Höchstadt a. d. Aisch
Schach

Bieberle in Schney nicht zu schlagen

Der Höchstadter behielt bei der "Oberfränkischen" in 20 Partien 18 Mal die Oberhand, zwei Mal trennte er sich unentschieden und holte den Titel.
Artikel drucken Artikel einbetten
Jan Bieberle vom SC Höchstadt gewann die U12-Wertung bei der mittelfränkischen Meisterschaft.privat
Jan Bieberle vom SC Höchstadt gewann die U12-Wertung bei der mittelfränkischen Meisterschaft.privat
+2 Bilder
Jan Bieberle vom Schachclub Höchstadt hat bei den oberfränkische Einzelmeisterschaften zwei Titel in der Altersklasse U12 gewonnen. Vereinskollege Oliver Mönius wurde Vizemeister der U18, Jakob Gugel in der U8 ebenfalls Zweiter. Insgesamt waren 19 Höchstadter Schachspieler bei dem Wettbewerb auf Schloss Schney in Lichtenfels vertreten.


Größter Erfolg für Elfjährigen

Bieberle siegte sowohl im klassischen Schach mit langer Bedenkzeit als auch im Blitzschach. Der Elfjährige ließ in 20 Partien nur zwei Remis zu und gewann 18 Mal. Dies ist der größte Erfolg in Bieberles noch junger Schachkarriere - vor zwei Jahren wurde er doppelter U10-Vizemeister. In den Osterferien tritt er bei der bayerischen U12-Einzelmeisterschaft an. Auch Mönius fährt als oberfränkischer U18-Vizemeister Anfang April für fünf Tage nach Bad Kissingen. In der U8 überzeugte Gugel und holte ebenfalls Silber. Die sechs weiteren Höchstadter Schachschüler verpassten das Treppchen.

Die Franken-Akademie auf Schloss Schney war bereits zum 30. Mal Gastgeberin der Titelkämpfe des Bezirks. Wie in den Vorjahren gingen rund 130 Spieler an die Bretter und ermittelten ihre Meister in den Altersklassen U8 bis U18 sowie bei den Erwachsenen und Senioren.

Neben den aktiven Denksportlern schickte der SCH mit Reiner Schulz einen erfahrenen Turnierleiter sowie mehrere Betreuer und Eltern nach Lichtenfels und stellte damit erneut eines der größten Aufgebote. Der SC Bamberg und der TSV Bindlach glänzten ebenfalls mit hoher Präsenz.
Bei den Turnieren für die Erwachsenen spielten die Höchstadter nicht ganz vorne mit.

Zwar mischten zehn SCHler die Einzelmeisterschaft auf, die Medaillen gingen jedoch an André Wilfert (Marktleuthen), Christopher Hartleb (Sonneberg) und Stefan Wunder (Nordhalben). Bester Höchstadter wurde Alexander Mönius auf Rang 5 von 43 Teilnehmern, vor Christian Koch (10.). Michael Brunsch folgte auf Platz 14 und kam bei der abschließenden Bezirks-Blitz-Einzelmeisterschaft auf Platz 11 von 31. Der wegen seiner Ranglistenpunktzahl als Favorit geltende Lokalmatador Michal Michalek vom SV Seubelsdorf fand sich nur auf Platz 16 wieder.
"Ich habe einen immens großen Aufwand betrieben", sagte Wilfert. Geschult habe er in den vergangenen drei Monaten "zu jeder freien Minute" unter anderem sein Positionsspiel, dazu las er Bücher eines Großmeisters. "Jeder greift gerne an, aber von Verteidigung habe ich keinen Schimmer gehabt", räumte der Sieger ein, der sich für die bayerische Meisterschaft qualifizierte. Nun aber habe er "auf Ideen geachtet, auf die ich sonst nicht geachtet habe".

Die Schneyer Schachtage bewiesen, dass der Denksport nach wie vor modern ist. Im Hauptfeld tauchten heuer sogar wieder drei Frauen auf. Einen Pechvogel gab es aber auch: Am dritten Spieltag klingelte das Handy von Aydin Yigit vom SK Hof, was einen sofortigen Partieverlust nach sich zog. "Ich habe gedacht, ich hätte es ausgeschaltet", berichtete Yigit kleinlaut. sd/MH

Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren