Herzogenaurach
Basketball

Abschied mit einem "Hunderter"

Zum Saisonabschluss in der Regionalliga zünden die Longhorns Herzogenaurach in einer für sie noch bedeutsamen Partie ein Feuerwerk.
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Einer für alle, alle für einen: Die Herzogenauracher Longhorns wuchsen im Laufe der Saison zu einem echten Team zusammen und durchliefen einen Reifeprozess, der mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Foto: Zink
Einer für alle, alle für einen: Die Herzogenauracher Longhorns wuchsen im Laufe der Saison zu einem echten Team zusammen und durchliefen einen Reifeprozess, der mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Foto: Zink
Jetzt kann nichts mehr anbrennen. Durch den unverhofft deutlichen Sieg gegen Vilsbiburg können die Basketballer der TS Herzogenaurach schon eine Woche vor Saisonschluss auf den endgültigen Klassenerhalt anstoßen. Angesichts der unklaren Situation in der ProB und dem Umstand, dass es in der Regionalliga dadurch am Ende drei Absteiger geben könnte, brauchten die Longhorns unbedingt noch ein Erfolgserlebnis, um nicht im Dreiervergleich mit Jena und Rosenheim vielleicht doch noch auf Rang 12 abzufallen.
Durch den Sieg vor eigenem Publikum, der diese Gefahr endgültig bannte, fiel die Abschlussfeier samt der Verabschiedung von Trainer Benedikt Aumeier noch etwas ausgelassener als geplant aus.


TS Herzogenaurach - Baskets Vilsbiburg 102:90

Die Gastgeber erwischten einen guten Start: Horstmann, Krause und Kaiser, der im Spielverlauf alle zehn ihm zugesprochenen Freiwürfe versenkte, generierten die ersten Zähler für die Longhorns, die sich über 4:0 (1.) und 8:2 (3.) bis auf 14:9 (5.) absetzten. Abschütteln ließen sich die Vilsbiburger zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht, in der 7. Minute glichen die Baskets beim 18:18 noch einmal aus. Dann jedoch spielte nur noch die TSH, die sich - auch dank des den Defensiv-Rebound dominierenden Übbing - bis zur Sirene einen komfortablen Vorsprung erarbeitete (30:19).

In diesem Stil ging es im zweiten Viertel weiter. Zwei Korbleger von Schlindwein und des starken Krause sowie ein Dreier von Dinkel ließen den Vorsprung auf 13 Zähler (37:24) anwachsen. In der Folge bewegte sich Vilsbiburg jedoch auf Augenhöhe, ohne den Rückstand nennenswert verkürzen zu können, da sich hüben wie drüben Fehlversuche und Ballverluste einschlichen. In den letzten 60 Sekunden vor der Pause gelang der TSH ein Sieben-Punkte-Lauf, ehe Timmons zum 54:40-Zwischenstand einnetzte.

Das dritte Viertel darf durchaus als kurios bezeichnet werden: Den Gastgebern gehörten die ersten Minuten, über 61:40 (22.) setzten sie sich - auch dank der weiter guten Dreierquote bis auf 65:43 ab (23.). Dann jedoch gab es einige absurde Turnover und dubiose Schiedsrichterentscheidungen, was Vilsbiburg zu nutzen wusste: Angeführt von Jordan Aboki (21 Punkte) entschieden die Niederbayern diesen Durchgang knapp für sich und kämpften sich bis auf 77:67 heran, wobei sich der Rückstand zwischendurch sogar nur auf acht Punkte belief.

Die Aufholjagd setzte sich im Schlussabschnitt fort, und als Leierseder zum 81:76 traf (33.), drohte die Partie zu kippen. "Vor ein paar Monaten hätten wir in solchen Situationen wohl noch Nervenflattern bekommen und die Führung aus der Hand gegeben. Aber wir haben dazugelernt", freute sich der scheidende TSH-Coach Aumeier.

So beendete ein Dreier von Kaiser den Sturmlauf der Gäste. Über 90:78 und 97:80 sorgten die Longhorns nun für klare Verhältnisse, ein Dreier von Krause machte das Resultat knapp zwei Minuten vor Schluss zweistellig. Danach fiel bei den Gastgebern die Spannung ab, und während die Herzogenauracher Zuschauer ihr Team schon mit stehenden Ovationen feierten, gelang Vilsbiburg nur noch etwas Ergebniskosmetik.

TSH: Dinkel (12/3), Glöser, Horstmann (21), M. Kaiser (22/2), Klaußner, Krause (20/3); Nakic (9 /3), Schlindwein (2), Übbing (16)
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