Volleyball

Weisendorf und Höchstadt brauchen Schützenhilfe

Gekämpft, aber verloren: Da die Weisendorferinnen der TS Herzogenaurach unterlagen, können sie die Aufstiegsrelegation nur noch mit Schützenhilfe erreichen.
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Gegen den TV Erlangen V hatte die TSG Weisendorf um Freia Schmidt (li.) und Sarah Zinko (re.) nur in einem Satz Probleme. Gegen Meister Herzogenaurach unterlagen die Gastgeberinnen aber.  Foto: herzopress
Gegen den TV Erlangen V hatte die TSG Weisendorf um Freia Schmidt (li.) und Sarah Zinko (re.) nur in einem Satz Probleme. Gegen Meister Herzogenaurach unterlagen die Gastgeberinnen aber. Foto: herzopress
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Die Ausgangslage war klar: Die Volleyball-Frauen der TSG Weisendorf mussten am letzten Spieltag der Kreisklasse-Nord beide Partien gewinnen, um den Aufstiegsrelegationsplatz 2 zu erreichen. Gegen die fünfte Mannschaft des TV Erlangen erfüllten die Gastgeber ihre Pflicht, doch gegen den Meister aus Herzogenaurach reichte es nur zu einem Satzgewinn, weshalb die TSG die Saison auf Rang 3 beendet und am Samstag auf Schützenhilfe hoffen muss.

Die Frauen des TC Höchstadt schlossen die Spielzeit zu Hause ebenfalls mit einem 3:1-Sieg und einer 1:3-Niederlage ab und haben den direkten Abstieg abgewendet. Nur wenn Neunkirchen am Samstag in beiden Partien keinen Punkt holt, bleibt den TClerinnen auch die Relegation erspart.


Kreisliga-Nord: TC Höchstadt - TSV Ochenbruck 1:3

Die Gäste erspielten sich zunächst einen Vorsprung, den der TCH bis zur Mitte des Satzes egalisierte und sogar in eine Führung umwandelte (19:16). Danach lief aber nicht mehr viel zusammen (21:25). Im zweiten Durchgang funktionierte die Annahme der Gastgeberinnen, die Angreifer verwerteten die gut gestellten Bälle zu Punkten und der TC zog auf 14:6 davon. Dann kam allerdings ein unerklärlicher Bruch. Der TSV holte Punkt für Punkt auf und gewann mit 25:20.

Mit Wut im Bauch starteten die TC-Damen in den dritten Abschnitt. Zu Beginn verlief auch dieser ausgeglichen, dann brachte Sonja Jonas ihr Team mit einer Aufschlagserie mit 14:5 in Führung. Diesmal retteten die Höchstadterinnen den Vorsprung ins Ziel (25:19). Um den Tiebreak zu erreichen, musste aber auch der vierte Satz her. Doch der TC lag nach einem Blackout mit 0:9 zurück. Spätestens beim 6:17 war die Entscheidung eigentlich gefallen, doch angeführt von Caroline Böckl, Fiona Geier und Randi Haus verkürzten die Gastgeberinnen auf 19:21. Die Aufholjagd wurde aber nicht belohnt (21:25).


TC Höchstadt - Post-SV Nürnberg III 3:1

Um unabhängig vom Ausgang des anschließenden Spiels der Nürnberger gegen Ochenbruck zu sein, musste der TC den Tiebreak vermeiden. Zunächst sah es nicht gut aus, denn die Gäste gewannen den ersten Satz glatt mit 25:14. Der Druck war noch größer, allerdings fand Trainerin Masoumeh Payamani offensichtlich die richtigen Worte. Im zweiten Durchgang zeigte sich ihre Mannschaft entschlossen und inszenierte schöne Angriffe zum 25:16.

