Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Alligators holen einen Punkt in Weiden

Weiden holt einen 0:3-Rückstand auf und führt lange im letzten Drittel. Die Höchstadter erzwingen die Verlängerung, doch die Blue Devils gewinnen.
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Jari Neugebauer erzielte das zwischenzeitliche 4:3 für den Höchstadter EC. Die Alligators verloren in Weiden allerdings mit 7:6. Foto: Christian Fölsner
Jari Neugebauer erzielte das zwischenzeitliche 4:3 für den Höchstadter EC. Die Alligators verloren in Weiden allerdings mit 7:6. Foto: Christian Fölsner

Mit nur einem Punkt kehrt der Höchstadter EC aus der Oberpfalz nach Hause, nachdem das Team von Martin Ekrt bereits mit 3:0 geführt hatte. Doch Weiden schlug vor den eigenen Fans zurück. Als alles nach einem Sieg für die Blue Devils aussah, erzwang Seibel die Verlängerung.

Blue Devils Weiden - Höchstadter EC 7:7 n.V. (0:2, 4:2, 2:2, 1:0)

Die Partie begann mit ausgeglichenem Abtasten, beide Goalies kamen erst in der sechsten Minute in Bedrängnis. Danach wurden die Alligators offensiver, kurz aufeinander folgten Schüsse von Michael Cejka, Maximilian Otte, Michal Petrak und Vitalij Aab (9.). Zwei Minuten später war wieder Weiden am drücken, jedoch ohne Erfolg. Ondrej Nedved wurde nach einem Alleingang von den Verteidigern in die Zange genommen (12.). Danach stand Höchstadts Torwart Philipp Schnierstein im Mittelpunkt: Erst wehrte er einen Schuss auf der rechten Seite des Tores ab, dann erwischte er auch noch den Nachschuss von links (14.). Markus Babinsky setzte sich auf der Gegenseite durch und erzielte nach Vorlage von Martin Vojcak und Jiri Mikesz das 1:0 für den HEC (16.). Eine Minute später trickste Petrak den Puck am Weidener Goalie Daniel Filimonow vorbei ins Netz - 2:0. Aab konnte nach einem harten Einschlag in der Bande nicht mehr spielen - Ekrt sprach in der nachfolgenden Pressekonferenz von einem vermutlichen Kieferbruch - für ihn tauschte der Trainer Lukas Lenk in die erste und Lukas Fröhlich in die dritte Reihe.

Als Babinsky in der 27. Minute einen harten Stockcheck von Martin Heinisch bekam, konnte er erst im dritten Abschnitt wieder auflaufen. An seine Stelle kehrte im zweiten Drittel Marc Roth. In Überzahl erzielte Oleg Seibel das 3:0 für Höchstadt (28.). Doch im Eishockey weiß man: Ein Drei-Tore-Vorsprung ist schnell dahin. Und so kam Weiden auf und glich innerhalb von sechs Minuten durch Tomas Rubes (30.) und Herbert Geisberger (30., 36) aus. Zuvor hatte Nedved schon den vermeintlichen Weidener Ausgleich verhindert (34.). 18 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels erzielte Jari Neugebauer das 3:4, doch Adam Schusser glich erneut aus (fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff).

In der 42. Minute hatte Fröhlich die abermalige Führung auf dem Schläger, aber Weidens Goalie hielt. Thilo Grau probierte es als Nächster, wieder ohne Erfolg. Doch nach einer Strafe wegen Hakens für Vojcak bekam Höchstadt in Unterzahl ein Gegentor von Schusser (46.). Petrak drängte danach auf den erneuten Ausgleich, den schließlich Florian Szwajda erzielte (48.). Jetzt brannte es in der Weidener Halle vor Spannung. Vojcak und Robert Hechtl nutzten ihre Möglichkeiten nicht, auf der anderen Seite musste Schnierstein den Puck fangen. Doch bei Rubes' Schuss war Höchstadts Goalie machtlos (53.). In den Schlusssekunden nahm Ekrt Schnierstein vom Eis, und 14 Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielte Seibel den 6:6-Ausgleich und erzwang somit die Verlängerung. In der waren aber die Hausherren schneller und so gewann Weiden mit 7:6.

Bereits am Sonntag kommt es in Höchstadt zum erneuten Aufeinandertreffen - Beginn ist gegen Weiden um 18 Uhr.

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