Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Anschluss kommt zu spät: Höchstadt verliert gegen Weiden

Lange Zeit sah es für Weiden nach einem sicheren Sieg aus, doch im Schlussdrittel kam Höchstadt noch einmal heran. Trotzdem endete das Spiel 2:3.
Artikel drucken Artikel einbetten
Jari Neugebauers (links) Gesichtsausdruck steht sinnbildlich für das Auftreten der Höchstadter gegen Weiden. Foto: Picturedreams
Jari Neugebauers (links) Gesichtsausdruck steht sinnbildlich für das Auftreten der Höchstadter gegen Weiden. Foto: Picturedreams

In der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd empfingen die Alligators die Blue Devils aus Weiden. Weil Trainer Daniel Sikorski krank war, coachte Petr Kasik die Höchstadter allein. Er wechselte für dieses Spiel den Torwart: Für Philipp Schnierstein kam Carsten Metz zum Einsatz. Am Ende verloren die Alligators knapp mit 2:3.

Höchstadter EC - Blue Devils Weiden 2:3 (0:2, 0:1, 2:0)

Geprägt hatten das erste Drittel zwei Situationen: Obwohl die Höchstadt Alligators das Spiel konzentriert angingen und einige Chancen herausarbeiteten, blieben die negativen Momente in Erinnerung. Erstens, als Weidens Barry Allen Noe für zwei Minuten auf die Strafbank musste, die Gäste aber gleich danach einen Konter fuhren und Carsten Metz in Höchstadts Tor eigentlich schon geschlagen war (8.). Michal Petrak bekam den Puck noch weg. Zweitens, als zu viele Alligators auf dem Eis standen, Marc Roth deswegen die Strafe absitzen musste und Höchstadt das 0:1 durch Herbert Geisberger kassierte (10.). Weidens Trainer Ken Latta legte es beim Stand von 0:2 - den Treffer hatte Ralf Herbst in der 14. Minute erzielt - drauf an und nahm Goalie Daniel Filimonow vom Eis (18.). Ein wenig früh im Spielverlauf, und einen Nutzen konnte Weiden daraus auch nicht erzielen.

Mit zunehmender Spieldauer im zweiten Abschnitt schlichen sich immer mehr Flüchtigkeitsfehler in die Abwehrarbeit der Alligators. Mit der Konsequenz, dass Martin Heinisch den dritten Weidener Treffer erzielte (31.). Auf dem Eis wurde es danach hitzig, zweimal mussten die Schiedsrichter schlichten. Die Höchstadter Spieler waren unzufrieden, dementsprechend giftig ging es auf dem Eis zur Sache. Doch dem ersten Treffer kamen sie nicht näher. Eher konterten die Weidener den HEC immer wieder aus. Nach einem Bandencheck von Thilo Grau blieb Matt Abercrombie liegen, Sanitäter kamen auf das Eis (37.). Im letzten Drittel spielte Abercrombie aber wieder. Petrak vergab die große Chance, den ersten Treffer für Höchstadt zu markieren, er scheiterte am Goalie (38.).

Im Vier-gegen-Vier passierte es dann doch: Die Alligators trafen. Auf Zuspiel von Ondrej Nedved und Michael Cejka erzielte Petrak das 1:3 (44.). Es wurde Zeit, dass der HEC aufwachte. Jari Neugebauer schoss kurz danach aus kurzer Distanz den Goalie an. Die nachfolgenden Schüsse waren allesamt zu harmlos. Metz zeigte in der Schlussphase zwei starke Paraden (54.). Als Mirko Schreyer vor dem eigenen Tor das Gleichgewicht verlor, bot sich eine unverhoffte Chance für Marvin Deske. Sein Schuss war allerdings nicht zwingend genug (56.). Und auf einmal war da wieder ein kleines Fünkchen Hoffnung: Martin Vojcak traf zum 2:3 (60.). Im Anschluss nahm Höchstadt eine Auszeit. Sollte es in den letzten 48 Sekunden noch einmal spannend werden oder war der Anschluss zu spät gefallen? Metz vom Eis, 19 Sekunden übrig, Bully für den HEC. Doch es sollte nicht sein.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren