Laden...
Höchstadt
Marathon

Berlin ist schnelles Pflaster für Sebastian Zwosta

Der 30-Jährige vertrat die Farben des TSV Neuhaus und des Landkreises beim 40. Berlin-Marathon und erreichte eine Top- 100-Platzierung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sebastian Zwosta beim Berlin-Marathon.   Foto: privat
Sebastian Zwosta beim Berlin-Marathon. Foto: privat
Nach vielen harten Trainingswochen startete Langstreckenläufer Sebastian Zwosta vom TSV Neuhaus bereits zum zweiten Mal auf der schnellsten Marathonstrecke der Welt. An der Strecke wurde er tatkräftig von seinem Betreuerteam unterstützt, das per U-Bahn verschiedene Streckenpunkte anfuhr, um ihren Schützling mit Getränken und Energie-Gels zu versorgen.

Pünktlich um 8.45 Uhr wurden die rund 40 000 Starter von der Lauflegende Haile Gebrselassie auf den 42,2 km langen Rundkurs durch die Bundeshauptstadt geschickt. Die Rahmenbedingungen waren zunächst nahezu optimal für schnelle Laufzeiten: Sonnenschein, Temperaturen um die 10 Grad und ca. 1Million Zuschauer am Streckenrand begleiteten die Athleten.

Obwohl Zwosta aus dem schnellsten Startblock direkt hinter den afrikanischen Profiläufern startete, ließ er sich von deren schnellem Anfangstempo nicht beeindrucken und bestritt die ersten 10 km ganz diszipliniert nach seinem persönlichen Wettkampfplan. Er konnte daraufhin sein Tempo sogar noch erhöhen und passierte die Halbmarathonmarke nach 1:17:18 Std. Damit standen die Zeichen gut, seine Zeit aus dem Vorjahr zu bestätigen oder sogar zu unterbieten. Letztendlich hatte Zwosta aber ab km 30 mit Seitenstichen und dem auffrischenden Gegenwind zu kämpfen, wodurch er sein angestrebtes Lauftempo nicht mehr ganz halten konnte. Trotzdem biss er sich bis zum Ende durch und erreichte schließlich nach 2:35:33 Std das Ziel, was auf eine Sekunde genau seiner Zeit aus dem Vorjahr entsprach und Platz 99 im großen Starterfeld sowie Rang 17 unter den deutschen Läufern bedeutete.

"Auch wenn ich mein angestrebtes Ziel nicht ganz erreicht habe, freue ich mich sehr über dieses Ergebnis. Jede Leistungsentwicklung hat mal ein Plateau und, ich sehe die Stabilisierung auf diesem Niveau durchaus positiv. Im nächsten Jahr will ich dann wieder versuchen, die Marke von 2:35 Stunden zu knacken. Die Stimmung an der Strecke war wieder super, Berlin war auch in diesem Jahr eine Reise wert", meinte der Späteinsteiger, der erst 2009 mit leistungsorientiertem Wettkampfsport begonnen hat.

Nach Trainingswochen mit durchschnittlich zehn Trainingseinheiten und 140 Laufkilometern steht für Zwosta zunächst Erholung und ein Urlaub auf dem Plan. Im November wird er dann wieder mit dem strukturierten Training für die Saison 2014 beginnen, ganz nach dem Motto der Leichtathleten: "Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht." Selbstbewusst wird Sebastian in das neue Trainingsjahr starten: "Ich traue mir mittelfristig eine Zeit unter 2:30 Stunden zu. Wenn ich verletzungsfrei bleibe und meinen Sport weiterhin mit Spaß und Leidenschaft betreiben kann, sind das die besten Voraussetzungen".









Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren