Höchstadt
Eishockey

Das Tor nach oben steht weit offen

Die Eishockey-Cracks des Höchstadter EC haben einen großen Schritt Richtung Bayernliga gemacht. Im Halbfinal-Hinspiel beim HC Landsberg machten die Alligators dort weiter, wo sie im Spiel um Platz 3 in der Landesliga-Meisterschaft aufgehört hatten und fegten die Oberbayern vom Eis.
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Hochbetrieb herrschte vor dem Landsberger Tor. Ales Stribny (weißes Trikot) konnte sich jedoch nicht in die Scorerliste eintragen.
Mit einem Polster von sechs Toren fiebert der HEC nun dem Rückspiel entgegen, bei dem man vor eigenem Publikum die Rückkehr ins bayerische Oberhaus besiegeln will.

HC Landsberg - Höchstadter EC 4:10


Die Zuschauer bekamen von Beginn an ein starkes, unterhaltsames Match geboten. Doch erst eine Überzahlsituation, die die Alligators durch Sikorski nach Vorarbeit von Jun zur Führung nutzten (5.), sorgte dafür, dass beide Teams die Nervosität komplett abstreiften und fortan mit offenem Visier kämpften. Die Gäste blieben in der Folge spielbestimmend. Michalek umkurvte das Tor und erhöhte auf 0:2 (7.). Dann jedoch verpasste es der HEC, nachzulegen und Landsberg kam durch ein irreguläres Tor (es befanden sich sechs Spieler auf dem Eis) durch Eisenloher zurück ins Spiel (11.). Doch nur Sekunden später stellte Hausauer nach einem gewonnenen Bully von Sikorski den alten Abstand wieder her. Die Höchstadter hatten weiter mehr vom Spiel, scheiterten aber ein ums andere Mal an Goalie Falkenberger. Das rächte sich, denn nach einem Bully vor dem HEC-Gehäuse zog Haschka ab und schaffte den Anschlusstreffer (18.).
Ins zweite Drittel starteten die Gäste in Unterzahl und prompt kassierten sie den Ausgleich, weil Feeser einen Schuss von Hanemann nicht festhalten konnte und Thebing abstaubte. In der Folge machten die Hausherren mächtig Dampf, doch Goalie Herzog, der für Feeser gekommen war, reagierte mehrfach glänzend. Doch in der 30. Minute war auch er machtlos, als Landsberg einen Konter durch Klemm zur Führung nutzte. Das Publikum tobte, denn die 630 HCL-Fans unter den knapp 840 Zuschauern witterten die Sensation. Zum Glück für die Alligators gab es danach eine Auszeit, weil das Tor gerichtet werden musste. Diese nutzten die Gäste, um sich zu sammeln und neuen Mut zu tanken. Und das gelang prächtig. Fortan war der HEC wieder Herr der Lage. Sikorski erzielte nach Vorarbeit von Jun und Michalek den Ausgleich (34.). Zwei Minuten später sorgte der Kapitän im Zusammenspiel mit Stütz und Tratz in unnachahmlicher Manier für die erneute Führung. Und die Alligators machten bis zur Drittelpause im Minutentakt weiter. Drei Konter brachten das erwünschte Ergebnis - Hausauer (2) und Stütz durften sich in die Scorerliste eintragen.
Das zog den Gastgebern den Zahn, denn im Schlussabschnitt konnten sich die Aischgründer mehr oder weniger darauf beschränken, das Ergebnis zu verwalten. Unterzahl-Situationen überstanden sie schadlos, auch weil die nie aufgebenden Oberbayern kein Mittel fanden, die HEC-Defensive zu überwinden. Auf der anderen Seite nutzte Sikorski einen Konter zu seinem vierten Treffer an diesem Abend (46.). Danach passierte nicht mehr viel. Außer, dass Michalek den zehnten Treffer erzielte. Dabei waren sich die Schiedsrichter zunächst nicht sicher, ob sie auf Tor entscheiden sollten, denn der Puck prallte vom Gehäuse zurück ins Feld. Nach kurzem Gespräch einigten sich die Unparteiischen jedoch darauf, dass die Scheibe die hintere Torstange getroffen hatte - der 4:10-Endstand war perfekt.

Die Statistik zum Spiel


HC Landsberg - Höchstadter EC 4:10 (2:3, 2:5, 0:2)

HC Landsberg: Tor: Falkenberger; Verteidigung: Schiller, Heringer, Wedl, Haschka, Eisenloher;
Angriff: Simmler, Kerber, Klemm, Geuß, Solk, Hess, Dollhofer, Rossi, Thebing, Hanemann

Höchstadter EC: Tor:
Feeser, Herzog (ab 22.); class="artFett">Verteidigung: Sikorski/Stütz, Kaczmarek/Weiß, Babinsky;
Angriff: Jun/Hiendlmeyer/Stribny, Michalek/Tratz/Eyrich, Grau/ Gluchich/Hausauer, S. Goblirsch

Zuschauer: 839
Tore: 0:1 Sikorski (5.), 0:2 Michalek (7.), 1:2 Eisenloher (11.), 1:3 Hausauer (11.), 2:3 Haschka (18.), 3:3 Thebing (21.), 4:3 Klemm (30.), 4:4Sikorski (34.), 4:5 Sikorski (36.), 4:6 Hausauer (37.), 4:7 Hausauer (38.), 4:8 Stütz (39.), 4:9 Sikorski (46.), 4:10 Michalek (55.)
Strafzeiten: HCL 14/ HEC 22
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