Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Alligators siegen in der Verlängerung

Mit seinem Treffer zum 3:4 sichert Ondrej Nedved dem Höchstadter EC den Zusatzpunkt beim Schlusslicht aus Waldkraiburg und zementiert damit Tabellenrang 7.
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Ondrej Nedved würde beim Tabellenschlusslicht in Waldkraiburg zum matchwinner für die Alligators. Foto: Archiv
Ondrej Nedved würde beim Tabellenschlusslicht in Waldkraiburg zum matchwinner für die Alligators. Foto: Archiv

Der Höchstadter EC hat das beherzigt, was Trainer Martin Ekrt gesagt hat, und auf den Sieg gegen Lindau einen weiteren folgen lassen. Beim Schlusslicht in Waldkraiburg fiel die Entscheidung jedoch erst in der Verlängerung, nachdem die Alligators sieben Minuten vor Schluss den Ausgleich kassiert und sich danach den hartnäckigen Angriffen der Löwen erfolgreich erwehrt hatten. Dass der drei der vier Gästetreffer in Überzahl herausgespielt wurden, spricht für die Powerplay-Qualitäten, die bislang eher ein Schattendasein fristeten. Dass es gegen den Tabellenletzten "nur" zu zwei Punkten reichte, war für Trainer Martin Ekrt kein Grund für Kritik: "Angesichts unserer Verletzungsmisere müssen wir eigentlich sehr froh über das Ergebnis sein. Am Freitag sah es personell wieder besser aus, am Samstag konnten aber wieder zwei Spieler nicht trainieren und heute haben sich noch zwei verletzt." Der Coach spielte damit auf Florian Szwajda und Marc Roth an, die in Waldkraiburg das Spielende nicht mehr aktiv miterlebten, aber wohl nur leichte Blessuren auskurieren müssen.

Oberliga Süd: EHC Waldkraiburg - Höchstadter EC n. V. 3:4 (0:1, 1:1, 2:1)

Die Gäste gingen selbstbewusst zu Werke und bereits nach drei Minuten in Führung, als Jari Neugebauer nach Vorarbeit von Oleg Seibel allein vor Waldkraiburgs Goalie Sertl die Nerven behielt. Höchstadt hatte das Geschehen danach im Griff, ließ hinten nichts zu, verpasste es aber nachzulegen. Im Gegensatz zum Freitag wurde dies am Sonntagabend jedoch bestraft: Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich, als Robert Chaumont einen Abpraller verwertete (9.). Die Alligators brauchten ein paar Minuten, um sich mit der Situation und nun extra motivierten Löwen zurechtzufinden, nutzten ein Powerplay jedoch, um die Verhältnisse wieder zurechtzurücken: Vitalij Aab bekam freie Schussbahn und wusste diese 36 Sekunden vor der Sirene zu nutzen.

Waldkraiburg ließ sich davon jedoch nicht schocken, startete mit Elan ins Mitteldrittel und glich durch Michael Rimbeck abermals aus (24.). Höchstadt tat sich vor 450 Zuschauern schwer, zeigte sich in Überzahl aber erneut effektiv. Oleg Seibel scheiterte zunächst am Torhüter, ehe Daniel Sikorski wie zu besten Zeiten einnetzte (33.).

Beim EHC spannten sich die Nerven, wegen Beleidigung eines Offiziellen starteten sie in Unterzahl ins letzte Drittel. Diese hatte aber keine Auswirkungen, und die Gastgeber wurden mutiger: Philipp Schnierstein entschärfte einen Schuss von Hämmerle, gegen Kirils war er wenig später aber machtlos (53.). Nun wurde der HEC nervös, geriet drei Minuten vor Schluss noch einmal in Unterzahl, zitterte sich dank der Rettungsaktionen von Jiri Mikesz und Ondrej Nedved aber in die Overtime.

Und weil der EHC vier Sekunden vor Schluss noch eine Strafe gezogen hatte, ging es mit einem Powerplay los - und zu Ende: Aab, Martin Vojcak und Michal Petrak brachten Nedved in Schussposition, der zunächst scheiterte, im Nachschuss aber für die Entscheidung sorgte.

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