Eishockey

Alligators ohne Durchschlagskraft

Zum Start in die Meisterrunde der Oberliga-Süd gingen die Höchstadt Alligators beim Gastspiel in Memmingen leer aus.
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Die Alligators um Ales Kreuzer versuchten in Memmingen zwar, Druck aufzubauen, meistens bleib es jedoch beim Versuch. Chancen waren Mangelware.  Foto: Christian Fölsner/Archiv
Die Alligators um Ales Kreuzer versuchten in Memmingen zwar, Druck aufzubauen, meistens bleib es jedoch beim Versuch. Chancen waren Mangelware. Foto: Christian Fölsner/Archiv

Nichts zu holen gab es für den Höchstader EC zum Auftakt der Meisterrunde in der Eishockey-Oberliga Süd. Beim starken ECDC Memmingen, der die Partie über 60 Minuten kontrollierte, viele Chance kreierte und hinten nichts zuließ, gab es für den Aufsteiger nichts zu holen. Weil der EV Lindau gleichzeitig die Blue Devils aus Weiden mit 4:3 niederrang, beträgt der Vorsprung der Alligators auf den Tabellenneunten nur noch zwei Zähler. Die Aischgründer brauchen dringend ein Rezept, wie sie wieder mehr Durchschlagskraft erzeugen können, sonst wird auch in den kommenden Partien nicht viel drin sein.

Oberliga Süd: ECDC Memmingen - Höchstadter EC 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)

Die Schneemassen haben im Süden Bayerns Chaos verursacht, unter anderem wurde die Eishalle des EC Peiting für das ganze Wochenende gesperrt. Der Höchstadter EC hatte auf der Fahrt nach Memmingen ebenfalls mit den erschwerten Bedingungen zu kämpfen. Vielleicht eine Erklärung, warum die Alligators in den ersten Minuten nicht präsent waren. Das Spiel hatte jedenfalls noch gar nicht richtig begonnen, da stand es schon 2:0 für die Indians: Jared Mudryk, dessen Abpraller Patrik Beck zunächst genutzt hatte (4.), netzte eine Minute später selbst ein. Gäste-Coach Martin Ekrt sah sich zu einer Auszeit gezwungen, danach wurde es gegen immer noch spielbestimmende Allgäuer besser. Höchstadt wehrte sich jetzt und hatte gute Aktionen: Doch weder Jiri Mikesz (8.) noch Ales Kreuzer mit einer Doppelchance im Powerplay (19.) schafften den Anschlusstreffer. Auf der anderen Seite musste Verteidiger Richard Stütz Kopf und Kragen riskieren, um den dritten Treffer der Gastgeber zu verhindern (18.).

Im zweiten Drittel versuchte der HEC über Ales Kreuzer, Michal Petrak und Ondrej Nedved mehr Druck aufzubauen, schaffte es aber nicht, die Kontrolle zu übernehmen. In Unterzahl brachte Jari Neugebauer Oleg Seibel in Position, doch auch dieser Versuch verpuffte. Kaum wieder komplett, mussten die Gäste die nächste Strafe hinnehmen. Im Powerplay spielten Huhn und Meittinen Piskor frei, der auf 3:0 erhöhte (27.). Memmingen suchte jetzt die Entscheidung, Nico Henseleit im Höchstadter Tor war permanent gefragt. Er hielt seine Farben im Spiel, und weil der ECDC in der 40. Minute eine Strafe kassierte, starteten die Alligators mit Überzahl in den letzten Abschnitt.

Doch auch damit konnten die Gäste nichts anfangen. Zu allem Überfluss musste Ales Kreuzer zur Behandlung vom Eis, konnte einige Minuten später aber weiterspielen. Die Alligators wehrten sich in der Abwehr erfolgreich, offensiv wollte aber weiter nichts gelingen. Erst in der 52. Minuten fand Mikesz den gut postierten Petrak, der den Ehrentreffer markierte. Doch zu mehr reichte es nicht. Die Indians rannten danach gleich wieder an und ließen den Gästen kaum Zeit zum Durchschnaufen. Der Pfosten verhinderte zunächst Schlimmeres. Doch in der 56. Minute machte Becher auf Zuspiel von Schmid alles klar. Höchstadt fand einfach keine Mittel gegen starke Allgäuer und musste die verdiente Niederlage anerkennen.

Die Statistik zum Spiel

ECDC Memmingen: Tor: Vollmer, Neumann; Abwehr: Stotz, Pokovic, T. Schmid, Latal, Schirrmacher, Koziol, Keil; Angriff: Mudryk, Beck, Pfalzer, Miettinen, M. Schmid, Schaffrath, Becher, Lillich, Huhn, Piskor

Höchstadter EC: Tor: Henseleit, Schnierstein; Abwehr: Nedved/Szwajda, Otte/Roth, Stütz/Cejka, Wiedl; Angriff: Petrak/Seibel/Kreuzer, Vojcak/Mikesz/Hechtl, Neugebauer/Kolesnikov/Fröhlich

Schiedsrichter: Benedikt Lender, Joshua Römer, Peter Wagner Zuschauer: 1200 Tore: 1:0 Patrik Beck (4.), 2:0 Jared Mudryk (5.), 3:0 Dominik Piskor (27.), 3:1 Michal Petrak (52.), 4:1 Julian Becher (56.) Strafminuten: 4 / 10



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