Adelsdorf
Frauenfußball

Von Platz 5 in die Bezirksliga?

Weil Hetzles und Burk ablehnen und der SK Lauf sich auflöst, könnte der SC Adelsdorf zum Nachrücker für den Aufstieg werden, sofern dies regelkonform ist.
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Im direkten Duell mit dem SV Hetzles (rote Trikots) zog der SC Adelsdorf mit 2:4 den Kürzeren. Weil der Konkurrent aber auf den Aufstieg verzichtet, könnten Spielführerin Verena Mönius und Co. unter Umständen noch in den Genuss der Bezirksliga kommen. Foto: Picturedreams
Im direkten Duell mit dem SV Hetzles (rote Trikots) zog der SC Adelsdorf mit 2:4 den Kürzeren. Weil der Konkurrent aber auf den Aufstieg verzichtet, könnten Spielführerin Verena Mönius und Co. unter Umständen noch in den Genuss der Bezirksliga kommen. Foto: Picturedreams
Die Fußball-Frauen im Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund haben ihre Saison offiziell beendet. Wie Gerhard Mehl vom Bezirks-Frauen- und Mädchenausschuss (BFMA) mitteilte, werden die Spiele, die am vergangenen Wochenende ausfielen, nicht mehr nachgeholt und vom Sportgericht gewertet.

Somit sind die Tabellen vollständig, Absteiger und Aufsteiger stehen fest. Doch so einfach gestaltet sich die Sache in der Kreisliga nicht, wo mit dem FC Schnaittach und dem SV Hetzles eigentlich zwei Teams den Weg nach oben in die Bezirksliga antreten sollten. Doch die Hetzleserinnen verzichten, weshalb der SK Lauf als Nachrücker auf den Plan tritt. Doch diese Mannschaft wird aufgelöst und reicht das Aufstiegsrecht an den FC Burk weiter. Doch auch dieser winkt ab. "Jetzt muss ich mit dem Bezirksspielleiter klären, ob es möglich wäre, auch dem Tabellenfünften noch den Aufstieg anzubieten", sagt Mehl.
Sollte die möglich sein, könnte der SC Adelsdorf in die Lage kommen, darüber zu entscheiden, ob er Schnaittach in die Bezirksliga folgen will.

Da von oben keine Mannschaft in die Kreisliga ER/PEG herunterkommt, gleichzeitig aber zumindest eine aufsteigt und der SC Oberreichenbach sowie der SV Weilersbach den Gang in die Kreisklasse antreten müssen, hat Mehl für die kommende Saison nur noch sieben Teams übrig. Um eine ordentliche Ligenstärke zu erhalten, dürfen sich deshalb nun auch die Zweitplatzierten der drei Kreisklassen über einen direkten Aufstiegsplatz freuen. Neben den Meistern aus Gremsdorf, Eggolsheim und Reichenschwand bereichern so künftig auch der FC Herzogenaurach, die SpVgg Effeltrich und der ASV Herpersdorf die Kreisliga.

Das hat Folgen für die unteren Spielklassen. "In der kommenden Saison wird es definitiv nur noch zwei Kreisklassen geben", sagt Mehl. Wie stark diese beiden Ligen besetzt sein werden, hängt letztlich davon ab, wie viele Mannschaften gemeldet werden. Dahingehend ist noch vieles unklar: Der SK Lauf löst seine Mannschaft auf, der SV Achteltal meldet nicht mehr, dazu ist die eine oder andere Verschiebung denkbar. So will die SpVgg Heßdorf zur neuen Spielzeit ein Frauenteam an den Start schicken, das sich unbestätigten Informationen zur Folge vor allem aus Spielerinnen des Hammerbacher SV zusammensetzen wird. Vor dem Hintergrund, dass der HSV 2014 großen Zulauf aus Großenseebach erhielt, würde sich so gewissermaßen der Kreis schließen.


Keine einzige Rote Karte

Ein großes Lob spricht Mehl den Kickerinnen in Sachen Fairness aus. "Im Spielbetrieb der vier Ligen im Kreis gab es heuer keine einzige Rote Karte. Das ist eine tolle Sache und zeugt vom guten Sportgeist im Frauenfußball." Allerdings hat das Ganze einen faden Beigeschmack - zumindest für den SV Weilersbach, der neben dem SV Offenhausen mit jeweils nur drei Gelben Karten im gesamten Saisonverlauf die fairste Mannschaft in der Kreisliga stellte. Dafür wurde das Team geehrt, erhielt von der Kulmbacher Brauerei einen Satz Trikots. Allerdings hätten die Weilersbacherinnen darauf wohl liebend gern verzichtet, wenn sie stattdessen die Klasse gehalten hätten. "Das war jetzt zum vierten Mal in den letzten sechs Jahren so, dass die fairste Mannschaft ein Absteiger war. Die Ausnahme war im vergangenen Jahr der TSV Lonnerstadt, der als Kreisliga-Meister die wenigstens Verwarnungen kassierte", berichtet Mehl. Als Aufruf zu einer härteren Gangart will er diese Tatsache aber nicht verstanden wissen.
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