Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Alligators viel zu harmlos: Höchstadt verliert verdient

Der Sieg am vergangenen Wochenende hatte keinen nachhaltigen Effekt: Die Alligators verlieren zu Hause deutlich mit 0:4 gegen den EV Landshut.
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Ales Kreuzer war zurück auf dem Eis, einen Vorteil  zogen die Alligators daraus aber nicht.Archivfoto: Christian Fölsner
Ales Kreuzer war zurück auf dem Eis, einen Vorteil zogen die Alligators daraus aber nicht.Archivfoto: Christian Fölsner

Die Tribünen des Höchstadter Eisstadions waren auffallend spärlich gefüllt, obwohl die Alligators jede Unterstützung hätten gebrauchen können, um in der Meisterrunde der Oberliga den EV Lindau auf Play-off-Rang 8 im Fernduell unter Druck zu setzen. Vielleicht lag es an der Live-Ausstrahlung von "Fastnacht in Franken" im Bayerischen Rundfunk, vielleicht hatte so mancher auch geahnt, dass das Duell mit dem EV Landshut keine Spaßveranstaltung werden würde. Es setzte eine deutliche Niederlage, während Lindau gegen den Tabellenletzten aus Sonthofen nichts anbrennen ließ (8:0).

Höchstadter EC - EV Landshut 0:4 (0:2, 0:2, 0:0)

Ungewohnt voll war der Bogen mit der Mannschaftsaufstellung vor der Partie: Ales Kreuzer und André Lenk waren bei den Höchstadtern wieder mit dabei. Beide Teams begannen munter, die erste ernsthafte Chance für den HEC hatte Michal Petrak in der vierten Minute. Petrak musste kurz darauf verletzt vom Eis und kehrte nicht zurück. Kurz darauf spielten die Gastgeber zum ersten Mal in Überzahl: Luca Zitterbart musste wegen Haltens auf die Strafbank. Der Ersatzbank der Landshuter passte das überhaupt nicht, sie hatten vorher eine Abseitsposition der Höchstadter gesehen.

Zwei Minuten später war klar: alle Aufregung umsonst. Die Alligators brachten im Powerplay nicht mal einen vernünftigen Schuss zustande. In der achten Minute trafen stattdessen die Gäste: Der Puck kam von links scharf vor das Tor, HEC-Goalie Philipp Schnierstein konnte den ersten Schuss noch parieren, doch im Nachschuss fiel das Tor durch Luis Schinko (Assists: Ostwald, Fischhaber).Die erste Strafe für Höchstadt ging in der 13. Minuten an Oleg Seibel. Anders als im Höchstader Powerplay zuvor machten die Landshuter ordentlich Alarm und erhöhten durch Marc Schmidpeter au 2:0 (Assists: Kronthaler, Plihal). Die Höhstadter waren nur zwei Mal kurz vor ihrem ersten Tor: Erst parierte EVL-Goalie Patrick Berger mit dem Kopf (15.), dann war die Latte im Weg (19.).

Die Höchstadter spielten zu Beginn des zweiten Drittel kurzzeitig Fünf gegen Drei, kassierten dann aber eine Strafe für zu viele Spieler au dem Eis (23.). Als alle Strafzeiten auf der Anzeigetafel wieder verschwunden waren, hatte sich am Spielstand nichts geändert. In der 26. Minute erhöhten die Gäste auf 3:0: Nach einem Zweikampf direkt an der Landshuter Bank stand auf Zuspiel von Tomas Plihal plötzlich Miloslav Horava blank vor dem Tor und ließ sich die Chance nicht entgehen. Die Alligators reagierten mit einer Auszeit und spielten kurz darauf in Überzahl. Mehr als ein paar gefährliche Ansätze sprang dabei aber nicht heraus.

In der 33. Minute musste zum wiederholten Mal Keeper Schnierstein retten, denn Schinko war allein vor ihm aufgetaucht. Nur Sekunden später war aber nichts mehr zu machen: Nach Querpass von Maximilian Hofbauer schob Maximilian Forster aus kurzer Distanz zum 4:0 ein (weiterer Assist: Zitterbart). Die Höchstadter kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen. Als er dann doch soweit war und Seibel vor dem Tor von den Beinen geholt wurde, entschieden die Schiedsrichter auf Penalty (37.). Passend zum Spielverlauf nahm Vitalij Aab das Geschenk aber nicht an und scheiterte am Landshuter Goalie.

Im letzten Drittel versuchten es die Coaches der Alligators mit einem Torhüterwechsel: Carsten Metz kam für Schnierstein und überstand die nächsten zwei Minuten in Unterzahl ohne Gegentreffer. Die Landshuter verwalteten jetzt das Ergebnis, Torchancen wurden zur Seltenheit. In der 48. Minute hatte Metz Glück, als er schon geschlagen war, der Schuss der Landshuter aber an den Pfosten rutschte. Der HEC verbaute sich durch weitere Strafen sämtliche Chancen, noch irgendwie in die Partie zurückzukommen und ging verdient als Verlierer vom Eis.

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