Herzogenaurach

Turnovers und Rebounds brechen der TSH das Genick

Eine deftige Ohrfeige fingen sich die Regionalliga-Basketballer der Turnerschaft Herzogenaurach in Rosenheim ein. Beim bis dato Tabellenvorletzten verloren die Longhorns deutlich mit 65:85 und rutschten wieder in die Abstiegszone ab.
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Monty Rogers
Monty Rogers
Die schlechteste Nachricht des Tages ereilte die Gäste schon vor der Partie, denn der Spielmacher der Rosenheimer, Jguwon Hogges, der in den vorherigen Partien verletzt fehlte und im letzten Jahr über 30 Punkte gegen die TSH machte, meldete sich fit zurück. Und auch diesmal war er nicht zu bremsen. Nur Mike Kaiser und Monty Rogers war es zu verdanken, dass die Longhorns nach dem ersten Viertel nur mit 17:23 hinten lagen.


Hogges und Fliege treffen sicher

Im zweiten Durchgang waren die Gäste dann auf Augenhöhe. Kaiser machte leichte Fast-Break-Punkte, hinten sammelte Willy Unkule Rebound um Rebound. Dennoch kamen die Rosenheimer zu ihren Punkten, da das starke Aufbauduo Hogges und Timo Fliege aus der Distanz sicher trafen. Das große Manko der Aurachstädter war der Turn over.
Die TSH erlaubte sich in diesem Viertel sieben Ballverluste, was bei guten Mannschaften manchmal für ein ganzes Spiel reicht. Folglich bauten die Gastgeber ihren Vorsprung zur Halbzeit auf 48:35 aus.


Atemberaubender Dunking

Doch die Longhorns kamen gut aus der Kabine: Die beiden Center Braslav Turic und Monty Rogers wurden durch viel Tempo zu Punktegaranten. Rogers sorgte mit einem atemberaubenden Dunking für das Highlight des Spiels, als er seinen direkten Gegenspieler vernaschte und dann über zwei weitere Rosenheimer hinwegschwebte. Mit einem 8:2-Lauf verkürzte Herzogenaurach auf 50:43, doch näher kam die TSH nicht mehr heran. Denn nun drehte Hogges auf: Er traf aus allen Distanzen oder fand einen besser postierten Mitspieler. Hier merkte man dem jungen Herzogenauracher Team doch deutlich an, dass die Rotationen in der Defensive noch nicht richtig stimmen.


Gift für die Bemühungen

Bei 64:54 ging es in den Schlussabschnitt, in dem die Gäste kräftemäßig aber nicht mehr zulegen konnten. 19 Offensiv-Rebounds der Rosenheimer sprechen eine deutliche Sprache. Dazu leisteten sich die Longhorns 23 weitere Ballverluste und fanden so kein Mittel mehr, dem Spiel eine Wende zu geben.
"Wir haben uns heute einfach viel zu viele Ballverluste erlaubt, die natürlich Gift für unsere Bemühungen waren. In den letzten Spielen waren wir in diesem Punkt schon deutlich besser, und da müssen, wollen und werden wir auch wieder hinkommen. Wir werden das thematisieren, und ich bin mir sicher, dass wir nächste Woche schon wieder ein ganz anderes Gesicht zeigen werden", erklärte Longhorns-Trainer Mario Dugandzic nach der Partie. pes

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