Herzogenaurach
Basketball-Regionalliga

TSH versucht alles, wird aber nicht belohnt

Ihr drittes Spiel in Folge verloren die Regionalliga-Basketballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach. 74:69 leuchtetet es nach der Auswärtspartie beim USV TU Dresden von der Anzeigetafel.
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Kathrin Sperber und die anderen Shorthorns investierten in Dresden viel, schafften aber keine Wende mehr. Foto: herzopress
Kathrin Sperber und die anderen Shorthorns investierten in Dresden viel, schafften aber keine Wende mehr. Foto: herzopress
Damit rutschen die Shorthorns auf den siebten Tabellenplatz ab und müssen tunlichst schauen, aus dieser Minikrise so schnell wie möglich wieder herauszukommen. Die Herzogenauracherinnen sind nur noch aufgrund des besseren direkten Vergleichs vor dem Achtplatzierten aus Dresden und müssen aufpassen, nicht noch weiter abzusacken.

USV TU Dresden - TS Herzogenaurach 74:69

Wie gewohnt sah es zu Spielbeginn aus Herzogenauracher Sicht rosig aus. Tina Riegner (16 Punkte) übernahm verantwortung, und so lagen die Gäste nach fünf Spielminuten mit 10:6 in Front. Dann drehten die athletischen Jana Ulbig und Raluca Chioran auf. Mit Tempo erkämpften sie sich in der Verteidigung die Bälle und setzten diese im Handumdrehen in Fast-Break-Punkte um. Doch auch die Gastgeberinnen spielten solide in der Offensive und fanden immer wieder in Topscorerin Dorothee Schönau (22) das probate Mittel gegen die Defensive der Shorthorns. Dennoch führten die Aurachstädterinnen nach dem ersten Viertel mit 21:18.

Im zweiten Durchgang änderte sich der Spielverlauf: Dresden verteidigte nun besser, die TSH hatte mit dem erhöhten Druck Probleme. Und so übernahmen die Gastgeberinnenn beim 26:25 (16.) erstmals die Führung. Hierfür verantwortlich zeichnete allen voran die erneut überragende Dorothee Schönau. Unterstützung fand sie in der quirligen Elisabeth Kunick, die 16 Punkte erzielte und das Spiel der Dresdenerinnen umsichtig gestaltete. So führte der Tabellenachte zur Halbzeit 34:32.

In der Pause versuchten beide Mannschaften, etwas in ihrer Spielanlage zu ändern. In der Praxis sah es dann so aus, dass beide Teams auf eine Zonenverteidigung umstellten. Dies sollte am Punktereigen jedoch nichts ändern, denn das dritte Viertel endete 19:16 für die Dresdenerinnen, eine durchaus ordentliche Ausbeute, die ihnen vor dem Schlussabschnitt einen 53:48-Vorsprung bescherte.

Shorthorns finden kein Mittel

Die TSH-Damen von Trainer Christian Braun versuchten noch einmal alles, um die Partie zu drehen. Ob Ganzfeldzonenpresse, Mann-Mann-Verteidigung über das gesamte Feld, Doppeln - die ganze Spielwiese an taktischen Variationen wurde ausprobiert - aber nichts konnte die Offensive der Sächsinnen entscheidend stoppen. So führten die Gastgeberinnen immer mit vier bis neun Punkten Differenz, und die Shorthorns kamen nicht mehr heran. Auch die guten Auftritte von Kathrin Sperber (12) und Rebecca Müller (13) konnten die Niederlage nicht mehr abwenden.

"Wir haben heute wirklich alles getan, sind trotz der langen Fahrt gut ins Spiel gestartet, aber wir konnten den Sieg leider nicht davontragen", sagte TSH-Trainer Braun. Sein Team habe einfach kein Mittel gefunden, zu agieren, konnte immer nur reagieren. "Respekt an die Dresdenerinnen, die wirklich eine starke Leistung gezeigt haben, aber das ändert nichts an der misslichen Lage, in der wir nun sind. Wir werden arbeiten, arbeiten, arbeiten und dann schauen, ob wir das Ganze drehen und zu einem guten Saisonausgang führen können", sagte Braun abschließend.
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