Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Ales Stribny wechselt zum Liga-Konkurrenten

Der Höchstadter EC wird sich nach einem neuen Stürmer für die kommende Saison in der Eishockey-Bayernliga umsehen müssen, denn Ales Stribny kehrt den Alligators den Rücken zu und wechselt zum künftigen Liga-Konkurrenten ESC Haßfurt.
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Ales Stribny
Ales Stribny
Der 1,88 Meter große und 93 Kilo schwere Angreifer war die letzten fünf Spielzeiten für den HEC aktiv, bestritt in dieser Zeit 92 Matches und erzielte 60 Treffer.

Der Grund für den Wechsel sei, dass es mit dem Spielertrainer der Alligators, Daniel Jun, oftmals unterschiedliche Auffassungen gab. Deshalb wollte Stribny "unbedingt weg. Ich suche jetzt eine neue Herausforderung und will den Leuten beweisen, dass ich Eishockey spielen und viele Tore machen kann. Ich glaube, dass ich in der Mannschaft eine gute Rolle spielen kann", sagte der 28-Jährige bei einem ersten Gespräch mit den Verantwortlichen des ESC Haßfurt, von dem er "sehr positiv überrascht" sei.

Der Tscheche, der bereits seit zehn Jahren in Deutschland lebt und einen deutschen Pass besitzt, kam wegen der Unstimmigkeiten gegen Saisonende nicht mehr regelmäßig zum Einsatz. Ales Stribny war in seinem Heimatland und bei den Vancouver Giants in Kanada aktiv, ehe er 2004 zu den Lausitzer Füchsen wechselte. Weitere Stationen in Deutschland waren Braunlage, Jonsdorf sowie Ulm/Neu-Ulm.

Wieder in Schwung kommen

In Höchstadt wird der Weggang des Stürmers bedauert. "Es ist schade, dass Ales geht, vor allem weil er in Höchstadt lebt und inzwischen ja ein Einheimischer ist", sagte zum Beispiel HEC-Marketingleiter Matthias Weber. Richtig sei aber auch, dass Stribny zuletzt nicht mehr an die Leistungen früherer Jahre anknüpfen konnte, vor allem eine Verletzung habe ihn weit zurückgeworfen. "Sportlich hat es leider nicht mehr hundertprozentig gepasst, deshalb wünsche ich ihm alles Gute in Haßfurt und hoffe, dass er dort wieder besser in Schwung kommt", erklärte Weber weiter. In die gleiche Kerbe schlug Jörg Schobert, Sportlicher Leiter bei den Alligators: "Vielleicht ist der Wechsel genau das, was Ales braucht. Wir legen ihm keine Steine in den Weg. Als er zu uns kam, spielte er bärenstark. Seit der Verletzung hinkt er aber den eigenen Ansprüchen hinterher." Es gelte das Leistungsprinzip, und auf Grund dessen habe Stribny nicht mehr so viel Eiszeit bekommen, wie er sich vielleicht gewünscht hat. "Wir sind ihm aber sehr dankbar für das, was er in den letzten Jahren bei uns geleistet hat", betonte Schobert.

Wie das erste Aufeinandertreffen mit den ehemaligen Mannschaftskameraden für Stribny ausfällt, wird sich im Herbst zeigen, wenn sich die Alligators und die Hawks im Derby gegenüberstehen. Der Trainer des ESC, Doug Kacharvich glaubt, dass die anstehende Saison eine "echte Herausforderung" wird. "Die Bayernliga mit ihren 16 Mannschaften ist eine sehr starke und die konstanteste Liga", sagte der in Mannheim lebende Kanadier.
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