Auch im dritten Abschnitt ließen die Höchstadterinnen nichts anbrennen (25:11). Nach dem klaren 25:13 im "Vierten" war die Erleichterung groß, wenigstens den direkten Abstieg vermieden zu haben. Ochenbruck holte sich anschließend mit einem 3:1 gegen Nürnberg den Titel. So hätte der TC den Sieg für die Relegation gar nicht gebraucht, setzt Neunkirchen damit aber unter Druck und darf auf den direkten Klassenerhalt hoffen. ed
TCH: Bechmann, Böckl, Elisabeth Dresel, Julia Dresel, Ganzmann, Geier, Gabi Haus, Randi Haus, Jonas, Lukaszewicz, Schell


Kreisklasse-Nord: TSG Weisendorf - TV Erlangen V 3:1

Die TSG ließ in den ersten beiden Durchgängen nichts anbrennen (25:14, 25:12). Der dritte Satz war enger, Weisendorf verschaffte sämtlichen Akteurinnen Praxis. Die TV-Mädels spielten taktisch klug und punkteten mit gelegten Bällen. Ohne dass sich eine Mannschaft absetzte, gewannen die Erlangerinnen 25:23. Im vierten Satz waren die TSGlerinnen wieder konzentriert und erspielten sich einen Sechs-Punkte-Vorsprung, den sie bis zum Schluss hielten (25:18).


TSG Weisendorf - TS Herzogenaurach 1:3

Im zweiten Derby innerhalb von vier Wochen ging es gegen den bereits feststehenden Meister und Aufsteiger. In der engen, mit rund 50 Zuschauern besetzten Schulturnhalle starteten die Weisendorferinnen nervös und lagen schnell mit 1:9 hinten. Doch langsam besannen sich die TSG-Frauen auf ihr Können und kämpften sich zurück, sammelten Punkt um Punkt bis zum 15:12. Diesen Vorsprung ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen (25:20).

Doch die mit zwölf Spielerinnen angereisten Herzogenauracherinnen wechselten gut ein und sorgten für ein ausgeglichenes Match, was ein 16:16 im zweiten Durchgang zur Folge hatte. Dann bekam die TSG eine starke Aufschlagspielerin nicht in den Griff und musste die TSH davonziehen lassen (18:25).

Im dritten Satz lief es zunächst gut, bis sich bei den Weisendorferinnen Müdigkeit breitmachte und zwei Herzogenauracherinnen den Gegner mit druckvollen Angaben aus dem Konzept brachten (15:25).

Der vierte Satz war heiß umkämpft und auf hohem Niveau. Viele Abwehraktionen bestimmten die Partie, die TSG ging mit 22:21 in Führung. Doch nach der Balleroberung der TSH waren es wieder die Aufschläge, die die Hoffnung der Hausherren zerstörten. Weisendorf gelang kein Zähler mehr (22:25).


Eine Minichance bleibt

Eine Chance auf die Relegation hat die TSG aber noch: den Umweg über den besten Dritten der drei Kreisklassen. Im Vergleich mit dem Vertreter der West-Staffel hat Weisendorf die Nase vorn, die Wahrscheinlichkeit, dass der Drittplatzierte der Kreisklasse-Ost nach dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende mehr Punkte haben wird, ist allerdings groß. Eine Woche später steht das Kreispokalfinale an, für das sich die Weisendorferinnen in der Vorrunde gegen Ligakonkurrent und Relegationsplatzinhaber ASV Veitsbronn III qualifiziert haben. rl


TS Herzogenaurach - TV Erlangen V 3:0

Den ersten Satz gewann der Meister standesgemäß mit 25:13. Linda Hartmann, die nach einem längeren Auslandsaufenthalt ihr erstes Spiel bestritt, war TSH-Zuspielerin. Zudem kamen die Nachwuchsspielerinnen Jule Seeberger und Marleen Umminger zum Einsatz. Im zweiten Durchgang setzten Barbara Brkljaca und Jennifer Reck mit Aufschlagserien den Grundstein zum klaren 25:10. Nur im dritten Satz machte es Herzogenaurach spannend (27:25). gb


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