Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Alligators erleiden früh Schiffbruch

Nach schwachen ersten 20 Minuten geraten die Höchstadt Alligators in Selb schnell auf die Verliererstraße.
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Nico Henseleit und die Höchstadt Alligators hatten sich den Saisonstart anders vorgestellt.Picturedreams
Nico Henseleit und die Höchstadt Alligators hatten sich den Saisonstart anders vorgestellt.Picturedreams

In der Eishockey-Oberliga Süd verlor der HEC vor 1284 Zuschauern bei den Selber Wölfen frühzeitig den Sieg aus den Augen. Der Saisonstart ist mit vier Niederlagen in fünf Spielen in die Hose gegangen.

Oberliga Süd

Selber Wölfe -Höchstadter EC 6:1

Goalie Patrick Golombek wurde verletzungsbedingt weiterhin geschont, Adam Suchomer fehlte mit einer Kieferverletzung ebenfalls. Ansonsten reiste der HEC mit voller Kapelle ins oberfränkische Grenzgebiet. Vor heimischer Kulisse nahmen die Selber Wölfe den Schwung aus dem 7:5-Sieg gegen Rosenheim vom Freitag mit: Wegen Stockschlags verbüßte Höchstadts Nick Dolezal eine Zwei-Minuten-Strafe, Marius Schmidt traf nach Assist von Landon Gare zur Führung (5.). Von den Alligators war im Selber Eisstadion wenig zu sehen, die Wölfe dominierten das Geschehen. Als Robin Maly wegen Hakens zuschauen musste, erhöhte Charles Graaskamp auf 2:0 (12.). Der HEC wirkte angeschlagen, die Wölfe nutzten das aus. Mauriz Silbermann bediente Maximilian Hirschberger - das 3:0 (13.).

Nach einer Pausenansprache, die sich gewaschen haben dürfte, kamen die Alligators zu ersten Gelegenheiten. Vitalij Aab bediente Michal Mlynek, der aus spitzem Winkel vorbeizielte (24.), Dolezal schoss knapp drüber (26.). Kurz darauf zappelte der Puck im Höchstadter Netz. Graaskamp fand Christoph Kabitzky, der die Scheibe humorlos einschoss (27.). "Wir wollen euch kämpfen sehen", skandierte der mitgereiste HEC-Anhang in der Folge, Patrik Rypar schien das wörtlich zu nehmen. Er lieferte sich eine Schlägerei mit dem Selber Noah Nijenhuis, beide bekamen 2+2+10 Strafminuten aufgedrückt. Womöglich brauchte der HEC aber diesen Weckruf, denn kurz darauf gelang Michal Petrak das 1:4 (37., Assists: Martin Vojcak und Jiri Mikesz).

Zur Aufholjagd reichte es für die Alligators jedoch nicht. Zwar spielte Höchstadt im Schlussdrittel wesentlich besser mit und kam zu guten Gelegenheiten, die nötigen Treffer fehlten jedoch. Immer wieder schwächten sich die Gäste mit vermeidbaren Strafzeiten. Selb tat nicht mehr als nötig, baute den Vorsprung aber weiter aus. Ian McDonald scheiterte mit einem Penalty noch am gut parierenden Nico Henseleit. Gegen Marius Schmidt (48.), der nach Zuspiel von Gare und McDonald traf, war der HEC-Goalie jedoch ebenso chancenlos wie in der Schlussminute gegen Gare, der 28 Sekunden vor Spielende eine Überzahlsituation in den 6:1-Endstand ummünzte. Unter dem Strich steht eine ebenso klare wie verdiente Niederlage gegen einen starken Kontrahenten. Weiter geht es am Freitag (19.30 Uhr) beim EC Peiting. kow

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