht bespielbar sei - allerdings wegen der Trockenheit.

Das dann folgende Heimspiel ist erst für den 29. September angesetzt, bis dahin versucht der Verein, den Platz wieder in Schuss zu bringen. Für den FC ist der angerichtete Schaden umso ärgerlicher, weil der Platz erst in diesem Sommer kostenintensiv saniert wurde. 5000 Euro habe der Klub dafür in die Hand genommen. Und die Behebung der Schäden gehe wieder in die Tausende, vermutete Dorsch.

"Vielleicht verwächst sich der Schaden. Das ist aber eher unwahrscheinlich", erklärte der Abteilungsleiter, der mit 20 Helfern erste Notmaßnahmen ergriffen hat. Eine Firma für Rollrasen sei bereits vor Ort, um sich die Lage anzusehen. Damit sich die Tiere nicht erneut über das Waldstadion hermachen, stünden Jäger in der Nacht Gewehr bei Fuß.

"Seit der Vereinsgründung 1980 haben wir den Platz und noch nie hatten wir Schwierigkeiten dieser Art", sagt Dorsch über das Frimmersdorfer Waldstadion, aus dem die Schweine vorübergehend ein Wild-Stadion machten. "Wenn die Tiere wenigsten vor der Sanierung gekommen wären, dann wäre das Ganze halb so ärgerlich gewesen."

Aber Wildschweine halten sich halt nicht an Spielpläne und auch nicht an Renovierungstermine. Sie waren aus dem nahen Wald gekommen, um auf Nahrungssuche den Boden nach Essbarem zu durchwühlen. Gefunden dürften sie vor allem Würmer haben. Der aufgrund eines eigenen Brunnens gut gewässerte und dadurch relativ - und im Vergleich zu den Umgebungsflächen - feucht-weiche Untergrund, war da gerade in dieser trockenen Phase eine willkommene Gelegenheit, die sich die Schwarzkittel nicht entgehen ließen. Ein gepflegter Rasen ist für sie wie der Besuch in einem Vier-Sterne-Restaurant - nur die Kosten muss ein anderer tragen: der FC Frimmersdorf.



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