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Herzogenaurach
Basketball

Trainerwechsel bei den Longhorns: Dugandzic löst Plantzas ab

Die Ära von Angelos Plantzas als Trainer der TS Herzogenaurach ist beendet. Sein Nachfolger Mario Dugandzic kommt vom neuen Kooperationspartner Nürnberger BC. Auch auf dem Parkett wird der Umbruch deutlich zu sehen sein.
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Gleich mehrere Neuerungen hatte Herzogenraurachs Abteilungsleiter Olaf Kaddatz-Dassler mitzuteilen. Denn viele Spieler des Kaders der vergangenen Saison sind nicht übrig geblieben. Foto: herzopress
Gleich mehrere Neuerungen hatte Herzogenraurachs Abteilungsleiter Olaf Kaddatz-Dassler mitzuteilen. Denn viele Spieler des Kaders der vergangenen Saison sind nicht übrig geblieben. Foto: herzopress
Die Zeichen bei den Regionalliga-Basketballern der TS Herzogenaurach stehen derzeit auf Umbruch. Seit der Bekanntgabe der vereinsübergreifenden Kooperation mit dem Nürnberger BC kommt das Personalkarussell bei den Longhorns nicht mehr zum Stillstand. Neben einigen talentierten Neuzugängen aus den Reihen des Nürnberger Nachwuchsbereichs hat Abteilungsleiter Olaf Kaddatz-Dassler auch einige Abgänge zu vermelden.

Insgesamt müssen sich die Herzogenauracher Basketballfans dabei von sieben Akteuren verabschieden. Neben Benno Schüpferling, Johannes May, Julian Patton (alle berufliche Gründe) und Adrian Dlugosch (gesundheitliche Gründe) werden in Zukunft auch Toni Donhauser (Wechsel zu hapa Ansbach Piranhas) und Punktegarant Ryan DeMichael (familiäre Gründe) nicht mehr im Dress der Herzogenauracher auflaufen.


Nachfolger schnell gefunden

Zudem wird es auch auf der Trainerbank zu einem entscheidenden Wechsel kommen: Angelos Plantzas, der gemeinsam mit NBC-Coach Ralph Junge eine tragende Säule der noch jungen Vereinskooperation werden sollte, entschied sich kurzerhand dazu, die Aurachstädter zu verlassen.

"Ende April rief Angelos mich an und teilte mir mit, dass er den Umbruch aus privaten Gründen nicht mehr mittragen kann", berichtete Kaddatz-Dassler im Rahmen eines Pressegesprächs. "Selbst nach einer kurzen Bedenkzeit hielt er an seinem Entschluss fest. Für uns ist das daher ein ganz besonders schmerzhafter Verlust."
Lange dauerte es allerdings nicht, bis ein qualifizierter Nachfolger beim Regionalligisten anheuerte. Mit Mario Dugandzic leitet seit wenigen Wochen ein neues Gesicht die Geschicke bei den Korbjägern der TSH. Als Spieler sammelte der 30-Jährige unter anderem mehrere Jahre Zweitliga-Erfahrungen in Heidelberg und Rastatt. Seit vergangener Saison ist Dugandzic als Jugendkoordinator für den Nachwuchs des Basketball-Zweitligisten rent4office Nürnberg zuständig.

Ab kommender Saison wird er nun zusätzlich auch im Dienst des Nürnberger Farmteams aus Herzogenaurach stehen. Für den Abteilungsleiter der TSH ein absoluter Gewinn: "Ich halte von Mario wahnsinnig viel. Der Mann ist ein absoluter Profi. Mit dieser Lösung sind wir alle super zufrieden und glücklich."

Neben Dugandzic werden noch etwa fünf bis sechs NBC-Jungspunde den neustrukturierten Longhorns-Kader komplettieren. Neben Bill Borekambi (22) und dem U18-Nationalspieler Haris Hujic, sind auch die U21-Nationalspieler Mauricio Marin (21), Kevin Bright (22) und Mario Blessing (23) für die TSH spielberechtigt. Dabei solle jedoch eine Rotation vermieden werden. Stattdessen bauen die Herzogenauracher laut Kaddatz-Dassler auf einen "Zehn- oder Elf-Mann-Kader", der die Spielzeit über konstant das Gerüst der Mannschaft bilden soll.
Dass jegliche Neuzugänge, die allesamt aus der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga-Abteilung der Nürnberger stammen, erhebliches Potenzial mitbringen, steht dabei außer Frage. Ob es mit einem derart jungen Kader für die Longhorns aber dennoch zu einer soliden Regionalliga-Saison reicht, dürfte sich erst im Laufe der Hinrunde zeigen. "Die Jungs sind alle topfit und bringen viel Potenzial mit. In der Winterpause werden wir ein erstes Fazit ziehen und schauen, ob noch etwas verändert werden muss", erklärt der TSH-Abteilungsleiter, der sich trotz des personellen Umbruchs zuversichtlich zeigt.

Drei Talente in den Startlöchern

Langfristig verfolgen die Aurachstädter dabei das Ziel, auch den vereinseigenen Nachwuchs wieder verstärkt in die erste Männermannschaft zu integrieren. Hierfür stehen mit Leon Ort, Paul Klaußner und Matt Williamson drei Talente in den Startlöchern, die allmählich Regionalliga-Luft schnuppern sollen. Zudem hat Dugandzic mit Moritz Hüttel, Karen Buniatian und Peter Simon noch drei Akteure in der Hinterhand, deren Einsatz von der jeweiligen körperlichen Verfassung und beruflichen Aspekten abhängt.
Davon abgesehen ist man im Lager der Turnerschaft sicher, dass bis zum ersten Saisonspiel in Vilsbiburg (26. September) eine schlagfertige Truppe aufs Parkett geschickt werden kann.

Shorthorns gehen in die Bayernliga

Nicht nur die Longhorns befinden sich derzeit in einem Umbruch. Auch die Situation bei den Shorthorns hat sich grundlegend geändert. Nachdem feststand, dass die Basketballerinnen der TS Herzogenaurach in der kommenden Spielzeit nicht mehr in der Regionalliga antreten werden, ging nahezu die komplette Stammbesetzung.

Wenn es demnächst wieder um Punkte geht, wird lediglich noch eine Frauenmannschaft aus Herzogenaurach am Spielbetrieb teilnehmen. Die neuformierten Shorthorns entstehen aus der ehemaligen Reserve und werden künftig in der Bayernliga antreten. Da auch das bisherige Trainergespann Christian Braun/Florian Ottich seinen Rücktritt erklärt hatte, wird einer neuer Coach an der Seitenlinie stehen: Inzwischen leitet Jan Koranda, Spieler der Longhorns, die Geschicke bei den Damen. "Jan hat sich in die Stadt Herzogenaurach verliebt und fühlt sich bei uns pudelwohl", sagte TSH-Abteilungsleiter Olaf Kaddatz-Dassler. "Er ist auf mich zugekommen und hat Interesse an dem Trainerjob signalisiert."

Um in Zukunft einen erneuten freiwilligen Rückzug der ersten Damenmannschaft zu vermeiden, sollen die weiblichen Nachwuchsteams zunehmend gefördert werden. Dafür steht Kaddatz-Dassler ab September mit Laura Thiel auch eine neue Kraft zur Seite, die ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) den TSH-Basketballern absolvieren wird. "Laura wird außerdem noch für die Betreuung diverser Camps und Schulen zuständig sein", sagt Kaddatz-Dassler. "Schulen aus dem Umkreis, die Interesse an einer Kooperation mit uns haben, können sich so jederzeit bei uns melden.
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