Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Alligators belohnen sich mit Heimsieg gegen Schlusslicht Sonthofen

Die Höchstadter Alligators bestreiten das zweite Spiel der Meisterrunde zu Hause gegen das Schlusslicht und gewinnen gegen Sonthofen mit 7:2.
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An Kampf und Einsatz mangelte es den Alligators um Richard Stütz (unten) zuletzt nicht, doch in der Offensive fehlten oft Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit, um sich belohnen zu können. Foto: Picturedreams
An Kampf und Einsatz mangelte es den Alligators um Richard Stütz (unten) zuletzt nicht, doch in der Offensive fehlten oft Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit, um sich belohnen zu können. Foto: Picturedreams

Nach der ergebnismäßig zwar erträglichen, insgesamt aber doch deutlichen Niederlage in Memmingen (siehe Artikel rechts) hing vor dem ersten Heimspiel in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga vor allem eine Frage in der kalten Luft über dem Höchstadter Stadion: Würde es der HEC schaffen, neben Kampf und Einsatz seine Offensivqualitäten wieder durchzusetzen oder würde das Fehlen einer vierten Sturmreihe inklusive Routinier Vitalij Aab den Angriff weiter lähmen? Gegen das Schlusslicht musste unbedingt gewonnen werden, und das fiel den Alligators beim 7:2 vor 520 Zuschauern leicht.

Oberliga Süd

Höchstadter EC - ERC Bulls Sonthofen 7:2 (3:0, 3:2, 1:0)

Zunächst schien es nicht so, als sei der HEC gelähmt. Michal Petrak erzielte das 1:0 für die Heimmannschaft (6.). Von der Abwehr allein gelassen ließ der Sonthofener Torwart Patrick Glatzel den Puck nach vorne abprallen, Martin Vojcák hätte beinahe zum 2:0 abgestaubt, aber Glatzel machte noch rechtzeitig dicht. Jiri Mikesz erzielte den zweiten Treffer nach Vorarbeit von Thilo Grau und Ales Kreuzer (14.). Nach einer Strafe für Michael Cejka gelang Höchstadt das 3:0 in Unterzahl: Jari Neugebauer ließ nach einem sehenswerten Alleingang dem Goalie keine Chance (19.).

Altbekanntes Problem des HEC

Nach der Pause spielte auch Sonthofen mit. Erst erzielte Petr Sinagl selbst einen Treffer (22.), dann bereitete er zusammen mit Jörg Noack den Treffer von Martin Frolik vor (25.). Doch der HEC wollte sich seine Führung nicht nehmen lassen, so machte Petrak das 4:2 nach Vorarbeit von Ondrej Nedved und Cejka (26.). Weil zu viele Sonthofener auf dem Eis standen, musste einer zur Strafe auf die Bank (32.), und als wegen Spielverzögerung noch ein Gast zwei Minuten Strafe bekam (33.), waren die Höchstadter in doppelter Überzahl. Doch wie so oft wussten sie diesen Vorteil nicht auszunutzen.

Der Willen zum Sieg ist da

Erst mit der regulären Spieleranzahl stellten die Höchstadter den alten Abstand her, als der Schuss von Kreuzer hinter Sonthofens Goalie einschlug (37.). Und die Alligators setzten noch eins drauf: Nachdem Neugebauer eine Zwei-Minuten-Strafe wegen eines Stockschlags kassierte, fiel das 6:2 durch Oleg Seibel (39.).

Kämpferische Teams

Im letzten Abschnitt musste man zunächst nicht um den Sieg bangen. Petrak traf den Goalie mit seinem Versuch an der Brust (46.). Das Drittel blieb kämpferisch, aber torlos. Die Bulls waren nicht harmlos, aber die Alligators zeigten den Willen, um dieses Spiel zu gewinnen. Neun Sekunden vor Schluss erzielte Petrak das entscheidende 7:2 für sein Team. Damit holen die Höchstadter aus den ersten beiden Spielen der Meisterrunde in der Oberliga Süd drei Punkte.

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