LKR Erlangen-Höchstadt
Fussball

A-Klassen: Nordsterne vor dem Abstieg

Beim 1:11 in Langensendelbach kommt der SC Herzogenaurach-Nord ordentlich unter die Räder. Dem Vorletzten der A-Klasse 1 droht der Gang in die B-Klasse.
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Tzouneit Sadik (links) und Herzogenaurach-Nord laufen zu oft nur hinterher. Archivfoto: herzopress
Tzouneit Sadik (links) und Herzogenaurach-Nord laufen zu oft nur hinterher. Archivfoto: herzopress

Erlangen-HöchstadtDie SG Höchstadt/Gremsdorf marschiert weiter: Der Tabellenführer der A-Klasse 1 hat sich von der Großenseebacher Reserve nicht aufhalten lassen und mit 4:1 gewonnen. In der A-Klasse 2 ist Siemens Erlangen wieder auf Platz 2 gesprungen und Verlierer ASV Pettensiedel hat nun sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, da Herpersdorf II in Spardorf gewann.

A-Klasse 1 ER/PEG

SG Höchstadt/Gremsdorf - FSV Großenseebach II 4:1

Die favorisierten Hausherren dominierten vom Anpfiff weg, vergaben aber gute Gelegenheiten. Das änderte sich kurz vor der Pause, als Markus Uyar die SG in Führung schoss (37.). Nach dem Seitenwechsel legte Mehmet Sögütlü per Freistoß nach (51.). Das 3:0 ging auf das Konto von Edeljoker Cagri Zengin (63.). Er überwand FSV-Keeper Peisker mit einem Traumtor. Danach ließ der Tabellenführer die Zügel schleifen und Jochen Hickl verwertete einen langen Ball zum Anschlusstreffer (75.). Mit dem Abpfiff traf Steffen Kratz (90.+2).

SV Langensendelbach II - SC Herzogenaur.-Nord 11:1

Bereits nach einer halben Stunde war das Spiel entschieden. Positiv hervorzuheben ist, dass die Gäste trotz klarer Unterlegenheit jederzeit fair spielten. Die SV-Treffer steuerten Nicolas Kirchhöfer (6.), Felix Derrfuß (8./13.), Markus Ursprung (28./63.), Alexander Wöß (48./56./72./84.), Florian Engelhardt (81.) und Sebastian Jung (87.) bei. Der SC-Ehrentreffer ging auf das Konto des Routiniers Wladimir Aschenbrenner (24.).

SC Adelsdorf II - SC Aurachtal-Münchaur. 2:4

Für die seit sechs Spielen sieglosen Gäste begann die Partie nach Plan: Einen zu kurzen Rückpass erreichte der Heimkeeper nicht mehr und foulte seinen Gegenspieler. Den fälligen Strafstoß verwandelte Matthias Tröbs sicher (2.). Im weiteren Verlauf baute Benjamin Brendel den Vorsprung aus (23.), ehe Tobias Holzmann verkürzte (37.). Nach Wiederanpfiff legte Tröbs mit seinem zweiten Elfmetertor das 1:3 nach (69.). Es folgte die Schlüsselszene der Partie: Christopher Marx gelang die Vorentscheidung, aber die Hausherren hatten ein Foulspiel gesehen. Nach kurzer Diskussion mit der Schiedsrichterin sah Benjamin Bierlein die Rote Karte (80.). Mit dem Abpfiff bekam Benjamin Brendel noch Gelb-Rot (90.), Daniel Bär berieb noch Ergebniskosmetik (90.+5).

TSV Vestenbergsgreuth - SpVgg Heßdorf II 3:0

Nach ausgeglichenem Beginn mit Gelegenheiten auf beiden Seiten schoss Philipp Schierer die Hausherren in Front. Er nahm eine Flanke auf den zweiten Pfosten direkt und traf sehenswert ins Kreuzeck (35.). Die SpVgg begann den zweiten Abschnitt schwungvoll: Andreas Friedel hatte vom Punkt die große Chance zum Ausgleich, der Hessdorfer Spielmacher schoss einen Handelfmeter allerdings über das Tor. Fast im direkten Gegenzug erhöhte Jonathan Willner und brach so den Willen der Gäste (54.). Willner traf kurz vor Schluss zum Endstand (87.).

ASV Niederndorf II - SG Niederl./Weisend. abg.

Niederndorf erwischte einen Start nach Maß und ging durch Lukas Hartmann in Führung (14.). Im weiteren Verlauf hielten die Hausherren den Gästeangriffen stand, erst mit dem Halbzeitpfiff glich Nizajet Zekiri aus (45.). Nach dem Seitenwechsel zeigte Schiedsrichter Klaus Clausener einem Spieler der Heimmannschaft die Ampelkarte, dieser war mit der Entscheidung nicht zufrieden. Im folgenden Disput nahm der Niederndorfer dem Unparteiischen die Karte aus der Hand, woraufhin die Partie abgebrochen wurde. Die Wertung ist nun ein Fall fürs Sportgericht.

A-Klasse 2 ER/PEG

VdS Spardorf - ASV Herpersdorf II 1:2

In einer eher schwachen Partie agierten die Hausherren über 90 Minuten zu umständlich. Im ersten Abschnitt sahen die Zuschauer ein zähes Ringen, kein Team konnte sich klare Feldvorteile erarbeiten. Nach dem Seitenwechsel schoss Daniel Schuhmann den abstiegsbedrohten Außenseiter in Font (59.), Alexander Zeltner erhöhte (66.). Die Antwort der Spardorfer durch Franz Pospiech kam zu spät (88.).

Siemens Erlangen - ASV Pettensiedel 5:2

Nuhi Sylejmani, Mario Bodruzic und Erhan Gezici verpassten die Führung für Siemens, ehe Alexander Kühn per Fernschuss das 1:0 besorgte (35.). Kurz darauf erhöhte Milan Todorovic per Kopf (42.). Die Antwort der ansonsten eher mit Defensivarbeit beschäftigten Gäste erfolgte fulminant, als Sebastian Schmidt einen Freistoß sehenswert ins Kreuzeck setzte (46.). Im zweiten Abschnitt sorgte Milan Todorovic mit einem Hattrick in weniger als zehn Minuten für klare Verhältnisse (61./63./67.). Mit dem Abpfiff schoss Alexander Fischer das 5:2 (89.).

BSC Erlangen - SC Uttenreuth II 5:0

Eine einseitige Partie: Die Hausherren drückten auf das Gaspedal, Tabellenschlusslicht Uttenreuth konnte kaum Akzente setzen. Luigi Santoro stellte per Hattrick die Weichen noch vor der Pause (3./42./43.). Nach dem Seitenwechsel schalteten die Büchenbacher einige Gänge zurück, die Gäste waren um Schadensbegrenzung bemüht. Denkay Chotzoglou (80.) und Magdy Hussein (84.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

TSV Neunhof II - SG Büg/Brand 5:0

Bereits nach 45 Minuten war die eher einseitige Partie entschieden. Philipp Mayer eröffnete den Torreigen früh (4.), Thomas Spörl legte per Freistoß aus 30 Metern nach (10.). Von den Gästen kam in dieser Phase wenig, dies nutzten die Hausherren eiskalt aus. Philipp Mayer krönte einen beeindruckenden Sololauf mit einem Heber über den SG-Keeper (23.). Nach dem Wechsel verwaltete Neunhof den Vorsprung ohne Probleme. Mayer (47.) und Christian Spörl (70.) trafen.

SV Bubenreuth - Türk. SV Erlangen 3:0

Die Hausherren halten durch den Heimsieg die Minimalchance auf die Spitzenplätze am Leben. Nach ausgeglichenem Beginn fanden die Gastgeber immer besser in die Partie. Sven Willers vollendete einen schönen Angriff zur Führung (12.), auch im weiteren Verlauf hatte Bubenreuth mehr vom Spiel. Nach dem 2:0 durch Lukas Hofmann war die Vorentscheidung gefallen (56.). Von den Gästen kam in der Schlussphase nicht mehr viel. Oliver Dittrich beseitigte in einem einseitigen Topspiel letzte Restzweifel (86.).

A-Klasse Bamberg 3

SG Schönbrunn/Prölsdorf II - FSV Weingartsgreuth 4:3

Mit einer katastrophalen ersten Hälfte verbaute sich der FSV die Chance auf mehr: "Die erste Halbzeit war unter aller Kanone", ärgert sich Trainer Jürgen Popp. 0:3 lag sein Team da bereits zurück, durch Tore von Manuel Hollet (31.) und Benedikt Endres (35./39.). Erst nach der Pause hielt Weingartsgreuth dagegen, Jan Popp besorgte das 3:1 (48.). Sebastian Schlauch erhöhte wieder (55.), ehe Daniel Raicu einen schmeichelhaften Handelfmeter verwandelte (64.). Mehr als der Anschlusstreffer durch Ahmad Alzoubi war aber nicht mehr drin.jw

FC Thüngfeld - SV Reundorf 0:1

Mit 96 erzielten Treffern und nur 13 Gegentoren stellt der Tabellenführer aus Reundorf die beste Offensive und Defensive der Liga. Schon früh im Spiel sah es so aus, als könnte die Angriffsmaschine auch in Thüngfeld ins Laufen kommen. Lennart Wunder traf in der 3. Spielminute zur Gästeführung, es war sein 24. Saisontor. Dabei blieb es aber bis zum Schlusspfiff.red

SG Aschbach/Schlüsself. II - FC Wacker Trailsdorf 4:1

Der Tabellendritte dominierte die Partie über weite Strecken. Das erste Tor gelang dennoch dem FC: Christian Dietrich traf zur glücklichen Pausenführung (39.). Nach dem Seitenwechsel glich Daniel Stenglein (52.) unfreiwillig per Eigentor aus, Matthias Weiß (75.) drehte die Partie endgültig zugunsten der SG. In der Schlussphase gestalteten Dominik Uri (82.) und Yannick Leisgang (90.) das Ergebnis noch höher. "Wir haben verdient verloren, der Gegner war klar überlegen, von uns kam viel zu wenig", kritisierte Wacker-Spielertrainer Tim Stärk.kow

FC Frimmersdorf - SV Waizendorf abg.

Die Rest-Rückrunde seit der Winterpause ist für den FC Frimmersdorf weiter ein Desaster. Nach vier Pleiten in Folge mussten die Gastgeber das Topspiel gegen den SV Waizendorf absagen. "Wir haben zur Zeit viele Verletzte und haben einfach keine Mannschaft zusammengebracht", sagt der Frimmersdorfer Abteilungsleiter Günther Dorsch. Die Punkte gehen damit kampflos an den SVW. Man hätte zwar mit Spielern der Alten Herren auffüllen können, sagt Dorsch, "aber gegen Waizendorf hätte das keinen Sinn gemacht". jw

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