Laden...
Herzogenaurach
Handball

Zeljko Rajic: Alle Mann in Richtung Aufstieg

Nach der Verpflichtung des Trainers Zeljko Rajic holte der HV Herzogenaurach acht Siege aus neun Spielen und sicherte sich zwei Relegationsspiele um den Aufstieg.
Artikel drucken Artikel einbetten
HVH-Trainer Zeljko Rajic zeigt seinen Spielern den Weg in Richtung Bezirksoberliga. Foto: herzopress
HVH-Trainer Zeljko Rajic zeigt seinen Spielern den Weg in Richtung Bezirksoberliga. Foto: herzopress
Eigentlich wollte er seine Trainerkarriere schon beenden. Doch als der Handball-Bezirksligist HV Herzogenaurach anfragte, hat Zeljko Rajic seine Leidenschaft für den Handball wieder gepackt.

Rajic ist mit der Sportart aufgewachsen, hat im Heimatland Kroatien sogar in der Jugendnationalmannschaft gespielt. "Dann mussten meine vier Geschwister und ich mit unseren Eltern nach Deutschland ziehen", erzählt Rajic. Der Arbeit wegen. 38 Jahre später hat er das Aus für seine Profi-Ambitionen längst verdaut und sich in Erlangen mit Frau und drei Kindern bestens eingelebt. "Der Sport war am Anfang sehr wichtig", sagt der 52-Jährige. Dadurch habe er die Sprache schnell gelernt und einen Freundeskreis aufbauen können. Bis er 36 war, hat er bei der SG Siemens für A-Jugend, Senioren und Alte Herren gespielt. Als Coach betreute er mehrere Jugend-, Damen- und Männerteams der Region.


Von Rang 4 auf Platz 2

Als der HVH im Januar einen Nachfolger für Florian Schindler suchte, fiel die Wahl auf Rajic, der gleich seinen Sohn Denis als Kreisläufer mitbrachte. Zur Saisonhalbzeit lag der Bezirksligist mit fünf Siegen und vier Niederlagen auf Rang 4. Unter der Regie des gebürtigen Kroaten feierten die Jungs nur noch Erfolge. Acht Stück an der Zahl.

Erst das letzte und zu diesem Zeitpunkt bedeutungslose Spiel gegen Meister Buckenhofen ging verloren. Aber Rajic ist überzeugt: "Wenn es nötig gewesen wäre, hätten wir diese Begegnung auch noch gewonnen."
Ganz so leicht, wie es den Anschein hat, war die Rückrunde aber nicht. "Gegen Hersbruck haben wir mit zehn Toren geführt und am Ende nur mit einem gewonnen. Auch das 29:27 in Sulzbach war ein heißer Kampf", erinnert sich der Coach. Immer wieder musste der Monteur kranke oder verletzte Stammspieler ersetzen.

Zu viel Zeit für Regenaration?

Mit Erfolg. Vor den entscheidenden zwei Partien um die Startberechtigung in der Bezirksoberliga ist aber genug Zeit für Regeneration. "Zu viel Zeit", findet Rajic. Fünf Wochen lang muss der Trainer seine Schützlinge auf Temperatur halten. Bis zu den Duellen am 26. und 27. April befindet sich der HVH im normalen Trainingsbetrieb, während die anderen Teams der Bezirksliga West bereits seit drei Wochen ihre Beine hochlegen können. Testspiele gegen höherklassige Teams sollen den Spielrhythmus erhalten. "Ich verrate nicht, gegen wen wir spielen, aber es werden gute Gegner sein", verspricht Rajic schmunzelnd.

Nabburg gilt es zu schlagen

Kein Geheimnis ist dagegen der Relegationsgegner. Aus der Nachbarspielklasse, der Bezirksliga Ost, sicherte sich die HSG Nabburg-Schwarzenfeld Rang 2. Das letzte Saisonspiel, in dem die HSG sogar noch um Platz 1 im Rennen war, sah sich Rajic von der Tribüne aus an: "Nabburg steht defensiv gut und beherrscht schnelle Tempo-Gegenstöße. Es wird schwer, aber machbar", ist Zeljko Rajic zuversichtlich. Erst, wenn er diese Prüfung bestanden hat, will er sich in den wohlverdienten Urlaub in seiner Heimatstadt Pozega im Osten Kroatiens verabschieden.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren