Herzogenaurach
Fußball

Torriecher wieder da - leider zu spät

Neun Tore gelangen den Herzogenauracher Pumas in Schwaig, während sie zuletzt an der Verwertung ihrer Chancen verzweifelt waren und so letztlich den Klassenerhalt in der Bezirksliga verspielten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Baiersdorfer Nicolas Schwab und Frank Ortloff (rote Trikots, von links) stifteten viel Verwirrung im Stegauracher Strafraum. Fotos: herzopress
Die Baiersdorfer Nicolas Schwab und Frank Ortloff (rote Trikots, von links) stifteten viel Verwirrung im Stegauracher Strafraum. Fotos: herzopress
+2 Bilder
Während der Baiersdorfer SV die Saison in der Landesliga Nordwest mit einem launigen Auftritt harmonisch ausklingen ließ, drehte der FC Herzogenaurach in der Bezirksliga noch einmal voll auf, um den drohenden Abstieg zu vermeiden. Doch selbst ein Kantersieg in Schwaig konnte nicht verhindern, dass die Pumas der SpVgg Heßdorf in die Kreisliga folgen.

Landesliga Nordwest: Baiersdorfer SV - SpVgg Stegaurach 2:2

Die Anfangsviertelstunde nutzten die Akteure als verlängerte Aufwärmphase, dann schaltete der BSV in den Spielmodus. Zwei gute Kopfbälle von Günther dienten als Warnschüsse, kurz danach zog Altmeister Cescutti Richtung Tor und konnte von Oberst nur durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Karches souverän (28.). Auch danach bot sich den Hausherren noch die eine oder andere Möglichkeit, doch so richtig zwingend war es nicht.
Auf der Gegenseite konnte sich Torwart Menzner bei der einzigen Möglichkeit der Gäste auszeichnen.
Nach dem Wechsel nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit im Mittelfeld zu einem tollen Konter, an dessen Ende Stöcklein nur noch einschieben musste (58.). Bedingt durch eine Unachtsamkeit eines Stegauracher Abwehrspielers durfte dann Cescutti wieder alleine auf den Keeper zusteuern, spielte ihn aus und wurde dann von seinem Mitspieler Eichinger übertölpelt, der ihm den Ball vom Fuß nahm und selbst ins Tor spitzelte (63.). Doch die Führung hielt nur wenige Minuten, dann tauchte Schleicher frei vor Menzner auf und ließ ihm keine Chance (66.). Weitere Highlights gab es nicht mehr, beide Teams freuten sich auf den Schlusspfiff.

Bezirksliga Mittelfranken 1: SV Schwaig - FC Herzogenaurach 3:9

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und nach drei vergebenen Hochkarätern erlöste Eric Stübing den FC nach feinem Pass von Reinhardt Kusnyarik mit der Führung (14.). Die Pumas kontrollierten in der Folge das Geschehen, doch dann krönte Müller eine schöne Einzelleistung aus dem Nichts mit dem 1:1 (29.). Der Stadionsprecher war mit seiner Durchsage noch nicht fertig, da nutzte Waldmann einen kapitalen Schnitzer der Herzogenauracher Abwehr zum 2:1 (30.). Der FCH war wild entschlossen, die Scharte auszuwetzen und nahm das Schwaiger Tor sofort unter Dauerbeschuss: Kevin Rockwell drehte die Partie mit einem Doppelschlag (30., 32.) und legte nur zwei Minuten später nach einem von Stübings Ferse verlängertem Abschlag aus 32 Metern das 2:4 nach. Als Kusnyarik nach einem weiten Einwurf von Stübing auch noch das 2:5 per Kopf gelang (43.), war die Messe gelesen.
Doch auch nach der Pause waren die Gäste nicht aufzuhalten. Erst stand zwar der Pfosten im Weg, dann aber spielte Michael Thomann die gesamte SV-Abwehr schwindelig und legte uneigennützig auf Rockwell ab, der zum 2:6 einschob (60.). Drei Minuten später bekamen die Gastgeber einen Freistoß zugesprochen, den Möller unhaltbar zum 3:6 im Winkel unterbrachte. Doch Herzogenaurach zeigte sich unbeeindruckt und spielte weiter nach vorn: Kusnyarik war nur durch ein Foul zu stoppen, Stübing nutzte den fälligen Strafstoß zum 3:7 (68.). Vier Minuten vor Schluss krönte Thomann dann seine überragende Leistung aus 24 Metern mit Treffer Nummer 8, den Schlusspunkt setzte Stübing mit einem direkten Freistoß (90.).
Ein grandioses Spiel der Pumas, das aber nichts brachte: Hüttenbach bekam beim Stand von 3:3 einen Elfmeter zugesprochen, verwandelte diesen und machte alle Hoffnungen des FCH zu Nichte. Hätte das Team eine solche Leistung häufiger gezeigt, hätte es den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen können. So ist das Abenteuer Bezirksliga schon nach einem Jahr wieder zu Ende.

Bezirksliga Mittelfranken 1: SG 83 Nürnberg/Fürth - SpVgg Heßdorf 0:5

Der designierte Absteiger aus Heßdorf wollte sich anständig aus der Bezirksliga verabschieden und bot eine Leistung, wie sie die Fans wohl gern häufiger gesehen hätten: energisch in den Zweikämpfen und sicher im Spielaufbau. Gerade eine Minute war gespielt, als Häfner in den Strafraum eindrang und von Keeper Bauer unsanft von den Beinen geholt wurde. Bräunig verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 0:1. Keine zehn Minuten später jubelte der Heßdorfer Angreifer erneut: Nicolai Nagel eroberte den Ball und setzte über Büttner Bräunig in Szene, der aus zentraler Position keine Mühe hatte, auf 0:2 zu erhöhen (7.). Von den Hausherren kam erschreckend wenig, und so ließ es Heßdorf nun etwas ruhiger angehen, hatte aber durch Häfner noch eine richtig gute Chance, die Bauer glänzend entschärfte (40.).
Auch nach der Pause drückte Heßdorf permanent. Marxer verzog erst knapp, schickte dann aber Hofmann auf die Reise, der im Eins-gegen-eins die Nerven behielt und das 0:3 erzielte (50.). Abgesehen von zwei Chancen der SG, die Heinlein parierte (55., 75.), kannte die Partie nur eine Richtung: Marxer schob nach Kopfball-Vorlage von Linsenmeyer locker zum 0:4 ein (65.), Wildeis umkurvte den Nürnberger Schlussmann und setzte den Schlusspunkt (81.).
Vor wenigen Tagen hatte die SpVgg Heßdorf mitgeteilt, dass Michael Green künftig als Trainer an der Bande stehen wird. Der Auftritt in Nürnberg dürfte den 34-Jährigen, der vom Kreisligisten SV 73 Nürnberg-Süd in den Seebachgrund kommt, zuversichtlich stimmen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren