Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Zwei Titel für die Alligators

Höchstadts Spielertrainer Daniel Jun ist zum besten Spieler der Bayernliga gewählt worden. Philipp Schnierstein erhielt zudem die Auszeichnung als bester Torhüter. In einer ganz speziellen Kategorie hatte jedoch sein Teamkollege Ronny Glaser die Nase vorn.
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Viel Grund zum Jubeln: Auf insgesamt 54 Scorerpunkte kam HEC-Spielertrainer Daniel Jun in der Vorrunde und wurde nun zum besten Spieler der Bayernliga gewählt. Foto: Picturedreams/Archiv
Viel Grund zum Jubeln: Auf insgesamt 54 Scorerpunkte kam HEC-Spielertrainer Daniel Jun in der Vorrunde und wurde nun zum besten Spieler der Bayernliga gewählt. Foto: Picturedreams/Archiv
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Besser könnte es für den Eishockey-Bayernligisten Höchstadter EC derzeit kaum laufen. Dank des 4:1-Erfolgs im ersten Halbfinal-Play-off-Spiel gegen den Dauerrivalen ECDC Memmingen fehlt nur noch ein Sieg, um ins Finale einzuziehen. Doch selbst wenn die Meisterschaft nicht gelingen sollte, sind den Alligators zumindest zwei andere Titel nicht mehr zu nehmen. Bei der Wahl des Fachmagazins "Eishockey News" kürten die wahlberechtigten der 13 Bayernligisten HEC-Spielertrainer Daniel Jun zum Spieler der Saison. Außerdem wurde Torhüter Philipp Schnierstein als bester Torhüter des Jahres ausgezeichnet.

Allerdings fiel die Wahl des besten Spielers angesichts der großen Konkurrenz äußerst knapp aus. Denn neben Jun waren auch Peter Kathan (TEV Miesbach) und der in dieser Saison überragende Max Kaltenhauser (EHC Waldkraiburg) im Rennen.
Für Höchstadts Spielertrainer sprachen aber wohl die insgesamt 54 Scorerpunkte in der Vorrunde - zehn mehr als sein ärgster Verfolger Kaltenhauser.

Für den 37-Jährigen ist es allerdings nicht die erste Auszeichnung. Als er vor zwei Jahren noch als Spielertrainer eines Aufsteigers die Wertung gewann, ähnelte dies noch einer kleinen Sensation. Kurios war damals außerdem, dass er mit damals 35 Jahren als "Rookie of the year" gewählt wurde, da es sein erstes Jahr in der Bayernliga war.

Diesmal war die Auszeichnung eher die Würdigung seines gesamten Wirkens und Auftretens während der Saison. Ohne Jun wäre Eishockey in Höchstadt derzeit nur schwer vorstellbar. Der Spielertrainer betont immer wieder, dass die mannschaftliche Geschlossenheit Voraussetzung für den Erfolg sei. Der beste Spieler bringe nichts, sofern Zusammenhalt und Kampfgeist nicht passen. Mit eben diesen Tugenden spielt der HEC seit vier Jahren in der Landes- und Bayernliga und haben sich stetig weiterentwickelt. Nun könnte dieser Weg mit dem Einzug ins Finale gekrönt werden. Los geht es mit dem zweiten Halbfinal-Spiel am Freitag um 18 Uhr in Memmingen.

Starke Reflexe

Philipp Schnierstein ließ andere Torhüter wie Vorjahressieger Varian Kirst oder den Waldkraiburger Garanten für Sicherheit, Patrick Vetter, hinter sich. Schnierstein überzeugte auf dem Eis nicht nur durch seine große Ruhe, sondern auch durch seine Reflexe. Im Schnitt kassierte er nur 1,17 Gegentreffer pro Spiel. Nicht einmal die beiden Torhüter des Ligaprimus und großen Meisterschafts-Favoriten Waldkraiburg oder Memmingens Martin Niemz erreichten in der Vorrunde diesen Wert. In einer Kategorie unterlag Schnierstein jedoch seinem Mannschaftskollegen Ronny Glaser. Denn dieser schaffte es, drei Assists zu liefern, was ihn zum besten Scorer unter den Bayernliga-Goalies macht.
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