Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey-Bayernliga

Überzahlspiel des HEC bricht Buchloe das Genick

Die Teilnahme am Play-off-Viertelfinale in der Eishockey-Bayernliga ist den Höchstadt Alligators nur noch theoretisch zu nehmen. Der nächste Gegner aus Dorfen und der gestern Abend enttäuschende ESV Buchloe müssten schon alle ausstehenden Spiele gewinnen, um den HEC noch zu überflügeln.
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Der HEC um Ales Kreuzer (rechts) setzte Buchloe vor allem im Powerplay mächtig zu und ließ nichts anbrennen. Foto: Picturedreams
Der HEC um Ales Kreuzer (rechts) setzte Buchloe vor allem im Powerplay mächtig zu und ließ nichts anbrennen. Foto: Picturedreams
Mit dem ersten Auswärtserfolg der Zwischenrunde stießen die Mittelfranken das Tor zur Runde der letzten Acht weit auf, bestachen dabei mit gnadenlos effektivem Überzahlspiel und im Verbund mit kompromissloser Abwehrarbeit.


ESV Buchloe - Höchstadter EC 2:5

Es war vom Start weg der erwartet heiße Fight, denn für die Gastgeber ging es um alles. Eine weitere Niederlage hätte die Viertelfinalträume des ESV früh begraben. Wie schon im Hinspiel am Freitag war die Partie geprägt von vielen versteckten Fouls und Nickeligkeiten, die zahlreiche Strafen nach sich zogen. Die Alligators wurden im ersten Drittel gleich fünfmal zum Abkühlen in die Eisbox geschickt, doch in Unterzahl verteidigten die Gäste dermaßen geschickt, dass die Buchloer kein Kapital schlagen konnten. Auf der anderen Seite bewies der HEC, wie effektiv er im Powerplay ist. Zwar gab es erst kurz vor der Pause nennenswerte Aktionen, die waren dafür umso schöner: Daniel Jun hämmerte die Scheibe nach Doppelpass mit Martin Vojcak zum 0:1 in den Winkel (18.). Nur Sekunden später fing Thilo Grau einen Schuss von Ales Kreuzer ab, umkurvte Goalie Bernthaler und erhöhte auf 0:2 (19.).


Buchloe wirkt ideenlos

Ins zweite Drittel starteten die Alligators mit 90 Sekunden Überzahl - und abermals klapperte es: Nach Vorarbeit von Tomas Urban und Kreuzer markierte Vojcak den dritten Höchstadter Treffer (22.). Das Powerplay blieb auch weiter das Erfolgsrezept, denn in der 29. Minute erhöhte Kreuzer nach Pass von Jun vorentscheidend auf 4:0. Doch die Hausherren gaben sich nicht geschlagen, zumal sich wenig später bei doppelter Überzahl die Chance bot, die Aufholjagd einzuleiten: Prompt gelang Weigant das 1:4 (34.). Die nächsten Minuten verbrachte der HEC permanent in Unterzahl, doch im Abwehrverbund machten die Aischgründer abermals einen richtig guten Job und profitierten davon, dass Buchloe kaum etwas Konstruktives anzubieten hatte. Verzweiflungsschüsse waren eine sichere Beute von Torhüter Philipp Schnierstein. Dann bot sich den Gästen noch einmal die Gelegenheit, für Entlastung zu sorgen - erneut in Überzahl. Und der Trumpf des HEC stach auch diesmal: Nach schönem Doppelpass mit Richard Stütz netzte Patrik Dzemla zum 1:5 ein (40.).


Die Alligators bleiben cool

Damit war der Drops gelutscht, der HEC ließ es im Schlussabschnitt deutlich ruhiger angehen, ließ Puck und Gegner aber weiter sehr gut laufen. Bei den Gastgebern machte sich etwas Resignation breit. Zwar ließ das 2:5 durch Rohde noch einmal Hoffnung keimen (47.), doch die Pirates zogen in der Folge viel zu viele Strafen. Buchloe war also vornehmlich mit Abwehrarbeit beschäftigt, und in Unterzahl nicht mehr in der Lage, den Aischgründern zuzusetzen. Diese ließen sich nicht provozieren, blieben diszipliniert und spielten die Zeit abgeklärt herunter.


Die Statistik zum Spiel

ESV Buchloe - Höchstadter EC 2:5 (0:2, 1:3, 1:0)

ESV Buchloe: Tor: Bernthaler, Blankenburg; Verteidigung: Dropmann, Waldhausen, de Carvalho, Lerchner, Curmann, D. Strodel; Angriff: Weigant, Rohde, Heckelsmüller, Riefler, M. Strodel, Rauskolb, Schönberger, Braun, Huhn, Streit, Kastenmeier, Götz

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Fous; Verteidigung: Stütz/Urban, Ryzuk/Gäbelein, Babinsky;
Angriff: Jun/Kreuzer/ Grau, Vojcak/Dzemla/Hiendlmeyer, Kaczmarek/Tratz/L. Lenk

SR: Sebastian Eisenhut, Dennis Krah, Julia Männlein

Zuschauer: 300

Tore: 0:1 Jun (18.), 0:2 Grau (19.), 0:3 Vojcak (22.), 0:4 Kreuzer (29.), 1:4 Weigant (34.), 1:5 Dzemla (40.), 2:5 Rohde (47.)

Strafzeiten: 24 / 22
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