Egloffstein
Absteiger-Check

Alter Trainer, neue Erfolge

Eine sofortige Rückkehr in die Kreisklasse ist für den SC Egloffstein keine Pflicht. Der Mann auf der Kommandobrücke weiß aber, wie es funktioniert.
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Nach fünf Jahren in der A-Klasse endete das Abenteuer Kreisklasse für den SC Egloffstein trotz eines starken Endspurts mit dem sofortigen Wiederabstieg. Somit geht der SCE im kommenden Spieljahr wieder in der A-Klasse 4 ER/PEG an den Start. Dort vertraut Egloffstein weiter auf die Dienste von Trainer Hartmut Grasser, der in der Schlussphase der vergangenen Saison zunächst interimsweise übernahm und nun wie schon in der Saison 2016/17 den sportlichen Erfolg in den Luftkurort zurückbringen soll.

Im Absteiger-Check beleuchtet Abteilungsleiter Christoph Ledig die vergangene Spielzeit, den Zusammenhalt im Verein und die Zielstellung für die A-Klasse.

Trotz 13 Punkten aus den letzten sieben Spielen stand der SCE am Saisonende unter dem Strich. Wie haben Verein und Mannschaft den Abstieg verkraftet?
Christoph Ledig: Wir wussten von vornherein, dass es ein schweres Jahr für uns wird. Das fing schon in der Aufstiegssaison an: Der Sprung in die Kreisklasse gelang uns recht überraschend. Wir haben zwar vorne mitgespielt, aber trotzdem nie dominiert oder unsere Gegner auseinandergenommen. Es war ein schönes Jahr, aber wir wissen das realistisch einzuordnen.

Woran hat es gelegen, dass es nicht für den Klassenerhalt gereicht hat?
Wir haben einen recht kleinen Kader, bei dem im Vergleich zu anderen Vereinen nicht 16, 17 Spieler auf demselben Niveau agieren. Uns war klar, dass wenn Schlüsselspieler fehlen, wir diese Akteure nicht ersetzen können. So war es dann auch: Wir konnten die Ausfälle nicht kompensieren. Zu häufig haben Akteure gespielt, die angeschlagen waren und daher ihr Potenzial nicht komplett abrufen konnten. Von den jungen Spielern ist nicht zu erwarten, dass sie das auffangen können. Trotzdem ist bei uns nichts auseinandergefallen.

Auffällig ist, dass Ihr Team sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde jeweils den Auftakt völlig verpatzte.
Das ist auch dem Spielplan geschuldet: Wir haben zu Beginn der Halbserien jeweils gegen die Topteams der Liga gespielt und in diesen Partien praktisch keine Punkte geholt. Erst an den letzten Spieltagen trafen wir auf die Konkurrenten im Tabellenkeller und sammelten ordentlich Punkte. Hätten wir vorher eventuell einen oder zwei überraschende Siege eingefahren, wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen. Immerhin wurde es zum Saisonende nochmal knapp. Doch gegen die starken Mannschaften ging einfach nichts, da hat die Qualität dann nicht gereicht.

Wie gehen Sie mit dem Team die neue Saison an? Haben Sie bereits eine Zielsetzung formuliert?
Wir haben den Trainermarkt sondiert, aber keine passenden Kandidaten gefunden. Daher kehren wir zu unserem Aufstiegstrainer Hartmut Grasser, der interimsweise schon im Saisonfinale übernahm, zurück. Auch der Kader wird sich kaum verändern. Niemand hat den Verein verlassen, die Jungs identifizieren sich mit dem SC Egloffstein. Wir peilen eine Platzierung unter den ersten Fünf an. Ob es für ganz oben langt, wird sich zeigen.
Die A-Klasse 4 ist neu besetzt, es sind einige andere Teams als noch vor zwei Jahren dabei. Von daher ist es schwer einzuschätzen, wie stark wir im Vergleich zur Konkurrenz sind, insbesondere aufgrund einiger zweiter Mannschaften. Klar ist aber, dass wir keinen Druck verspüren, wieder aufsteigen zu müssen, schließlich verändert sich das Team im Vergleich zu den Vorjahren kaum bis gar nicht. Nichtsdestotrotz wäre eine Rückkehr in die Kreisklasse allein schon wegen der vielen Derbys gegen Nachbarvereine interessant.
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