Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Alligators werden nervös

Die Angst, dass es wie in Peißenberg enden könnte, lähmt den Höchstadter EC, der nach 3:0-Führung ins Penaltyschießen muss und dort den Kürzeren zieht.
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HEC-Kapitän Daniel Sikorski machte beim zweiten Treffer der Dorfener aufgrund von Passivität keine gute Figur und konnte seinem Team auch im Penaltyschießen nicht helfen. Foto: Picturedreams
HEC-Kapitän Daniel Sikorski machte beim zweiten Treffer der Dorfener aufgrund von Passivität keine gute Figur und konnte seinem Team auch im Penaltyschießen nicht helfen. Foto: Picturedreams
Mit manchen Gegnern wird man einfach nicht warm: Schon am Freitag verloren die Höchstadt Alligators in der Eishockey-Bayernliga in Peißenberg bei einem Kontrahenten, den sie schon in der letzten Saison nicht schlagen konnten. Gleiches gilt für den ESC Dorfen, der gestern am Kieferndorfer Weg gastierte. Zum ersten Heimspiel wollte der HEC die Auftaktpleite vergessen machen und war lang auf einem guten Weg. Doch eine zwischenzeitliche 3:0-Führung reichte nicht, um als Sieger vom Platz zu gehen. Positiv nach dem Fehlstart ist nur, dass die Panzerechsen an diesem Doppelspieltag in vier von sechs Dritteln in Führung lagen. Darauf lässt sich aufbauen, doch sie müssen schnell lernen, die guten Ansätze über die ganze Spielzeit zu zeigen.

Höchstadter EC - ESC Dorfen 3:4 n.P.

Die Gäste hatten die erste Chance, kassierten aber auch gleich eine Strafzeit. In Überzahl kombinierte der HEC schön über Jun und Sikorski, Lenk zog aus sieben Metern zum 1:0 ab (2.). Nach und nach übernahm Dorfen das Kommando, aber Schnierstein hielt seinen Kasten sauber. Höchstadt verlegte sich auf Konter. In Überzahl machte der HEC Druck vor dem Tor und Sikorski traf aus dem Gewühl heraus zum 2:0 (17.).
Im zweiten Drittel hielt Goalie Cesak den Puck nicht fest, und Lenk schlenzte die Scheibe zum 3:0 in die Maschen (23.). Dann musste Eyrich für ein angebliches Foul vom Eis. In Unterzahl verlor Jun den Puck, den schnellen Konter krönte Granberg mit dem 3:1 (38.). Und nach einem weiteren Puckverlust erzielte Vogl, der nicht angegriffen wurde, das 3:2 (40.).
Das gab dem ESC Auftrieb, der im Schlussakt Dampf machte. Höchstadt fehlte die Kraft und es schlich sich Nervosität ein. Prompt kassierten die Gastgeber noch ein Tor bei eigener Überzahl - Granberg war nach Vorarbeit von Vogl erfolgreich (51.). Dabei blieb es, und so musste das Penaltyschießen entscheiden: Je drei Schützen auf jeder Seite vergaben, ehe Findeis für Dorfen traf. HEC-Kapitän Sikorski scheiterte dann aber.

Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC -ESC Dorfen 3:4 n.P. (2:0, 1:2, 0:1)

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Riebel; Verteidigung: Stütz/Sikorski, Babinsky/Cornforth, Goblirsch;
Angriff: Jun/ Lenk/Gulda, Grau/Vojcak/Kaczmarek, Eyrich/Petrojannis/Tratz

ESC Dorfen: Tor: Cesak, Tanzer; Verteidigung: Numberger, Vogl, Weberstetter, Gumplinger, Behrendt, Kroner, Rauscher; Angriff: Koß, Birk, Weindl, Findeis, Zollo, Weicht, Granberg, Attenberger, Brenninger, Eberl

SR: Braun, Beigel, Reitz
Zuschauer: 450
Tore: 1:0 Lenk (2.), 2:0 Sikorski (17.), 3:0 Lenk (23.), 1:3 Granberg (38.), 2:3 Vogl (40.), 3:3 Granberg (51.)
Penalties: -- / Findeis
Strafzeiten: HEC 8+5+20 (Eyrich) / ESC 14+10 (Gumplinger)
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