Herzogenaurach
Basketball

Anspruch deutlich untermauert

Die Shorthorns wollen in der Bayernliga ganz oben dabei sein, und das verdeutlichten sie in der Partie gegen den SC Kemmern eindrucksvoll.
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Herzogenaurachs Rebecca Simon (Nummer 9), Julia Wittmann (rechts oben) und Julia Volk (rechts unten) hatten die Gästespielerin aus Kemmern im Griff. Foto: herzopress
Herzogenaurachs Rebecca Simon (Nummer 9), Julia Wittmann (rechts oben) und Julia Volk (rechts unten) hatten die Gästespielerin aus Kemmern im Griff. Foto: herzopress

Die Bayernliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach marschieren weiter von Sieg zu Sieg. Sie setzten sich im Spitzenspiel der Bayernliga Nord gegen die Damen des SC Kemmern mit 67:32 durch. Damit untermauern die Shorthorns ihren Anspruch, auch am Ende der Saison ganz vorne in der Tabelle zu stehen, wo sie sich auch schon jetzt mit einer Bilanz von 3:0 Siegen befinden.

Bayernliga: TS Herzogenaurach - SC Kemmern II 67:32

"Der Sieg heute war enorm wichtig für uns. Wir konnten ein Zeichen an die Liga senden, dass mit uns im Aufstiegsrennen definitiv zu rechnen ist, und wir konnten wohl auch den direkten Vergleich gewinnen. Das ist gerade in dieser kleinen Liga mit so deutlichen Niveauunterschieden wichtig, da die Topteams wohl wenig Federn gegen die schwächeren Teams lassen werden", sagte der TSH-Trainer Markus Schönmüller.

Die Deutlichkeit dieses Sieges war zu Beginn noch nicht abzusehen. Die Gäste kamen voll besetzt in die Aurachstadt und legten forsch los. Ihre beste Spielerin, Anja Gunreben, netzte schnell sechs Punkte. Doch nach einer Auszeit kam die TSH auch im Spiel an und legte einen beeindruckenden 16:1-Lauf hin. So stand es nach dem ersten Viertel 18:7.

Folgend stellten die Oberfränkinnen auf eine Zonenverteidigung um, mit welcher sich die Shorthorns zunächst schwer taten. Sie verloren ihren Rhythmus, und die Gäste arbeiteten sich wieder etwas heran (22:14). Fortan fanden die TSHlerinnen aber immer besser zu ihrem Spiel, ließen den Ball schneller durch die eigenen Reihen laufen, und generierten dadurch gute offene Würfe. Hier tat sich vor allem Barbara Hartz hervor, die zwölf ihrer 21 Punkte allein in diesem Viertel erzielte. Zur Halbzeit lagen die Herzogenauracherinnen mit 34:15 vorne.

Auch im dritten Durchgang erhielten die Aurachstädterinnen ihren Spielfluss aufrecht, und die Gäste fanden kein Mittel, noch einmal richtig ins Spiel zurückzukommen. Die Shorthorns hatten sich in einen Rausch gespielt, trafen nach Belieben, während man den Kemmernerinnen die fortschreitende Verzweiflung ansah. Lediglich vier erfolgreiche Würfe gelangen den Oberfränkinnen - ebenso viele wie der TSH-Nachwuchsspielerin Julia Volk, die in diesem Viertel acht ihrer zwölf Punkte erzielte.

In den letzten zehn Minuten wurden alle Spielerinnen eingesetzt, und zur Freude aller Beteiligten verzeichnete die erst 14-jährige Zoe Ziogas in ihrem ersten Bayernligaspiel gleich ihre ersten zwei Punkte: Bei noch einer Minute Spielzeit entfloh sie fast allen Verteidigerinnen und schloss im Fastbreak souverän gegen die zwei Köpfe größere Centerspielerin Jasmin Schor trotz viel Körperkontakt erfolgreich ab. Dies war der Schlusspunkt zum 67:32-Sieg der Shorthorns gegen die überforderten Gäste aus Kemmern.

TSH: Angerstein (8/2), Brox (2), Chioran (6), Distler (6/1), Hartz (21), Schauf, Simon (4), Volk (12/1), Wittmann (6), Ziogas (2)

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