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Herzogenaurach
Handball

Verschnaufpause statt Tunnelblick

Nach zwei Monaten des fokussierten Arbeitens gönnt Trainer Ingo Kundmüller den Handballern der TSH zehn Tage Abstand vom Sport. Das Team hat aber noch viel zu tun, um die Vorstellungen des Coaches vollends umsetzen zu können.
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Die TSH-Herren. Fotos: herzopress
Die TSH-Herren. Fotos: herzopress
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Bereits seit etwas mehr als zwei Monaten ist Ingo Kundmüller offiziell Spielertrainer der Handballmänner der Turnerschaft Herzogenaurach. Seitdem herrscht viel Bewegung in und rund um die erste Herrenmannschaft. Gemeinsam mit einem großen Spielerkader läutete der 36-jährige Linkshänder mithilfe eines umfangreichen Trainingsplans eine anstrengende Vorbereitung ein. Diese wird nun von einer zehntägigen Pause unterbrochen.
In nahezu jeder Woche bestritten die Handballer der TSH bislang je ein Testspiel gegen verschiedene Mannschaften aus dem Umkreis. Zu diesen zählten unter anderem Post SV Nürnberg, TV Erlangen-Bruck, ESV Flügelrad und auch die HG Zirndorf. Letztere war vergangene Woche der letzte Prüfstein vor der Trainingspause für die Ballwerfer der Turnerschaft.

Mit einer nahezu einwandfreien Leistung in Abwehr und Angriff, schnellen Konterangriffen und sehenswerten Spielzügen überzeugten Auer, Wonner und Co. ihren neuen Trainer. Hier spiegelten sich erste Erfolge der Vorbereitung wider. Doch selbst der deutliche Endstand von 37:23 gegen den Aufstiegsfavoriten der Bezirksoberliga Mittelfranken versetzt Kundmüller nicht in Euphorie: "Wir haben ein klasse Vorbereitungsspiel abgeliefert. Mehr aber auch nicht. Die Mannschaft sieht, dass sie, wenn sie hart arbeitet, auch belohnt wird. Daran müssen wir im zweiten Vorbereitungsteil anknüpfen."
Eine weitere positive Entwicklung ist die Integration von eigenen Talenten in den Herrenbereich. So nahmen fünf A-Jugendspieler an der ersten Trainingsphase teil und wurden fest in den Kreis der "Ersten" eingebaut. Sie machten alle sichtliche Fortschritte und müssen durch Spielpraxis in Jugend und Reserve weiter an den Seniorenbereich herangeführt werden.

Hochkarätige Routiniers

Ebenfalls erfreulich war die hohe Trainingsbeteiligung, die es ermöglicht, viele Alternativen zu testen. So gab es nur selten Trainingseinheiten, an denen weniger als 20 spielberechtigte Akteure teilnahmen. Zu diesen zählen unter anderem die Neuzugänge Thomas Janson (ehemals HV Herzogenaurach), Jannik Benz, Tim Odemer (beide reaktiviert) und Robert Gross (Reservemannschaft). Außerdem stehen Kundmüller mit Thomas Josnik und Peter Kares zwei weitere hochkarätige Routiniers zur Verfügung, die auf als auch neben dem Spielfeld höchstes Ansehen genießen.
Und auch auf der Position zwischen den Pfosten müssen sich die Verantwortlichen der TSH keine Sorgen machen. So trainieren aktuell mit Sebastian Kammerer, Adrian Schauer, Andreas Friedrich und Martin Manz vier leistungsstarke Torhüter mit, die sicherlich ein tolles Gespann ergeben werden.
Gute Rahmenbedingungen scheinen also - anders als zuletzt - durchaus gegeben zu sein. Nun liegt es an den Spielern, diese zu nutzen. "Die Mannschaft brennt förmlich darauf, die letzten Jahre in der Bezirksoberliga vergessen zu machen. Wir sind in der vergangenen Saison aus sportlicher Perspektive abgestiegen, hatten letztlich aber Glück, doch in der Liga bleiben zu dürfen. Wir wollen was verändern und endlich wieder dauerhaft oben mitmischen. Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen diesen nur konsequent weitergehen", sagt Kapitän Bernhard Auer.

Effektivität im Positionsangriff

Schließlich steht im zweiten Trainingsabschnitt noch der spielerische Feinschliff an. Weitere Spielzüge sollen den Positionsangriff effektiver machen, die Abwehrarbeit muss konstant verbessert werden. Dies ist auch dringend notwendig, möchte man die ersten drei Saisonspiele (TV Altdorf, FC Neunburg v.W., OG Erlangen - alle auswärts) unbeschadet überstehen.
Ein weiterer Höhepunkt wird zunächst aber unter anderem die Teilnahme am Zürich Cup des TV Etwashausen sein. Das etablierte Turnier, das mit Bezirksoberligisten und Landesligisten besetzt ist, steht seit Jahren auf dem Vorbereitungsplan der Turnerschaft. Ein weiteres Turnier - allerdings in kleinem Rahmen - wird am Samstag, 7. September, in der heimischen Hauptschulhalle stattfinden. Hierzu wurden Gegner aus Nürnberg und Stadeln eingeladen.
Trotz der vielen Veränderungen und des sportlichen Aufwindes, in dem sich die erste Männermannschaft der TSH befindet, muss abgewartet werden, inwiefern und wann sie die Vorstellungen ihres neuen Trainers zu 100 Prozent umsetzen können. Dies kann selbst über den Saisonbeginn hinaus eine gewisse Zeit dauern. Nichtsdestotrotz ist man guter Dinge, dieses Jahr endlich wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf das Parkett schicken zu können.
Der TSH-Kader: Adrian Schauer, Andreas Friedrich, Martin Manz, Sebastian Kammerer - Gregor Hübner, Florian Heimpel, Thomas Janson, Jürgen Wonner, Max Kaltenhäuser, Marco Loncar, Marco Brandt, Thomas Josnik, Robert Gross, Bernhard Auer, Thomas Neumann, Jan Sieber, Ben Nickels, Michael Hettchen, Tim Odemer, Jannik Benz, Felix Welker, Martin Maydt, Peter Kares, Markus Theiss, Markus Hentschke, Igor Zhilinskiy - Ingo Kundmüller
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